Leben & Werk

Das Risiko, eine Kult-TV-Serie zu verfilmen, zahlte sich aus: „Auf der Flucht“ mit Harrison Ford in der Rolle des gehetzten Mediziners Dr. Richard Kimble (die im Fernsehen David Janssen verkörpert hatte) entwickelte sich 1993 zum Welterfolg. Tommy Lee Jones, der die Rolle des Kimble unbarmherzig verfolgenden Marshals Gerard übernommen hatte, brachte der Film den verdienten Oscar für die beste männliche Nebenrolle ein.

Der 1947 geborene Regisseur Andrew Davis machte sich zunächst als Kameramann einen Namen (u.a. „Hit Man“ mit Pam Grier und „Wut im Bauch“ mit Matt Dillon), bevor er nach seinem Regiedebüt 1978 zu einem Spezialisten für Action-Filme wurde. Seinen Durchbruch schaffte er mit den Stars Chuck Norris und Steven Seagal, für die er jeweils den Cop-Film „Cusack - Der Schweigsame“ bzw. „Nico“ (mit Pam Grier in einer Hauptnebenrolle) inszenierte. Die Dynamik der Filme sowie die der folgenden „Die Killer-Brigade“ und des Terroristenfilms „Alarmstufe: Rot“ führten zu den Regieaufgaben von „Auf der Flucht“ und „Außer Kontrolle“, einem Öko-Action-Thriller mit Keanu Reeves.

Mit „Ein perfekter Mord“ mit Michael Douglas und Gwyneth Paltrow in den Hauptrollen gelang Davis 1998 eine mehr als achtbare Neuverfilmung des Alfred-Hitchcock-Thrillers „Bei Anruf: Mord“, die das oft theaterhaft statische Original von 1953 erfolgreich in die Welt der 90er in New York überträgt und Paltrow als Opfer einer gnadenlosen Männergesellschaft zeigt, in der sie erst gewinnt, als sie selbst tatkräftig wird. Drei Jahre später folgte mit „Collateral Damage“ ein Terrorismusthriller, in dem Arnold Schwarzenegger als Feuerwehrmann, der bei einem Anschlag Frau und Kind verlor, einen privaten Rachefeldzug in Kolumbien startet.

Mit der in den USA erfolgreichen Kinderbuchverfilmung „Das Geheimnis von Green Lake“ vollzog Davis 2003 einen Richtungswechsel weg vom Actionfilm: Im Mittelpunkt steht der junge Stanley, der für einen nicht von ihm begangenen Diebstahl in eine Jugendstrafanstalt eingewiesen wird. Deren Leiterin (Sigourney Weaver) lässt die Kinder als „charakterbildende Maßnahme“ Löcher graben - insgeheim hoffend, dabei einen vor mehr als 100 Jahren vergrabenen Schatz zu finden. Seine zukünftigen Ambitionen beschreibt Davis so: „Ich möchte Geschichten über das menschliche Zusammenleben erzählen und bin überzeugt, dass es einen Hunger nach ehrlichen Filmen ohne Narzissmus, Gewalt oder Zynismus gibt.“

Mit „Jede Sekunde zählt - The Guardian“ bewegte sich Davis wieder auf gewohntem Terrain und bot einen starbesetzten, spannungsreiche Actionfilm: Kevin Costner als Profi-Rettungsschwimmer und Elitetrainer Ben Randall sorgen durch unorthodoxe Methoden für Reibereien, insbesondere bei Ex-Schwimmweltmeister Jake Fischer (Ashton Kutcher). Da Hurrikan Katrina den geplanten Drehort New Orleans in den Fluten versinken ließ, verlegte das Team um Davis die Dreharbeiten nach Shreveport in Louisiana und Kodiak in Alaska. Auch wenn einige der Rettungsszenen sogar im rauen Beringmeer spielen, wurden die meisten Takes in einem speziell angefertigten Wellenbecken gefilmt.

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