Alba Rohwacher und Adam Driver eroberten als bärenstarkes Liebespaar die Herzen der Jury…

Der Schwede Roy Andersson gewann den Goldenen Löwen von Venedig Bild: Kurt Krieger

Der Goldene Löwe der 71. Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica ist vergeben: Die Jury um den französischen Filmkomponisten Alexandre Desplat kürte „A Pigeon Sat On A Branch Reflecting On Existence“ des Schweden Roy Andersson zum besten Film, der sich in diesem Jahr dem Wettbewerb des ältesten Filmfestivals der Welt stellte.

Übersetzt bedeutet Anderssons Filmtitel etwa: „Eine Taube saß auf einem Zweig und dachte über das Leben nach“. Die deutsche Koproduktion erzählt in einzelnen Ministorys von Schicksal, von Trauer und Verlust.

Mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie wurde der russische Filmemacher Andrei Konchalovsky geehrt. Er schilderte „The Postman’s White Nights“. Über das beste Drehbuch verfügte nach Auffassung der Jury „Ghesseha“ des iranischen Regisseurs Rakshan Banietemad.

Für die beste schauspielerische Leistung zeichnete die Jury Alba Rohrwacher und Adam Driver aus, beide für ihr intensives Spiel im Liebesdrama „Hungry Hearts“. Den Nachwuchspreis darf der französische Schauspieler Romain Paul für seine starke Leistung in „Le Dernier Coup De Marteau“ mit nach Hause nehmen.

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Kein Preis für den mutigen Fatih Akin

Der große Preis der Jury liegt in diesem Jahr in den Händen von Joshua Oppenheimer, der mit „The Look of Silence“ - der Fortsetzung seines gefeierten Dokumentarfilms „The Act of Killing“ - angetreten war. Mit dem Spezialpreis bedachte die Jury den Regisseur Kaan Mujdeci für die türkische Produktion „Sivas“, die von der Freundschaft zwischen einem Jungen und einem verletzten Kampfhund erzählt.

Der Deutsch-Türke Fatih Akin wurde für sein mutiges Werk „The Cut“ nicht belohnt, er ging in allen Kategorien leer aus.

Zuvor waren bereits Martin Scorseses Leib-und-Magen-Cutterin Thelma Schoonmaker und der US-Regisseur Frederick Wiseman mit einem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Über den Jaeger-LeCoultre Glory to the Filmmaker Award durfte sich James Franco freuen, den Persol Tribute to Visionary Talent Award erhielt Frances MacDormand.

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