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Leben & Werk

Oscar-Gewinnerin, siebenfach Emmy-prämiert sowie mit einem Golden Globe als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet — die Darstellerin Allison Janney gehört zu den profiliertesten Darstellerinnen Hollywoods, die seit ihrem Durchbuch Ende der 1980er-Jahre in einigen der besten Filme der Traumschmiede aufgetreten ist.

Dass Allison Janney den Oscar für die Beste Nebenrolle in dem biografischen Eiskunstlauf-Drama „I, Tonya“ gewonnen hat, ist nicht ganz ohne Ironie. Janney spielt in dem hochgelobten Film aus dem Jahr 2017 die ehrgeizige Mutter von Tonya Harding, die ihre Tochter erbarmungslos zum Erfolg drillt. Tonya Harding wird in die Geschichte eingehen, weil ihre Konkurrenten kurz vor den Olympischen Winterspielen 1994 angegriffen und am Knie verletzt wurde — der Täter wurde von Hardings Ehemann angeheuert.

Für Allison Janney ist der Auftritt in „I, Tonya“ (2017) der vorläufige Karrierehöhepunkt. Sie erhielt nicht nur den Oscar als Beste Nebendarstellerin, sondern wurde auch mit einem Golden Globe geehrt. Dabei wollte sie selbst eine Karriere als Eiskunstläuferin anstreben, bevor ein Unfall den Traum beendete. So ist Allison Janney zum Schauspiel gekommen.

Die wichtigsten Filme mit Allison Janney

Seit ihrem Spielfilmdebüt in der Komödie „Youngsters – Die Brooklyn Gang“ (1989) hat Allison Janney, die im November 1959 in Ohio geboren wurde, in mehreren Dutzend Filmen mitgespielt. Dazu gehören einige Klassiker und so manche Serie, die ihren Ruf als hervorragende Darstellerin zementieren konnte. Zu den wichtigsten Filmen von Allison Janney gehören aber sicherlich „American Beauty“, „The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ sowie die TV-Serie „The West Wing - Im Zentrum der Macht“.

Allison Janney in „American Beauty“

Als Allison Janney im Jahr 1999 in dem hochgelobten Familiendrama „American Beauty“ an der Seite von Kevin Spacey und Annette Benning auftritt, hat sie bereits einige Erfahrung gesammelt. Seit ihrem Durchbruch spielte sie in Filmen wie dem hervorragenden Independent-Drama „Der Eissturm“ (1997) von Ang Lee mit und war in dem Abenteuerfilm „Sechs Tage, sieben Nächte“ mit Harrison Ford zu sehen. Janney war also keineswegs eine Unbekannte mehr.

In „American Beauty“ spielte Allison Janney die Frau von Col. Frank Fitts (Chris Cooper). Ihr Sohn Ricky (Wes Bentley) dealt mit Marihuana und versucht, dem engen Haushalt zu entfliehen. Doch die Geschichte nimmt eine tragische Wendung. Für ihre Darstellung gewann Janney, obwohl sie in einer vergleichsweise kleinen Rolle zu sehen war, den Screen Actors Guild Award und konnte seither einen der wichtigsten Filme der 1990er-Jahre in ihre Filmografie einreihen.

„The West Wing - Im Zentrum der Macht“

Eine weitere Zäsur in der Karriere von Allison Janney ist ihr Auftritt in der Polit-Serie „The West Wing“ von Aaron Sorkin. Die Serie versucht, ein realistisches Porträt des Polit-Betriebes in Washington zu zeichnen und kann mit komplexen Charakteren sowie einem breit angelegten Handlungsbogen überzeugen. Janney spielt darin über alle sieben Staffeln hinweg C.J. Gregg, die ebenso smarte wie humorvolle Pressesprecherin des Weißen Hauses.

Für ihre außergewöhnliche Leistung in „The West Wing“ wurde Allison Janney mehrfach preisgekrönt. Gewinnen konnte sie vier Emmys, darüber hinaus wurde sie viermal für den Golden Globe nominiert. In der Folge trat Janney in Serien wie „Mom“ und „Masters of Sex“ auf und konnte für ihre Rollen weitere Emmys abräumen.

Allison Janney in „The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit“

Neben ihrer Serien-Karriere ist Allison Janney natürlich auch immer wieder im Kino zu sehen gewesen. Echte Hits waren unter anderem der Tanzfilm „Hairspray“ (2007), das sozialkritische Drama „The Help“ (2011) mit Emma Stone und Viola Davis und auch die Komödie „Tammy - Voll abgefahren“ (2014) mit Melissa McCarthy. Heraus sticht jedoch jedoch die Romanverfilmung „The Hours“, in der die Geschichten dreier Frauen erzählt wird, deren Schicksal an Virginia Woolfs Roman Mrs. Dalloway angelehnt ist.

An der Seite von Nicole Kidman, Julianne Moore und Meryl Streep schlüpft Allison Janney in die Rolle von Sally, der Partnerin von der Lektorin Clarissa (Streep). Clarissa kann sich jedoch nicht auf die Beziehung einlassen, weshalb beide Partner glücklos bleiben. Zwar spielt Janney abermals nur eine Nebenrolle, doch an der Seite der drei großen Frauen Hollywoods aufzutreten, ist durchaus mit einem Ritterschlag zu vergleichen.

Spätestens seit Beginn der Nullerjahre gehört Allison Janney zu den profiliertesten Darstellerinnen Hollywoods. Obwohl ihr nie der Sprung in die Riege der großen Hauptdarstellerinnen gelungen ist, konnte sie sich mit einigen hervorragenden Nebenrollen hervortun. Zu den bemerkenswerten Auftritten der letzten Jahre gehören die Filme „Girl on the Train“ (2016), das Independent-Drama „Liberal Arts“ (2012) von „How I Met Your Mother“-Star Josh Radnor und ein Nebenrolle in „Die Insel der besonderen Kinder“ (2016) von Tim Burton.

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