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Leben & Werk

Sudanesisch-britischer Schauspieler. Wegen seines Aussehens wird Alexander Siddig gern für die Rolle des Arabers in Historienfilmen („Königreich der Himmel„) und Politthrillern („Syriana“) gebucht, hat aber mit der Stereotypisierung keine Probleme, da er meist Personen verkörpert, die mit Würde, Stolz und moralischen Prinzipien westlichen Figuren überlegen sind. Außerdem hat er eine Fangemeinde durch die TV-Serie „Star Trek: Deep Space Nine“, für die er von 1993 bis 1999 in 173 Folgen den genetisch modifizierten Arzt Dr. Julian Bashir spielte und bei zwei Folgen Regie führte. Dem Historienfilm ist Siddig, äußerlich eher schmächtig, mit Rollen wie der des Eroberers aus Karthago in „Hannibal - Der Albtraum Roms“ (2006), des Engels Gabriel im Bibelfilm „Es begab sich aber zu der Zeit…“ (2006) und des oströmischen Kaisers Theodorus Andronikus in „Die letzte Legion“ (2007) verbunden geblieben.

Alexander Siddig wurde 1965 im Sudan als Sohn eines sudanesischen Vaters (Bruder des ehemaligen Premierministers) und einer britischen Mutter geboren, deren Bruder, der Schauspieler Malcom McDowell („Uhrwerk Orange„, „If…“), Alexanders Schulausbildung finanzierte, als die Familie nach England emigrierte. Der sudanesischen Tradition folgend, müsste er eigentlich Siddig El Tahir El Fadil El Siddig El Abdarahman El Mohammed Ahmed El Abdel El Mahdi heißen, änderte den Namen aber in England mehrfach, bis er die jetzt gültige internationale Form hatte. Siddig wollte ursprünglich Geografie und Anthropologie studieren, um seinem Land helfen zu können, entdeckte aber, dass Schauspielerei seine Berufung war. Er verließ die Universität und studierte an der London Academy of Music and Dramatic Arts.

Als einer der wenigen ausgebildeten Schauspieler arabischer Herkunft wurde Siddig nach einer Minirolle in Stephen Frears‘ Sozialsatire „Sammie & Rosie tun es“ (1987) als junger Palästinenser für die Miniserie „The Big Battalions“ (1990) engagiert und ergatterte im TV Movie „A Dangerous Man: Lawrence After Arabia“ (1992) die Rolle von Prinz Feisal, die Omar Sharif in David Leans Welterfolg „Lawrence of Arabia“ (1962) verkörpert hatte. Als der Film in den USA ausgestrahlt wurde, wurde Siddig für „ST:DS9“ engagiert. In dem Fantasy-Actionfilm „Die Herrschaft des Feuers“ tritt er 2002 mit Christian Bale und Matthew McConaughey gegen feuerspeiende Flugdrachen an.

Siddig hat dreimal Personen mit Namen Nasir gespielt: den pakistanischen Bergführer in Martin Campbells Bergsteigeraction „Vertical Limit“ (2000), den arabischen Fürsten Nasir in Ridley Scotts Kreuzritter-Monumentalfilm „Königreich der Himmel“ (2005) und den klugen, mit verschmitztem Augenzwinkern überlegenen Prinzen Nasir in Stephen Gaghans „Syriana“ (2006), wo er auf Matt Damon als Berater und George Clooney als Agent trifft. Er war Gast der Serien „24“ (2007) und „Spooks“ (2003) und lieh seine Stimme dem Computerspiel „Titanic Explorer“ (1997). 2005 stand er mit „Sex and the City“-Star Kim Cattrall in London im Stück „Whose Life Is It, Anyway?“ auf der Bühne.

Alexander Siddig war von 1997 bis 2001 mit Schauspielerkollegin Nana Visitor (Major Kira Nerp in „ST:DS9“) verheiratet und hat mit ihr einen Sohn.

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