Angela Schanelec

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter
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Leben & Werk

Angela Schanelec begann ihre berufliche Laufbahn als Theaterschauspielerin, arbeitet seit Mitte der 90er-Jahre jedoch als freie Regisseurin und Drehbuchautorin. Ihre vom französischen Kino inspirierten, oft poetischen Filme wurden auf zahlreichen Festivals hoch gelobt und von der Kritik umjubelt.

Geboren wurde Angela Schanelec am 14. Februar 1962 in Aalen. Von 1982 bis 1984 absolvierte sie ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Zwischen 1984 und 1991 folgten Engagements am Schauspielhaus Köln, dem Thalia Theater Hamburg, der Schaubühne Berlin und dem Schauspielhaus Bochum. 1990 begann Angela Schanelec ein Regie-Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, das sie 1995 abschloss. Ihr erster Spielfilm „Das Glück meiner Schwester“ (1995) hatte auf dem Filmfest München Premiere und wurde unter anderem in der Sektion „Neue Deutsche Filme“ auf der Berlinale gezeigt. Angela Schanelec, die von der Kritik zur sogenannten „Berliner Schule“ gezählt wird, drehte in der Folge Filme wie „Plätze in Städten“ (1998), der in der Nebensektion „Un certain regard“ beim Film-Festival in Cannes seine Premiere feierte, „Mein langsames Leben (2001), der erstmals im Internationalen Forum des jungen Films bei der Berlinale 2001 gezeigt wurde, sowie „Marseille“ (2004), der mit dem Preis der deutschen Filmkritik für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde. 2005 gründete Angela Schanelec die Produktionsfirma „Nachmittagfilm“. 2007 hatte der Spielfilm „Nachmittag“ in Anlehnung an Tschechows „Die Möwe“ Premiere. Angela Schanelec hatte das Drehbuch geschrieben, die Regie übernommen und fungierte als Produzentin. Außerdem war sie in einer der Hauptrollen zu sehen. 2010 folgte mit „Orly“ ein weiterer Festivalerfolg. Der in der Sektion Forum der Berlinale uraufgeführte Film um verschiedene Episoden auf dem französischen Flughafen wurde beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen mit dem Filmkunstpreis in der Kategorie „Bester Film“ ausgezeichnet.

Die Filmemacherin Angela Schanelec lebt in Berlin. (ut)

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