Barbet Schroeder

Schauspieler • Producer • Sprecher • Regisseur • Drehbuchautor
Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Barbet Schroeder

Leben & Werk

Seine Thriller gehören zu den wegweisenden Beispielen des Genres und „Weiblich, ledig, jung sucht…“ wurde ein Welterfolg.

Barbet Schroeder, geboren 1941 in Teheran, wuchs in Südafrika und Paris auf und seine Karriere spielte sich zunächst in Frankreich, dann in den USA ab. Er studierte an der Sorbonne, arbeitete als Journalist, war Fotograf, organisierte Jazz-Konzerte, assistierte bei Jean-Luc Godard, schrieb Drehbücher und gründete 1964 seine Produktionsgesellschaft „Les Films du Losange“, die bis 1976 alle Filme von Eric Rohmer, sowie Arbeiten von Jacques Rivette, Wim Wenders („Der amerikanische Freund„) und Rainer Werner Fassbinder („Chinesisches Roulette„) finanzierte oder coproduzierte. Schroeder debütierte 1969 mit „More“, eine Hippie- und Drogen-Story mit Mimsy Farmer, als Regisseur, arrangierte um die voluminöse Andrea Ferreol („Das große Fressen“) die erotische Domina-Geschichte „Maitresse“. 1976 kam sein groteskes Porträt des Diktators von Uganda, General Idi Amin, in die Kinos, und mit „Tricheurs - Die Spieler“ inszenierte er 1983 einen Film aus dem Milieu leidenschaftlicher Zocker (mit Jacques Dutronc). 1987, Schroeder hatte den Schriftsteller Charles Bukowski kennen gelernt, ging er in die USA, drehte erst ein TV-Video über den Autor und dann den Trinkerfilm „Barfly“, der sich aus Motiven aus dem Leben und der Penner- und Säuferwelt des Autors speist. Obwohl der Film in den USA unerwünscht war, konnte ihn Schroeder in 32 Tagen drehen und rechtzeitig in Cannes vorstellen. Sein Society-Thriller „Die Geschichte der Sunny von B.“ (1990), der die authentische Story um den Lebemann Claus von Bulöw (Jeremy Irons) und dessen im Koma liegender Frau Sunny (Glenn Close) - möglicherweise von ihrem Mann in diesen Zustand gebracht - und den folgenden Prozess rekonstruiert, brachte Irons den „Oscar“ als bester Hauptdarsteller. Ein Welterfolg wurde „Weiblich, ledig, jung sucht…“ (1992), in dem Bridget Fonda von der Mitbewohnerin ihres Luxusappartements (Jennifer Jason Leigh) um die Identität und beinahe ums Leben gebracht wird. Der sorgfältige Aufbau des Suspense in diesem Thriller ist mustergültige Spannungsdramaturgie. „Kiss of Death“ wurde 1994 das Remake eines berühmten Film Noir von 1947, in dem ein irischer Kleingauner (David Caruso) dem Milieu zu entkommen glaubt, aber doch zwischen die Fronten von Polizei und der von Nicolas Cage angeführten Gangstergruppe gerät. „Davor und danach“ (1996) erzählt von einem Teenager unter Mordverdacht, was seine Familie an den Rand der Auflösung bringt. „Desperate Measures“ (1997) ist ein in einer einzigen Nacht in einem Krankenhaus spielender Thriller um einen Polizisten (Andy Garcia), der für seinen an Leukämie erkrankten Sohn einen Blutspender benötigt, einen verurteilten Mörder (Michael Keaton) ausfindig macht und in die Zwickmühle gerät, den fliehenden Mörder gleichzeitig verfolgen und schützen zu müssen. Sackgassensituationen wie diese ziehen sich durch Schroeders Gesamtwerk, zu dem in seinem distanzierten und hyperrealen Inszenierungsstil die interessantesten Thriller der 90er Jahre zählen. 2002 bestätigte Schroeder seinen Weltruf einmal mehr mit der Hitchcock-Hommage „Mord nach Plan„, in der Sandra Bullock das von zwei Teenagern perfekt geplante Verbrechen aufklärt.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

  • Kunst und Glamour in Cannes

    Kunst und Glamour in Cannes

    Quentin Tarantino, Fatih Akin und Angelina Jolie sind in aller Munde, wenn die Filmwelt ab 16. Mai beim glanzvollen Festival de Cannes Hof hält.

    Ehemalige BEM-Accounts  

Wird oft zusammen gesucht

Kommentare

  1. Startseite
  2. Beliebteste Stars
  3. Barbet Schroeder