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Audie Murphy

Schauspieler • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Amerikanischer Filmschauspieler. Höchstdekorierter US-Soldat des Zweiten Weltkriegs und echter Kriegsheld, gehörte Audie Murphy zu den B-Movie-Helden der 50er-Jahre und spielte für Universal in rund 40 Western den Outlaw, Rancher, Sheriff oder Soldat. Er verkörperte Billy the Kid und Jesse James. Ein reizvoller Kontrast entstand durch Murphys jugendliches Aussehen („Ich sah immer 15 Jahre jünger aus als in Wirklichkeit“) auf der einen Seite und sein mutiges Verhalten auf der anderen. Kritiker warfen Murphy fehlendes Talent vor, weil man auf Method Acting stand. Heute wirken seine Darstellungen natürlich, realistisch und mit ironischem Understatement, das aus Murphys angeborener Schüchternheit resultiert.

Audie Leon Murphy wurde 1924 als Sohn armer Baumwollpflücker in Texas geboren und wollte früh zum Militär, wurde wegen seiner zunächst aber Jugend abgewiesen. Als man ihn 1942 verpflichtete, wurde er an den europäischen Kriegsschauplatz kommandiert, wo er drei Jahre kämpfte. Europäische Orden eingerechnet, wurde er 33 Mal, darunter mit der höchsten Auszeichnung überhaupt, der Ehrenmedaille des Kongresses, dekoriert. Zu Murphys bestätigten Heldentaten gehört das Entern eines brennenden Panzerwagens, von dem aus er mit der MG angreifende Gegner bestrich. 1949 schrieb Murphy seine Autobiographie „To Hell and Back“, die 1955 mit ihm in der Hauptrolle verfilmt wurde: Der Kriegsfilm „Zur Hölle und zurück“ hielt bis 1976 den US-Kassenrekord und wurde erst von „Der weiße Hai“ abgelöst.

Nach dem Krieg arbeitete Murphy als Vertragsschauspieler bei Universal, war ein idealer Billy the Kid in „The Kid from Texas“ (1950) und glänzte als Soldat, der im Bürgerkriegswestern „Die rote Tapferkeitsmedaille“ (1951) seine Angst überwindet. John Hustons Film, der wegen Produktionsschwierigkeiten unter einem schlechten Stern stand, ist heute ein Klassiker. Zu Murphys Western gehören „Flucht vor dem Tode“ (1952), „Destry räumt auf“ (1954; Remake der Western-Komödie „Der große Bluff“, 1939), „Das Fort der mutigen Frauen“ (1954), „Die Uhr ist abgelaufen“ (1957, als James Stewarts jüngerer Bruder), „Auf der Kugel stand kein Name“ und „Der weiße Teufel von Arkansas“ (1958), „Denen man nicht vergibt“ (1960, von Huston) und „Gewehre zum Apachen-Pass“ (1967). Sein letzter Film und der letzte Western von Regisseur Budd Boetticher wurde „Zeit zum Sterben“ (1969), wo Murphy den gealterten Jesse James spielt, den er als jungen Outlaw 1950 in „Kansas Raiders - Reiter ohne Gnade“ verkörpert hatte.

Murphy war außer in Western in Abenteuerfilmen (Don Siegels „Strich durch die Rechnung“, 1958, Remake von Howard Hawks‘ Bogart-Bacall-Film „Haben und Nichthaben„, 1944) und in Joseph L. Mankiewicz‘ Politthriller „Vier Pfeifen Opium“ (1957; Remake 2003 mit Michael Caine als „Der stille Amerikaner„) zu sehen, wo seine unprätentiös lakonische Art der Darstellung angenehm auffällt.

Murphy war 1949/1950 mit der Schauspielerin Wanda Hendrix verheiratet, die von posttraumatischem Stress, Albträumen und dem 45er Colt unter dem Kopfkissen berichtete. Von 1951 bis zu seinem Tod war Murphy mit Pamela Archer, mit der er zwei Söhne hatte, verheiratet. Als Rancher in Texas, Arizona und Kalifornien ging Murphy 1968 bankrott. Er setzte sich für Belange von Vietnamkriegs-Heimkehrern ein. Murphy starb 1971 bei einem Flugzeugabsturz in Virginia und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt. Sein Grab gehört nach dem von Präsident John F. Kennedy zu den meistbesuchten Gedenkstätten.

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