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Leben & Werk

Seine Filme schwelgen in Farben, geben sich in Ausstattung, Kostümen und Farbdramaturgie einer wild wuchernden Bilderwelt hin, die Romantik und Märchen, Traumwelten und Realistik reizvoll verbinden. Alfonso Cuarón hatte Film und Philosophie studiert, in Mexiko Filme inszeniert und produziert und für das amerikanische Fernsehen gearbeitet, bevor er weltweit mit der Charles-Dickens-Adaption „Große Erwartungen“ (1997/98) bekannt wurde. Cuarón verlegte den düsteren Sozialroman aus der Zeit des Manchester-Kapitalismus, der 1946 von David Lean als Viktorianische Schauergeschichte inszeniert wurde, in das sonnendurchflutete Florida und die New Yorker Kunstszene der Gegenwart und modernisierte den Stoff erfolgreich. Gwyneth Paltrow und Ethan Hawke waren das Liebespaar, das nicht zueinander findet, Robert De Niro war der entflohene Sträfling, der sich als Gönner der jungen Leute erweisen wird, Anne Bancroft die Tante, die die junge Frau reich verheiratet. Tragische Entsagung und tropische Schwüle kennzeichnen die romantische Aura des Films.

Cuaróns erste US-Arbeit „Little Princess“ (1993) entstand nach einer Vorlage von Frances Hodgson Burnett („Little Women“) als bittersüße historische Mädchengeschichte um die junge Sara, die in Indien privilegiert lebt, in ein Mädchenpensionat muss, als ihr Vater in den Krieg zieht, dort, als er totgesagt wird, als Dienstmädchen arbeitet und nach seiner Rückkehr erlöst wird. Cuarón arbeitete in vielen Filmen mit dem mexikanischen Kameramann Emmanuel Lubezki („Dem Himmel so nah„, „Bittersüße Schokolade„) zusammen. 2004 inszenierte Cuarón „Harry Potter und der Gefangene von Azkaban“, dass von Filmkritikern als der visuell stärkste Potter-Film gilt.

Mit Werken wie „Children of Men“ (2006) schrieb er sich ein filmisches Denkmal indem er die Plansequenzen für sich entdeckte. 2013 ließ er nach jahrelanger Vorbereitung das bildgewaltige „Gravity“ folgen, dass gleichermaßen von Kritik und Zuschauern gefeiert wurde. Zwei Oscar-Auszeichnungen als Bester Regisseur und für den besten Schnitt waren ihm sicher.

Für seinen autobiografisch geprägten Film „Roma“ (2018) ließ er sein mexikanisches Kinderhaus minutiös nachstellen um die Unruhen der mexikanischen Bevölkerung in den 1970er Jahren geradezu dokumentarisch nachzuzeichnen. Cuarón führte nicht nur Regie, schrieb das Drehbuch, produzierte, sondern stellte sich ebenso hinter die Kamera. Bei der Oscar-Verleihung 2019 gilt „Roma“ mit 10 Nominierungen als großer Favorit; er selbst erhielt allein vier Nominierungen.

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