Batmans viele Gesichter

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Als kleiner Junge musste er mitansehen, wie seine Eltern erschossen wurden. Damals schwor Bruce Wayne, dass er eines Tages die Bürger von Gotham City beschützen würde. Er wählte eine düstere Verkleidung und begann ein aufregendes Doppelleben.

Sechs Schauspieler versuchten bereits ihr Glück im Fledermaus-Outfit Bild: Warner

Lewis Wilson

Seinen ersten Auftritt hatte Batman 1939 in einem Detektiv-Comic. Zu Beginn tötete er seine Feinde, doch schon bald wurde er zu einem edlen Helden, der auch den fiesesten Bösewicht am Leben lässt. Ein Jahr später hatte der Flattermann sein eigenes Heft.

In Tim Burtons "Batman" räumt der Held seine Feinde ohne Rücksicht aus dem Weg Bild: Warner

Pyjama-Boy mit Spitzohren

Der erste Schauspieler, der Batman verkörperte, war Lewis Wilson. 1943 gab er in der Serie „The Batman“ 15 Folgen lang den maskierten Retter und brachte ihn mit „Batman und Robin“ ins Kino. Obwohl sein Kostüm im Vergleich zu den modernen Batman-Outfits eher an einen Turnanzug erinnert, verlieh er sowohl dem Playboy Wayne als auch dem geheimnisvollen Batman Profil.

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Sechs Jahre später kehrte der Comic-Held in die Welt der TV-Serien zurück, dieses Mal gespielt von Robert Lowery. 1966 setzte dann Adam West als Batman einen Meilenstein und führte bezeichnende Begriffe wie „Bam“, „Biff“ und „Pow“ ein: Wie im Comic tauchten auch in Film Sprechblasen auf, in denen handgreifliche Auseinandersetzungen untermalt wurden. Lange Zeit war West der Parade-Batman, er lieh dem Fledermaus-Mann auch im Zeichentrick seine Stimme und nahm die Figur in dem Spielfilm „Batman hält die Welt in Atem“ auf die Schippe. Adam selbst pflegte zu sagen: „Ich bin mit dem Umhang verheiratet“.

Sexy Catwoman Michelle Pfeiffer verdreht in "Batmans Rückkehr" nicht nur dem schwarzen Rächer den Kopf Bild: Quelle

Batmania in den USA

Ende der 80er beschloss Tim Burton, dass es an der Zeit war, den schwarzen Rächer über die große Leinwand flattern zu lassen. Der „Beetlejuice„-Regisseur besetzte Michael Keaton als leicht neurotischen Bruce und kompromisslosen Batman.

Der Actionfilm wurde in den USA ein Kassenschlager und löste eine regelrechte „Batmania“ aus. Während es Keaton in seinem ersten Abenteuer mit Jack Nicholson als genial-diabolischem Joker aufnahm und mit Kim Basinger als Vicky Vale flirtete, bekam er es in „Batmans Rückkehr“ mit Danny DeVitos hinterhältigem Pinguin und Michelle Pfeiffers zwielichtiger Catwoman zu tun.

Genialer Bösewicht: Jack Nicholson als Joker Bild: Warner

Nichts für den Hollywood-Mainstream

Mit seinem zweiten Batman-Blockbuster übertraf sich Tim Burton 1992 selbst. Er zeichnete den Kosmos seiner von Neurosen und Schizophrenie geplagten Hauptfiguren noch witziger, temporeicher und vor allem noch fantastischer als in „Batman“.

Trotz des Erfolgs von Burtons „Batman“-Filmen, wollten die Produzenten nicht ein weiteres Mal auf die bizarren Fantasien des Ausnahmeregisseurs setzen und engagierten Joel Schumacher, der bereits mit „Falling Down“ und „Der Klient“ den Massengeschmack getroffen hatte.

Gleich zwei Schurken machen dem Helden in "Batman Forever" das Leben schwer: Tommy Lee Jones als "Two Face" und Jim Carrey als "Riddler" Bild: Warner

Rundum erneuert

Für Schumachers knallbunten „Batman Forever“ musste Michael Keaton das Cape an Val Kilmer abtreten, der aus dem dunklen Ritter einen rasanten Actionhelden machte. Joel Schumacher peppte nicht nur das Auftreten von Batman auf, auch das Fledermaus-Outfit, das Batmobil, sogar die Bat-Höhle sind modischer und dynamischer gestylet.

Außerdem musste sich der Flattermann dieses Mal gleich um zwei Gegenspieler kümmern: den gemeinen Two-Face (Tommy Lee Jones) und den durchgeknallten Riddler (Jim Carrey). Allerdings stand ihm dabei Robin (Chris O’Donnell) tatkräftig zur Seite und Nicole Kidman sorgte als heiße Kriminalpsychologin für das entsprechende Herzklopfen bei Master Wayne.

Das Dreigespann in "Batman und Robin" konnte nicht die Gunst aller Fans gewinnen Bild: Warner

Die Fledermaus zum vierten

Mit „Batman Forever“ hatte der uramerikanische Comic-Held endlich auch Einzug in die deutschen Kinocharts erhalten und ein Jahr später stand schon Schumachers nächstes farbenfrohes Spektakel an.

Wegen „künstlerischen Differenzen“ hatten Schumacher und Kilmer ihre Zusammenarbeit beendet, für „Batman & Robin“ musste ein neuer Star her. Der Regisseur wurde durch ein Zeitschriften-Cover auf „ER„-Doc Clooney aufmerksam. Er zeichnete die Batman-Maske darauf, war mit den Resultat mehr als zufrieden und hatte seinen neuen Flattermann.

Doch nicht so böse: Arnold Schwarzenegger als Mr. Freeze in "Batman und Robin" Bild: Warner

Clooney macht die Flatter

Doch George Clooney kam als flapsiger Gotham-Beschützer nicht bei allen Batman-Fans gut an. Daran konnte auch Verstärkung in Gestalt von Chris O’Donnell und Alicia Silverstone nichts ändern. Zusammen kämpften Batman, Robin und Batgirl gegen den rachsüchtigen Wissenschaftler Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger) und die giftige Öko-Amazone Poison Ivy (Uma Thurman).

Acht Jahre später verkörpert jetzt Christian Bale Batman und Bruce. Der 31-Jährige ist der jüngste Darsteller der Comic-Figur. „Einer der Gründe für die Besetzung von Bale ist, dass wir es hier mit der Entstehungsgeschichte des Rächers zu tun haben“, erklärt „Memento „-Regisseur Christopher Nolan. „Die Aufgabe bestand darin, die psychologische Entwicklung von Bruce Wayne als Jugendlichem bis hin zu Batman zu zeigen.“

Der neue und düstere Batman: Christian Bale Bild: Warner

Von Batman zu Batman

Der neue Batman hat sich im Vorfeld Rat bei seinen Vorgängern geholt. „Anfang September kann ein Batsuit die Hölle sein“, warnte George Clooney. Und Adam West gab folgenden Tipp: „Pass immer auf dein Cape auf, vor allem wenn du die Toilettenspülung betätigst.“

Viele Gags wird es in „Batman Begins“ allerdings nicht geben. Laut Christian Bale ist der neue Film viel düsterer als alle anderen: „Batman ist kein Ritter in goldener Rüstung, denn er will Rache. Und er ringt andauernd mit sich selbst, weil er nicht will, dass ihm das Ganze Spaß macht.“

Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Sehen Sie selbst, wie der neue Batman ist…

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