Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Stars
  3. Ali Farka Touré

Ali Farka Touré

Schauspieler • Musiker
Bilderstrecke starten(9 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Ali Farka Touré

Leben & Werk

Als „Bluesman von Afrika“ ist der malische Musiker und Multiinstrumentalist Ali Farka Touré in den Neunziger Jahren zu Weltruhm gelangt. Touré, der 1939 in der nördlichen Sahara geboren wird, wächst in Niafunké auf, einem 200 Kilometer südlich von Timbuktu gelegenen Ort, wo der Halbwaise als Elfjähriger mit dem Spiel der Gurkel, einem gitarrenartigen Instrument, beginnt. Der junge Musiker versucht sich auch auf weiteren traditionellen Instrumenten, bis er 1956 nach einem Auftritt des guinesischen Gitarristen Keita Fodeba zur Gitarre wechselt. Nebenbei erlernt er auch das Banjo-, Akkordeon- und Schlagzeugspiel. In den Sechziger Jahren gründet er die Gruppe Troupe 117, mit der er 1968 zu einem Kulturfestival nach Bulgarien reist. Dort kommt er erstmals in Kontakt mit der in den USA weiterentwickelten Musik seiner Heimat - dem Blues. 1970 tritt Touré eine Stelle als Techniker bei Radio Mali an und spielt bis 1973 auch im Orchester des Senders. Ein Vertrag mit der französischen Plattenfirma SonAfric bringt schließlich zwar nicht den erhofften Reichtum, doch die sieben internationalen Alben-Veröffentlichungen machen Touré bis zum Ende des Jahrzehnts zu einem der einflussreichsten und profiliertesten Musiker seines Heimatlandes. 1987 beginnt er, Konzerte in Europa zu geben und macht bei dem britischen Label World Circuit neue Aufnahmen. Der Weltmusikboom gelangt gerade zur ersten Blüte, und die Presse ist begeistert: Als „westafrikanische Version des Delta Blues“ bezeichnet der BBC-Moderator Andy Kershaw den Stil des Afrikaners. Trotz beachtlicher Erfolge widmet sich dieser von 1990 an hauptsächlich einer Reisfarm in seinem Heimatort Niafunké, den er nur noch selten verlässt und wo er im Jahre 2004 sogar zum Bürgermeister gewählt wird. Der größte Erfolg seiner Karriere steht Touré indes noch bevor: Das während einer USA-Tournee gemeinsam mit Ry Cooder eingespielte Album „Talking Timbuktu“ (1994) setzt sich weltweit an die Spitze der Weltmusikcharts und wird 1995 mit einem Grammy ausgezeichnet. Nach dem mit einem mobilen Studio in Niafunké aufgenommenem „Niafunké“ (1999) zieht sich Touré abermals für einige Jahre zurück und veröffentlicht erst 2005 wieder ein neues Album, „In The Heart Of The Moon“. Der Nachfolger, „Savane“, erscheint 2006 posthum. Am 7. März stirbt Ali Farka Touré an Knochenkrebs.

Filme und Serien

Videos und Bilder

Wird oft zusammen gesucht