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Leben & Werk

Der ehemalige Kameramann und Pornofilmer inszenierte einige der erfolgreichsten Filme der 90er-Jahre, in denen wie in „Men in Black“ und „Wild Wild West“ wilde Genre-Mischungen auf Publikumszuspruch trafen, mit „Schnappt Shorty“ eine der besten Kriminalfilmkomödien und mit „Die Chaos-Camper“ ein turbulentes Road Movie.

Barry Sonnenfeld wurde 1953 in New York geboren und begann seine Filmkarriere als Pornofilmer, der mit seiner Kamera in neun Tagen neun abendfüllende Pornos aufnahm. Als er 1997 erfuhr, dass „Boogie Nights“ gedreht wurde, kam das als Schock, denn er hatte stets von einem solchen Film geträumt. Sonnenfeld führte in den ersten drei Filmen der Brüder Coen („Blood Simple„, „Arizona Junior„, „Miller’s Crossing„) sowie in der schwarzen Krimikomödie und Hitchcock-Parodie „Schmeiß die Mama aus dem Zug“ und in der zum Klassiker gewordenen romantischen Komödie „Harry und Sally“ (mit Meg Ryan und Billy Crystal) die Kamera. Er inszenierte Werbespots für Nike, Isuzu und Reebok, die ihm mehrere Clio-Preise einbrachten. 1991 wechselte er mit „Addams Family“ ins Regiefach – einer Horrorkomödie, die auf der gleichnamigen TV-Serie basiert, die ihrerseits auf den Comics von Charles Addams beruht. Der Film machte Raul Julia und Anjelica Huston populär und sah Christina Ricci in einer ihrer ersten Filmrollen. Sonnenfeld inszenierte auch das Sequel „Die Addams Family in verrückter Tradition„. Die Verfilmung des Elmore-Leonard-Romans „Schnappt Shorty“ wurde zu einer stilvollen Krimiparodie auf die Mafia, Hollywood-Studios und die Coolness von Hauptdarsteller John Travolta, der als Geldeintreiber arbeitet und am liebsten im Kino sitzt und Zeilen aus Orson Welles‘ Film noir „Touch of Evil“ mitspricht. Mit der verschrobenen schwarzen Kriminalkomödie „Big Trouble“ (mit Tim Allen, Rene Russo, Stanley Tucci und Tom Sizemore), die in einer wilden Verfolgung auf einem Flugplatz gipfelt, setzte Komödienspezialist Sonnenfeld seine satirischen Betrachtungen des American Way of Life fort.

Steven Spielberg engagierte Sonnenfeld als Regisseur für „Men in Black“, seinen größten Kassenerfolg, in dem Tommy Lee Jones und Will Smith, der damit zum bestbezahlten schwarzen Schauspieler der 90er-Jahre wurde, Aliens jagen und überwachen. Kaum minder erfolgreich schnitt das Sequel „Men in Black II“ ab. Dagegen war „Wild Wild West“, eine abenteuerliche Mischung aus Western, Science-Fiction, Komödie und Jules-Verne-Verfilmung, in der Smith und Kevin Kline als erfindungsreiche Geheimagenten und Kenneth Branagh als Superbösewicht mit Stahlkörper agieren, angesichts seiner immensen Kosten von 100 Millionen Dollar nur relativ erfolgreich, und Sonnnenfeld war als „Worst Director“ 2000 für den Razzie Award (Goldene Himbeere) nominiert.

Ein Überraschungserfolg und ein Comeback für Hauptdarsteller Robin Williams wurde 2006 „Die Chaos-Camper“, ein turbulentes Road Movie, in dem Williams mit seiner Filmfamilie im Wohnmobil mit Campern, den Tücken der Technik, Joberhalt und einer verrückten Country-Familie um Jeff Daniels zu kämpfen hat, die im Nachspann eine fetzige Version des alten Gassenhauers „Get Your Kicks on Route 66“ zum Besten geben.

Als Produzent oder Ausführender war Sonnenfeld für TV-Serien („Fantasy Island“) wie für Spielfilme („Ladykillers“-Remake mit Tom Hanks, Fantasy-Komödie „Lemony Snicket“ mit Jim Carrey) zuständig.

Barry Sonnenfeld ist seit 1989 mit der Produzentin und Schauspielerin Susan Ringo verheiratet und hat eine Tochter Chloe, die als Schauspielerin arbeitet. 1999 wurde Sonnenfeld bei einem Unfall schwer verletzt, als sein Privatjet auf dem Flughafen mit fünf leer stehenden Flugzeugen kollidierte.

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