Ava Gardner

Ava Gardner

Leben & Werk

Anfang der 40er-Jahre schickte sie einfach einige Privatfotos nach Hollywood – und wurde vom Fleck weg engagiert. Die mit ihren langen dunkelbraunen Haaren wie eine südländische Schönheit wirkende Ava Gardner (1922-1990) gehörte knapp zwei Jahrzehnte zu den Männerträumen und wurde in den 50ern “schönste Frau der Welt” genannt. Ihre Rollen starker Frauen mit erotischer Ausstrahlung in exotischer Umgebung verstärkten den Eindruck. Eine “Oscar”-Nominierung erhielt sie als Afrika-Abenteurerin in John Fords “Mogambo”, eine Variation ihrer Rolle aus “Schnee am Kilimandscharo“. Cineasten ist sie vor allem als die selbstzerstörerische Schauspielerin Maria Vargas in Joseph L. Mankiewicz’ “Die barfüßige Gräfin” ein Begriff. Gardner passte als verruchte, zügellose und erotomane Frau in Melodramen (“Die nackte Maja”, “Pandora und der fliegende Holländer”) ebenso wie in Musicals (die Spielerin Julie in “Showboat”), Ritterfilmen (“Die Ritter der Tafelrunde”) oder Monumentalfilmen (“55 Tage in Peking“) und hatte eine ihrer besten Rollen als britisch-indische Frau zwischen den Fronten in “Knotenpunkt Bhowani”. Zwischen Strandboys, Alkohol und mit ihren sexuellen Eskapaden die Hippies der späten 60er vorwegnehmender lebensgieriger Frau bewegt sie sich in “Die Nacht des Leguan” von John Huston, für den sie in dem Western “Das war Roy Bean” triumphierend die Saloon-Sängerin Lily Langtry spielte. Gardner lebte ab Ende der 50er in Europa, erst in Spanien, dann in London und trat ab den 70ern nur noch sporadisch in Film (“Erdbeben”) und Fernsehen (Serie “Falcon Crest“) auf. Mit ihrer Gier nach Luxus schlug sie drei Ehemänner – den kleinwüchsigen Mickey Rooney, den Bandleader Artie Shaw und Frank Sinatra, mit dem sie sich geprügelt haben soll – in die Flucht. 1990 erschienen posthum ihre Memoiren.

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