Annemarie Düringer

Schauspieler
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Leben & Werk

Schweizer Schauspielerin. Vor allem als Theaterschauspielerin ein Begriff und über sechzig Jahre festes Mitglied des Ensembles des Wiener Burgtheaters. Annemarie Düringer spielte aber auch in rund 40 Kino- und TV-Filmen tragende Nebenrollen, meist als strenge, prinzipientreue und pflichtbewusste Ehefrau und Mutter. Einen frühen Erfolg errang sie als mit dem Bundesfilmpreis 1957 ausgezeichnete Assistentin des Kriminalkommissars (Claus Holm) in Robert Siodmaks Klassiker „Nachts, wenn der Teufel kam“ mit Mario Adorf). Rainer Werner Fassbinder besetzte sie genial als Gangsterliebchen Cilly in drei Folgen von „Berlin Alexanderplatz“ (1980) und als ihre Patienten unter Drogen setzende Ärztin Dr. Katz in „Die Sehnsucht der Veronika Voss“ (1982). Als Frieda im Frauen-Quartett „Die Herbstzeitlosen“ (2006) hilft sie, das Leben über 80 mit einer Lingerie-Boutique im verschlafenen Emmental wieder flott zu gestalten.

Annemarie Düringer wurde 1925 in Arlesheim bei Basel als Tochter eines Kaufmanns geboren, besuchte die Handelsschule in Bern und begann ihre Ausbildung am Konservatorium in Bern. 1946 ging sie nach Paris, nahm Schauspielunterricht bei René Simon und wurde 1947 bis 49 am Reinhardt-Seminar in Wien ausgebildet. 1949 wurde sie direkt vom Wiener Burgtheater übernommen, erhielt 1963 den Titel Kammerschauspielerin und war seit 2001 Doyenne des Ensembles. Düringer arbeitete mit Regisseuren wie Walter Felsenstein, Leopold Lindtberg, Bernhard Wicki, Peter Zadek und Thomas Langhoff und spielte klassische und moderne Rolle in Stücken von Shakespeare, Schiller, Brecht, Ibsen, Miller, Gombrowicz, Beckett, Pinter und Thomas Bernhard. Sie spielte in Berlin am Schillertheater und im Theater am Kürfürstendamm, bei den Salzburger Festspielen, an den Münchner Kammerspielen und beim Bayerischen Staatsschauspiel. 1974 erhielt sie die Schweizer Hans-Seidler-Medaille, seit 2000 war sie Trägerin des Alma-Seidler-Rings (weibliches Pendant zum Iffland-Ring).

Annemarie Düringer debütierte 1953 in Ernst Marischkas Militärkomödie „Feldherrnhügel“ und „Du bist die Welt für mich“ (Bio von Richard Tauber) und war in den 1950er-Jahren in Filmen wie Paul Verhoevens „Ewiger Walzer“, Falk Harnacks Widerstandsfilm „Der 20. Juli“ und neben Heinz Rühmann in „Der Lügner“ (1961) zu sehen. Sie spielte die Mutter von Isabelle Huppert in „Die Spitzenklöpplerin“ (1977), die Mutter von Manfred Zapatka in Dieter Wedels „Der große Bellheim“ (TV 1993) und die Mutter von John Malkovich in Raul Ruiz‘ Malerporträt „Klimt“ (2006). Für das Fernsehen war sie Erzherzogin Sophie im „Sissi“-Porträt „Wie eine schwarze Möwe“ (1998) und Gast in „Tatort“ (Fritz Eckart als Inspektor Marek), „Derrick“, „Die Krimistunde“ und „SoKo Kitzbühel“ (2007).

2005 wurde AnnemarieDüringer mit dem „Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien“ ausgezeichnet.

2003 gab Marie-Theres Amborn Düringers Memoiren unter dem Titel „Blitzlichter. Erinnerungen von Anemarie Düringer“ heraus.

Ein Jahr nach ihrer letzten Hauptrolle, in Bettina Oberlis „Lovely Louise“, verstarb Annemarie Düringer an ihrem 89. Geburtstag.

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