Andrzej Bartkowiak

Regisseur • Kameramann

Leben & Werk

Vom Kameramann mit renommiertem Namen zum Regisseur verlief die Karriere des 1950 im polnischen Lodz geborenen Andrzej Bartkowiak wie ein Filmmärchen. Er studierte an der polnischen Filmhochschule, ging bereits 1972 in die USA, arbeitete dort in der Werbung und fand mit seinem dritten US-Film als Kameramann den idealen Partner in Regisseur Sidney Lumet. Für dessen justiz- und polizeikritische Kriminalfilme führte er von „Prince of the City“ (1981) bis „Jenseits der Unschuld“ (1993) elf Mal die Kamera.

Bartkowiak entwickelte mit relativ kalten Farben und natürlichen Lichtquellen einen beinahe atonalen Kamerastil, der in seiner gelegentlich metallen wirkenden Atmosphäre die Aufmerksamkeit von der Umwelt auf die handelnden Personen lenkt und die Architektur als Mitspieler begreift (Taylor Hackfords „Im Auftrag des Teufels“, mit Al Pacino und Keanu Reeves). Selbst die Kolonialsatire „A Good Man in Africa“ (von Bruce Beresford, mit Sir Sean Connery) nimmt die natürlichen Grünwerte Afrikas wesentlich zurück. Im Gegensatz dazu tauchte Bartkowiak das Barbra-Streisand-Melodram „Die Liebe hat zwei Gesichter“ in vom Weichzeichner unterstützte warme goldbraune Herbstfarben.

Nach dem Ende seiner Zusammenarbeit mit Lumet wandte sich Bartkowiak vermehrt Actionfilmen zu, so den Welterfolgen „Speed“, „Auf der Jagd“ und dem vierten Teil der „Lethal Weapon„-Reihe. Sein Regiedebüt „Romeo Must Die“ (1999), in dem Hongkongs Martial-Arts-Star Jet Li eine reizvolle Romeo-und-Julia-Geschichte inmitten eines Gangsterkriegs erlebt und seine erste US-Hauptrolle spielte, wurde einer der rasantesten Actionfilme und behielt Bartkowiaks Hang zur beweglichen Kamera mit ungewöhnlichen Perspektiven bei. Ebenso erfolgreich startete Bartkowiaks zweite Regiearbeit „Exit Wounds„, ein Cop-Movie um Korruption und Intrigen im 15. Polizeirevier von Detroit, das Hauptdarsteller Steven Seagal ein Comeback bescherte.

Seinem Hang zum Martial-Arts-Hip-Hop blieb Bartkowiak auch mit seinem dritten Film, „Born 2 Die“, treu, in dem Jet Li und Rapper DMX aus „Romeo Must Die“ ein Wiedersehen feierten: DMXs Juwelendieb Fait ist nach der Entführung seiner Tochter auf die Hilfe eines taiwanesischen Regierungsagenten (Li) angewiesen, der eigentlich von Fait gestohlene Edelsteine wiederbeschaffen soll. Mit „Doom - Der Film“ bot Bartkowiak dann eine action- und horrorreiche Verfilmung des legendären Computerspiels, in der Dwayne „The Rock“ Johnson mit seinen Soldaten auf dem Mars Mutanten aller Couleur den Garaus machen muss.

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News und Stories

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