Antoine Chappey

Schauspieler
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Leben & Werk

Solide, diskret und subtil, gehört Antoine Chappey zu den Nebendarstellern in Frankreich, die durch ihre Präsenz tragende tragende Säulen ihrer Filme sind. Chappey verbirgt sein Gefühlsleben, ist der loyale und integre Mann in Familie, Freundeskreis und Beruf. Seit seinem Debüt 1989 hat er in siebzig Filmen gespielt, und es ist eine merkwürdige Ironie, dass er erst 2000 von der European Film Promotion als Shooting Star des Jahres vorgestellt wurde, denn in seiner Heimat war er längst ein Begriff.

Antoine Chappey spielt Familienväter, Ärzte, Musiker, Autokäufer, Anhalter, Agenten, Polizisten, Soldaten, Nachbarn und Zimmermänner, die ganze Palette des durchschnittlichen französischen Bürgertums, nicht das Großbürgertum mit seinem diskreten Charme, er spielt mit rauem Charme die lebensnaheren Charaktere. Ihn sieht man nicht bei Claude Sautet oder Claude Chabrol, er gehört in die Filme von Cédric Klapisch, wo er in „Jeder sucht sein Kätzchen“ einen Betrunkenen spielt, oder ins Polizeirevier des zweiten Arrondissements von Paris, wo er in Xavier Beauvois‘ „Eine fatale Entscheidung“ (2004) der erfahrene ältere Kollege des Neulings und „kleinen Leutnants“ Jalil Lespert ist. Oder er ist der illusionslose aber verständnisvolle Colonel, der in Rachid Boucharebs Meisterwerk „Indigènes“ (Cannes 2006) die Befehle für die Einsätze der maghrebinischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg gibt.

Antoine Chappey war im Privatleben Antiquariatsbuchhändler (bouquiniste) und Bassist, und in genau dieser Rolle eines Musikers gab er 1989 in „Mona et moi“ sein Spielfilmdebüt. Für Klapisch stand er mehrfach vor der Kamera, zuerst 1992 in „Riens du tout - Kleine Fische, große Fische“ als Angestellter eines Kaufhauses, der den schönen Satz „Ich durchlebe gerade eine Phase sexuellen Elends“ von sich gibt, dann als Betrunkener in der Paris-Odyssee „Jeder sucht sein Kätzchen“ (1994) und in der Familientragikomödie „Typisch Familie!“ (1996), deren Vorlage und Drehbuch vom Paar Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri stammt. Chappey spielte für Claire Denis („Ich kann nicht schlafen„), Francois Ozon („5 x 2“) und war der ältere Bruder von Benoit Magimel in „Die Frau des Chefs“. Er spielte zwei Mal für den großen Altmeister des portugiesischen Films, Manoel de Oliveira: als Agent des Theaterschauspielers (Michel Piccoli) in „Ich geh‘ nach Hause“ und als Ehemann in „Der Brief“. Chappey war als Sportreporter der Liebhaber der Anwältin (Ornella Muti) in Lucas Belvaux‘ fantasievoller Beziehungsposse „Pour rire! - Liebe, Rache usw.“ (1997) und als Schreiner und Zimmermann der Schwager von Sophie Marceau in „A ce soir“ (2003).

Antoine Chappey ist mit der Schauspielerin Maryline Canto liiert, mit der er in Dominique Cabréras „Milch der Zärtlichkeit“ (2001) spielte.

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