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Leben & Werk

Einmal mehr bewies Arista-Chef L.A. Reid ein Auge für Talente - und machte die junge Kanadierin Avril Lavigne zum Weltstar, noch bevor sie offiziell Alkohol trinken durfte. Viel Zeit hatte Avril Lavigne nicht, um sich an ihre Rolle als Teen-Pop-Superstar zu gewöhnen. Schließlich fand sich die damals 17-Jährige schon mit ihrer Debütsingle „Complicated“ plötzlich an der Spitze der US-Charts wieder.

Geboren wurde Avril Lavigne in der kanadischen 5000-Seelen-Gemeinde Napanee als mittleres von drei Kindern. Schon früh zeigte sich ihr musikalisches Talent. Sie lernte Gitarre, sang im örtlichen Kirchenchor, nahm an Talentwettbewerben teil und trat bei Country-Messen auf. Bei einem Auftritt in New York entdeckte sie Arista-Chef Antonia „L.A.“ Reid, der kurz zuvor bereits mit Pink einen weiblichen Superstar geschaffen hatte, und nahm die damals 16-Jährige unter Vertrag. Avril Lavigne packte ihre Koffer und siedelte nach Manhattan um, wo sie mit einem Stab hochkarätiger Songwriter und Produzenten die Arbeit an ihrem Debütalbum aufnahm.

Doch der Ideenfluss wollte nicht recht in Gang kommen, und so veranlasste Reid kurzerhand einen Ortswechsel und schickte die Sängerin ans andere Ende der USA. In Los Angeles begegnete sie dem renommierten Songwriter Cliff Magness (u.a. Celine Dion, Wilson Phillips, Sheena Easton), mit dem die Chemie augenblicklich stimmte. Unterstützt wurden die beiden von dem aufstrebenden Produzententeam The Matrix. Die Konstellation funktionierte, und die Songs sprudelten förmlich, bis bald darauf das Debütalbum „Let Go“ im Kasten war. Nachdem Lavigne einen Vertrag mit dem Managment-Imperium Nettwerk, das unter anderem Superstars wie Dido, Coldplay und Sarah McLachlan zu seinen Klienten zählt, abgeschlossen hatte, stand dem rasanten Aufstieg zum neuen Superstar der Teen-Pop-Welt nichts mehr im Wege.

Und der Plan ging tadellos auf: Ihre Debütsingle „Complicated“ schoss Anfang 2002 an die Spitze der US-Charts, das Debütalbum „Let Go“ verkaufte sich in der Folge über 14 Millionen mal und wurde fünfmal mit Platin ausgezeichnet. In Deutschland gelangte die Single bis auf Rang drei, „Let Go“ debütierte auf Platz zwei und erreichte Platinstatus.

Nach ihrem triumphalen Debütjahr in der internationalen Popszene sollte es 2003 in gleichem Tempo weitergehen: Zu Jahresbeginn räumte die Sängerin zunächst die wichtigsten internationalen Musikpreise ab, darunter den Grammy, den Echo, den kanadischen Juno Award und den MTV Video Music Award, und ging dann mit ihrer juvenilen Bubenrockband auf ausgedehnte Tour. Nach Hitsingles wie dem schmissigen Punkrock-Knaller „Sk8er Boi“ und der Power-Ballade „I’m With You“ veröffentlichte Avril Lavigne im November mit „My World“ ihre erste DVD, die in Deutschland Rang 46 erreichte.

Für die Arbeiten an ihrem zweiten Album wechselte die Sängerin ihr Songwriter- und Produzenten-Team komplett aus. Ihre Hauptverbündete wurde die kanadische Sängerin und Songwriterin Chantal Kreviazuk werden, mit der sie in Rekordzeit zwölf Stücke für Album Nummer zwei, „Under My Skin“, schrieb. Dazu zog Lavigne sogar für einige Zeit in Kreviazuks Haus in Malibu ein, wo sie genug Ruhe und Abstand vom weltweiten Medienrummel fand. Weitere Tracks schrieb die Sängerin zusammen mit ihrem Gitarristen Evan Taubenfeld und dem ehemaligen Evanescence-Chef Ben Moody. Trotz des runderneuerten Teams blieb sich Lavigne auch auf dem Nachfolger ihres fulminanten Debütalbums musikalisch weitgehend treu und präsentierte bereits mit der ersten Single „Don’t Tell Me“ einen gewohnt griffigen Radiopopsong, der ebenso gut auf dem Debüt hätte vertreten sein können. Die Fans goutierten die stilistische Stringenz und beförderten das Album erneut weltweit an die Chartsspitzen. In Deutschland übernahm „Under My Skin“ im Frühjar 2004 direkt die Führung und sollte erst nach einigen Wochen die Top Ten wieder verlassen.

Auf „Under My Skin“ verarbeitete Avril Lavigne hauptsächlich die Erfahrungen, die sie in den vorangegangenen zwei Jahren gemacht hatte: „Ich habe einiges durchgemacht“, erklärte die Sängerin im Rückblick auf ihre steile Karriere: „Ich habe sehr viel gelernt und ebenso viel Gutes wie Schlechtes erfahren. Die Songs auf ‚Under My Skin‘ drehen sich um all das, und jeder einzelne bedeutet mir sehr viel“. Ihr Bemühen, bei all dem Medienrummel und den gigantischen Verkaufserfolgen auf dem Boden zu bleiben, beweist Avril Lavigne in ihrer bemerkenswert simplen Selbsteinschätzung: „Grundsätzlich bin ich einfach nur ein Mädchen, das gerne schreibt, gerne abrockt und das sich wünscht, dass die Musik für immer ein Teil seines Lebens bleibt.“ Auch von etwas anderem wünschte sich das Mädchen, dass es für immer Teil ihres Lebens bleiben sollte: Nämlich von Deryck Jayson Whibley, Sänger der Pop-Punk-Formation Sum 41, den sie im Juli 2006 heiratete. Nach dem rauschenden Fest ging es direkt wieder an die Studioarbeit, wo das dritte Album „The Best Damn Thing“ entstand, das im Frühjahr 2007 erschien.

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