Antonio Banderas

Schauspieler • Producer • Sprecher • Regisseur
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Leben & Werk

Mit seiner Tollkühnheit, Artistik und eleganten Körpersprache als Degen schwingender, glutvoller und von mitreißender Spielfreude geprägter Rächer der Enterbten in „Die Maske des Zorro“ fand Antonio Banderas nicht nur die ideale Rolle, sondern wurde ein würdiger Nachfolger der Fairbanks & Co., die als Abenteurer den Zorro gespielt haben.

Antonio Banderas, geboren 1960 in Malaga, ist ein Latin Lover mit unzweifelhaftem Charisma, der in Action-Filmen („Desperado“) die Stunts selber ausführt und im ironischen Spiel seiner Figuren auch erfolgreich Slapstickelemente („Two Much“) einfließen lässt.

Bevor Banderas in Hollywood ein Star wurde, spielte er in Spanien Theater und in beinahe allen Filmen seines Entdeckers Pedro Almodóvar seit „Labyrinth der Leidenschaften„. Banderas ist das Liebesobjekt von Männern und Frauen in den stilisierten Melodramen Almodóvars („Das Gesetz der Begierde“) und konnte sich als Entführer einer Filmschauspielerin (Victoria Abril) in „Fessle mich!“ ganz nach oben spielen.

Zwar trat Banderas auch in Filmen anderer spanischer Regisseure auf, aber er begann ab 1991 mit „Mambo Kings“ eine sorgsam angegangene internationale Karriere („Das Geisterhaus“) und US-Laufbahn, die mit wachsender Sprachkenntnis von Nebenrollen (Tom Hanks‘ Geliebter in „Philadelphia“) zu auf ihn zugeschnittenen Hauptrollen („Desperado“, „Assassins“, wo er als Killer Sylvester Stallone an die Wand spielte, „Miami Raphsody“) führte und mit dem „Zorro“ an der Seite von Catherine Zeta-Jones einen ersten Höhepunkt erfuhr.

Als erfolgreich erwies sich Banderas‘ Zusammenarbeit mit dem Regisseur Robert Rodriguez, für den er als Pistolen schwingender El Mariachi in „Desperado“ und der Fortsetzung „Irgendwann in Mexiko“ sowie als Ex-Agent und Familienvater der „Spy Kids“-Reihe vor der Kamera stand.

Daneben bekommt es Banderas in seinen Rollen immer wieder mit ebenso hinreißenden wie durchtriebenen Frauen zu tun: In „Original Sin“ verfällt er als kubanischer Plantagen-Besitzer seiner aus Amerika importierten Braut (Angelina Jolie), die mit seinem Vermögen durchbrennt, in „Ballistic: Ecks vs. Sever“ muss er sich mit der zweibeinigen Killermaschine und Ex-Kollegin Sever (Lucy Liu) zusammenraufen, um einem verbrecherischen Tycoon das Handwerk zu legen, und in Brian De Palmas Film noir „Femme Fatale“ ist er als Paparazzo-Fotograf in Paris den Reizen einer gesuchten Diebin (Rebecca Romijn-Stamos) ausgesetzt.

Und natürlich Zeta-Jones, die in der „Zorro“-Fortsetzung „Die Legende des Zorro“ recht unzufrieden mit dem Verhalten ihres Gemahls ist, kurzerhand die Scheidung einreicht und einem Franzosen zugeneigt zu sein scheint, weshalb Banderas einiges daran setzen muss, sie wieder zu gewinnen.

1999 erhielt Banderas für seinen europäischen Beitrag zum Weltkino den Europäischen Filmpreis. Ebenfalls 1999 inszenierte er seinen Debütfilm „Verrückt in Alabama„, in dem seine Ehefrau Melanie Griffith die Hauptrolle spielte.

Antonio Banderas Leidenschaft zum Tanz war 2006 die ideale Voraussetzung für die Rolle des Tanzlehrers in „Dance! Jeder Traum beginnt mit dem ersten Schritt„, der sich um vernachlässigte Kids bemüht. An der Seite von Jennifer Lopez versuchte er im Thriller „Bordertown“ die Hintergründe einer Mordserie an jungen Frauen in Nordmexiko aufzudecken, und auch seine zweite Regiearbeit „El Camino de Los Ingleses“ fand auf der Berlinale 2007 Beachtung. Die Jury überreichte ihm dafür den Preis von Label Europa Cinemas. Der Schauspieler spielte neben Meg Ryan in der Action-Komödie „Eine Affäre Undercover“ unter der Regie von George Gallo.

Banderas wirbelte durch Woody Allens Liebesreigen „Ich sehe den Mann Deiner Träume“ und bekommt demnächst als englische Stimme (deutsch: Benno Fürmann) des Gestiefelten Katers aus den „Shrek„-Filmen einen ganz eigenen Film um das beliebte Fellknäuel.

Für seinen Mentor Pedro Almodóvar spielt Banderas aktuell im Drama „Die Haut, in der ich wohne“ einen obsessiven Schonheitschirurgen.

Besondere Ehre kam Antonio Banderas auf dem Filmfest in San Sebastián zuteil, als er für seine herausragenden Verdienste in der Filmbranche mit dem „Donostia“-Ehrenpreis ausgezeichnet wurde.

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