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Leben & Werk

Französische Schauspielerin. Als Kultschauspielerin des französischen Autorenfilms von Tony Gatlif bis Catherine Breillat, hat die schwarzhaarige Schauspielerin Amira Casar in ihrer rund 40 Spielfilme aufweisenden Karriere häufig in typisch französischen Komödien gespielt. Ihre größten Erfolge feierte sie mit Thomas Gilous in „La vérité si je mens 1 + 2“ (1997/2001). Ähnliche Rollen junger Mädchen verkörperte Casar in Renaud Cohens „Quand on sera grand“ (2001) und Claude Dutys „Filles perdues cheveux gras“ (2002). In Tony Gatlifs Zigeunerdrama „TranSylvania“ (2006) war Casar mit Asia Argento in Rumänien, für die Brothers Quay Versuchsobjekt in „The Piano Tuner of Earthquakes“ (2005), Laetitia Masson besetzte sie in der Polizeikomödie „Coupable“ (2007).

Typisch für Casar sind Liebhaberinnen mit radikalen Ansichten und Experimentierfreude, so wie die Geliebte des blinden Bürgermeisters (Sergi Lopez), die in „Malen oder lieben“ (2005) zwanglos Daniel Auteuil verführt. Die „intellektuelle Swinger-Geschichte“ war der erste Film mit Casar, der deutsche Kinos erreichte, von ihrer einzigen Hollywood-Produktion „Sylvia“ (2003), wo sie die Freundin der Dichterin Sylvia Plath (Gwyneth Paltrow) spielt, abgesehen. In den Filmen der durch ungewöhnliche Erotikdramen bekannten Autorin Catherine Breillat („A ma soeur!“) ist Casar verlorene Frau auf der Suche: In „Anatomie der Hölle“ (2003) verbringt sie nackt vier Nächte mit einem schwulen Mann (Rocco Siffredi) in einem Haus im Nirgendwo, in „Une vieille maitresse“ (2006), Verfilmung des Romans von Jules Amédée Barbey d’Aurevilly, durchlebt sie mit Partnerin Asia Argento im Paris von 1835 Liebe, Geist und Begehren im Stil von „Gefährliche Liebschaften“.

Amira Casar wurde 1971 in London als Tochter eines britisch-irischen Kurden und einer russischen Opernsängerin geboren. Mit 14 Jahren ging sie von London nach Paris, hatte 100 Pfund in der Tasche und lernte an einem Strand an der Cote d’Azur den Fotografen Helmut Newton kennen, der ihr eine Modelkarriere ermöglichte. Casar arbeitete für Chanel und Gaultier und mit Karl Lagerfeld. Nach der Modelkarriere absolvierte sie ihre Schauspielausbildung am Pariser Conservatoire National d’Art Dramatique und spielte 1989 noch unter dem Namen Amira Zandaneh in „Erreur de jeunesse“ ihre erste Filmrolle. Casar trat in London und Paris 1999 im Theater auf und spielte in einigen TV-Filmen (als Morgianna in „Arabian Nights - Abenteuer aus 1001 Nacht“ (2000)). Von Jeanne Moreau gelobt, von Ex-Pornodarsteller Rocco Siffredi (Partner in „Anatomie in der Hölle“) als zickig verabscheut, folgt Amira Casar dem Glauben: „Ich möchte Filme machen, die mich weiterbringen.“

2002 unterstützte Casar die Wahlkampagne des Sozialisten Lionel Jospin.

Amira Casar war 1998 für „La vérité si je mens“ für den César als Beste Nachwuchsschauspielerin nominiert.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

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