Der US-Kinosommer steht vor der Tür und mit ihm die größten Popcornfilme des Jahres. Doch auch bei großen Namen und erfolgreichen Filmthemen - der Erfolg solcher Blockbuster ist lange nicht vorprogrammiert.

Auch Blockbuster wie "The Dark Knight Rises" bergen für Studios ihre Risiken.

Die Sommersaison in den US-Kinos ist nicht unbedingt bekannt dafür, dass die Filmstudios große Risiken eingehen. Vielmehr ist die Zeit von Anfang Mai bis Anfang September, in der die Kids ihre dreimonatigen Sommerferien zu Hause verbringen, bekannt als Hochzeit des Popcornkinos: In diesen Monaten fährt Hollywood traditionell die höchsten Umsätze ein. Entsprechend werden die Filme auch geplant: Nur das Aufwendigste und Spektakulärste, vorwiegend bewährte Filmreihen und zugkräftige Namen. In keiner Saison des Jahres laufen so viele Produktionen mit einem Budget von jeweils mehr als 100 Mio. Dollar in kurzen Abständen vom Stapel. Dass man sich da möglichst keine Fehltritte erlauben darf, liegt im Wesen des Geschäfts.

Comeback für die "Men In Black". Aber treffen Alien-Agenten noch Zeitgeist und Humor?

Und doch kann man sich im Sommer 2012 des Eindrucks nicht erwehren, dass die Studios größere Wagnisse eingehen als in den letzten Jahren - und das gerade auch bei den vermeintlich größten Namen. Der Sommer 2012 dient auch dazu, die Weichen für die nächsten Jahre zu stellen. Und deshalb versucht man die Quadratur des Kreises, den Spagat zwischen sicherem Blockbuster im Hier und Jetzt und aussichtsreicher Marke für die kommenden Jahre. Beispiele gefällig? Sony bringt „Men in Black“ zurück, mit Umsatzgarant Will Smith in der Hauptrolle; die beiden ersten Filme der Reihe haben gemeinsam weltweit mehr als eine Mrd. Dollar umgesetzt. Aber der zweite Teil liegt bereits zehn Jahre zurück; und auch Will Smith war drei Jahre nicht mehr im Kino zu sehen. Insofern ist es durchaus ein Wagnis, mit mehr als 200 Mio. Dollar auf die Alien-Agenten zu setzen.

Oder „Prometheus - Dunkle Zeichen„, Fox‘ großes Realfilmschlachtschiff des Sommers: Ridley Scotts Rückkehr zur Science-Fiction verfügt über eine beeindruckende Besetzung, herausragende Trailer und die Aussicht auf die Vorgeschichte, die zu Scotts „Alien“ führt. Doch auch dieser Klassiker liegt knapp 35 Jahre zurück; „Prometheus“ ist kein eingeführter Titel, und womöglich ist die im Grunde lobenswerte Tatsache, dass die Story des Films weiterhin ein Mysterium ist, auch etwas, das die Kinogänger zögern lassen könnte.

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