Alicia Silverstone

Schauspielerin • Producerin • Sprecherin
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Leben & Werk

Als wandelnde Mode- und Barbie-Puppe Cher auf der High School stand Alicia Silverstone in „Clueless“ am Anfang jener Reihe von intelligenten Teenagern, die als schlagfertige, markenbewusste und handyerprobte junge Frauen Lebenslauf und Karriere traumwandlerisch aus dem Handgelenk schütteln. Der Typus wurde von Reese Witherspoon in „Natürlich blond“ zur Perfektion gebracht, was insofern naheliegt, als sich beide Blondinen von der Größe bis zur Spitze des energisch vorgereckten Kinns sehr ähnlich sind und ungetrübt gute Laune verbreiten.

Silverstone, 1976 in San Francisco geboren und aufgewachsen, verbrachte ihre Sommerferien meist in England, entdeckte dort ihre Liebe zum Theater und trat in Los Angeles auf. Ihre Filmkarriere begann mit einem Traumstart, als sie nach einem Casting gleich in ihrem ersten Spielfilm die Hauptrolle spielen konnte: In dem Thriller „Das Biest“ (1993) hängt sie als obsessive Teenager-Lolita an ihrem Schwarm (Cary Elwes) und zeigt, gleich Drew Barrymore in „Poison Ivy“ an Zurückweisung nicht gewöhnt, wie ihre eingebildete Leidenschaft kriminelle Energie freisetzt.

Der Film begeisterte die Rockband Aerosmith und in den folgenden Jahren wurde Silverstone als wildes Girlie in den Videos von Aerosmith zum MTV-Kultstar, speziell in „Cryin'“, in dem sie einen Bungee-Sprung von einer Brücke wagt und das als bester Video-Clip aller Zeiten von MTV ausgezeichnet wurde, sowie in dem mit Partnerin Liv Tyler entstandenen „Crazy“ (1994), wo die beiden lange vor Britney Spears in weißen Socken und schwarzen Röckchen durch Clubs, Straßen und Äcker preschen. Durch „Das Biest“ auf Lolita fixiert, konnte Silverstone dieses Image jedoch mit „Clueless“ schon 1995 erfolgreich wechseln. Von den Komödien und Thrillern der nächsten Jahre sind „Das Versteckspiel“ (sie läuft Gefahr, vom eigenen Vater ermordet zu werden), „Ärger im Gepäck“ (sie inszeniert als Millionärstochter ihre eigene Entführung) und „Eve und der letzte Gentleman“ (sie wird als Eve die Braut des zeitgereisten Brendan Fraser) bemerkenswert sowie ihre Rolle als sexy Batgirl in Joel Schumachers Comic-Verfilmung „Batman & Robin„, wo sie gegen Uma Thurman als Poison Ivy antritt. Sichtlich gereift, gab Silverstone in Kenneth Branaghs Shakespeare-Musical „Love’s Labour’s Lost – Verlorene Liebesmüh“ als in den König von Navarra verliebte Prinzessin von Frankreich ihre Tanz- und Gesangskünste zum Besten. In der Gaunerkomödie „Abgezockt“ (2001) ist sie die spitzbübische Kassiererin einer Kleinstadtbank in Nevada und Ex-Geliebte des Chefs, die den Banksafe mit einem Nachschlüssel um viele Dollars erleichtert. In „Scooby Doo 2“ eine wahrheitsverdrehende TV-Journalistin und in „Barbershop“ Teil des Teams in Queen Latifahs Friseursalon.

1996 gründete Silverstone ihre Produktionsgesellschaft First Kiss, die bislang nur einen Film („Ärger im Gepäck“) auf die Beine stellte: „Wir dachten uns die verrücktesten Namen aus. First Kiss gefiel mir aus mehreren Gründen. Der erste Kuss ist immer der aufregendste, weil man nicht weiss, auf was man sich da einlässt.“ Zu Silverstones Auszeichungen gehören vier MTV Movie Awards (soviel wie Adam Sandler), ein Blockbuster Award, ein American Comedy Award und der National Board of Review Award. 1996 war sie die Frau mit den meisten Fan-Web-Sites im Internet, wo ihre Fans in den News-Groups hitzige Diskussionen über die Echtheit von offensichtlich gefälschten Nacktfotos der Schauspielerin führten, die sich davon jedoch nicht beeindrucken ließ.

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