Aus für „Rambo V“: Die Würde seines Helden ist Sylvester Stallone wichtiger als klingelnde Kinokassen. Er erklärt die „Rambo“-Ära „zu 99%“ für beendet.

Müder Krieger! Sylvester Stallone gönnt seinem "John Rambo" aber noch eine deftige Abschiedsrede Bild: Warner

„Gebt den Job meinem Kumpel hier – er spielt so gern im Dschungel!“ Arnold Schwarzenegger kippt in „Expendables“ einen Eimer Ironie über Sylvester Stallone aus und der quittiert das mit einem trockenen „Stimmt.“ Nein, stimmt nicht mehr! Stallone wird den ursprünglich für 2011 geplanten „Rambo V: The Savage Hunt“ nicht drehen. Er wird überhaupt keinen „Rambo“ mehr drehen – er schickt den Action-Veteranen in Rente.

„Ich denke, Rambo hat es hinter sich, da kommt nichts mehr. Ich bin zu 99 Prozent sicher.“ teilte Sylvester Stallone in einem Interview mit. Das ist erstaunlich, denn 2008 machte der kompromisslos brutale vierte Teil, „John Rambo„, 113 Millionen Dollar allein an den Kinokassen. Aber dem Superstar geht es nicht ums Geld, sondern um Rambos Würde.

Sylvester Stallone: „Rambo hält sein Leben für Verschwendung“

„Ich bin sehr glücklich mit der Episode in Burma“, sagt Sylvester Stallone über „John Rambo„. Ich wollte zeigen, wie unmenschlich Bürgerkrieg ist. Ein weiterer Film ließe Rambo wie einen Söldner aussehen und dieses Missverständnis möchte ich ihm ersparen.“ Anfang September bringt Sylvester Stallone zusammen mit Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis, Jason Statham, Jet Li, Mickey Rourke und anderen Altstars die Söldner-Ballade „The Expendables“ auf die Leinwand. Das befürchtete Mißverständnis wäre danach kaum zu vermeiden.

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Aber einen großen Auftritt bekommt der Haudegen noch: Sylvester Stallone feilt gerade an einem 12 Minuten längeren Director’s Cut von „John Rambo„: „Am Anfang des Filmes hält Rambo einen Monolog gegenüber Julie Benz,“ verrät Stallone. Darin erklärt er, warum sein Leben eine einzige Entäuschung ist. Krieg sei etwas was ganz Natürliches und Frieden dagegen nur ein Zufall. Er denkt, er hat sein Leben verschwendet. Es ist wichtig, dass die Menschen das zu hören bekommen.“

Zum Abschied vergießt Rambo also bittere Tränen statt Blut. Die Story von „Rambo V: The Savage Hunt“ war zuletzt als Mix aus „Universal Soldier“ und „Far Cry“ geplant: Gehirnmanipulierte Kampfmaschinen des US-Militärs entfleuchen in die Wälder Nordamerikas und „John Rambo“ sollte sie aufspüren. Sylvester Stallone erspart es ihm (und uns). Was jetzt im Dickicht knackt, ist wirklich morsches Holz und nicht das Knie von John Rambo. Zu 99 Prozent …

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