André Hennicke

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

André M. Hennicke begann seine Karriere als Schauspieler am Theater, später drehte er Filme bei der DEFA. Nach der Wende wurde der Charakterdarsteller in Filmen wie Christian Petzolds „Toter Mann“ (2002), Oskar RoehlersDer alte Affe Angst“ (2003), Marc Rothemunds „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ oder Christian Alvarts „Antikörper“ (beide 2005) bekannt.

André Hennicke wurde am 21. September 1958 in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge geboren. Gemeinsam mit drei älteren Schwestern wuchs er in einfachen Verhältnissen auf. Hennicke absolvierte den Wehrdienst und arbeitete unter anderem als Maurer, bevor er an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam Schauspiel studierte. Im Anschluss erhielt Hennicke ein Engagement am Theater in Senftenberg, wo er drei Jahre lang auf der Bühne stand. Anfang der 1980er -Jahre folgten erste Fernseh- und Filmproduktionen. 1988 machte er in Siegfried Kühns Film „Die Schauspielerin“ neben Corinna Harfouch auf sich aufmerksam. Nach der Wende war Hennicke zunächst in zahlreichen Krimi-Reihen zu sehen, wo er meist den Bösewicht verkörperte. In Dominik Grafs mehrfach ausgezeichnetem TV-Film „Sperling und der brennende Arm“ (1998) fiel er erstmals als Charakterdarsteller auf. Ein großer Karriereschritt war für den Schauspieler dann die Hauptrolle in Christian Petzolds Liebesdrama „Toter Mann“ (2002). Es folgten hoch gelobte Auftritte in Oskar Roehlers „Der alte Affe Angst“ (2003), Oliver Hirschbiegels „Der Untergang“ (2004), Marc Rothemunds „Sophie Scholl – Die letzten Tage“, Heinrich Breloers Dokudrama „Speer und Er“ und schließlich seine bislang wohl extremste Rolle als Serienmörder in Christian Alvarts „Antikörper“ (alle 2005). Zu Hennickes aktuellsten Produktionen zählen das schockierende Sozialdrama „Die Entbehrlichen“ (2009) von Regisseur Andreas Arnstedt, Rainer Matsutanis Horror-Thriller „Zimmer 205“ sowie Jan Speckenbachs Langfilmdebüt „Die Vermissten“ (beide 2010). Neben seiner Arbeit als Schauspieler ist Hennicke als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor tätig. 1996 gründete er zusammen mit Til Schweiger und Thomas Zickler die Produktionsfirma Mr. Brown Entertainment. Am 31. Oktober 2010 stellte Hennicke sein Romandebüt, den Hacker-Krimi „Der Zugriff“ vor.

Für seine Leistungen als Darsteller wurde André Hennicke mehrfach ausgezeichnet. 2002 bekam er den Deutschen Fernsehpreis als „Bester Hauptdarsteller“ im Film „Toter Mann“. Aktuell wurde er auf mehreren internationalen Festivals für seine Rolle im HartzIV-Drama „Die Entbehrlichen“ mit Auszeichnungen bedacht. Seine Wahlheimat hat der gebürtige Sachse in Berlin gefunden.

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