Alejandro Amenábar

Schauspieler • Producer • Musiker • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter
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Leben & Werk

Alejandro Amenábar war bei seinem Aufsehen erregenden Debütfilm „Tesis – Faszination des Grauens“ (1996) mit 23 Jahren der jüngste Spielfilmregisseur Spaniens. Er versucht in seinen psychologischen Gruselfilmen das oftmals plakative Grauen des Genres in subtil-effektive Schreckensdimensionen zu überführen. Wie andere europäische Meister des Genres – Mario Bava, Freddie Francis, Riccardo Freda, Georges Franju, Terence Fisher – setzt Amenábar weniger auf Splatter-Effekte der „Zombie“- und „Scream„-Tradition, sondern auf die unheimliche Atmosphäre von Schattenlichtern, düster-morbiden Interieurs und subtilen psychologischen Horror. So stößt in „Tesis“ die Filmstudentin Angela (Ana Torrent aus Carlos Sauras „Züchte Raben“) im Videoarchiv der Universität von Madrid auf Aufnahmen von echten Morden an Studentinnen. Zusammen mit einem zynischen Splatterfilmfan macht sie sich auf die Suche nach den Verschwundenen. Sie gerät schließlich in ein Studio für Snuff-Filme sowie an einen psychopathischen Mörder. „Tesis“ gewann sieben „Goya“-Filmpreise (u.a. als „Bester Film“) und katapultierte den 1972 in Chile geborenen Amenábar, der zu dieser Zeit Informatik studierte, ins Rampenlicht.

Amenábar bestätigte sein Talent mit „Abre los ojos“ (dt. Video-Titel: „Virtual Nightmare – Open Your Eyes“), in dem ein spanischer Playboy unter zunehmenden Wahrnehmungstäuschungen leidet und glaubt, in einer virtuellen Welt zu leben. Das Spannungsmeisterwerk, in dem Penelope Cruz eine Nebenrolle spielte, wurde 2001 unter dem Titel „Vanilla Sky“ von Cameron Crowe („Almost Famous„) mit Tom Cruise und Cruz für die USA neu inszeniert. Auch mit seinem dritten, in englischer Sprache gedrehten Film „The Others“ landete Amenábar einen Sensationserfolg: Der niedrig budgetierte Horrorfilm spielte 2001 in den USA fast 100 Millionen Dollar ein. Weltstar Nicole Kidman („Moulin Rouge“) lebt als britische Kriegerwitwe im Jahr 1945 mit ihren unter einer Lichtallergie leidenden Kindern in einem Herrenhaus auf der Kanalinsel Jersey. Sie erlebt, ganz in der Tradition der Gothic Novel, wie Nebel, Vorhänge, verschwundenes Personal und unwirkliche Schreckenszeichen sie und ihre Kinder langsam in einen Albtraum treiben. Zwischen 1992 und 1996 inszenierte Amenábar mehrere, mit Preisen ausgezeichnete Kurzfilme und Videos, bei denen er für Regie, Buch, Musik und Schnitt verantwortlich war und selbst als Darsteller auftrat. Bei seinen Spielfilmen übernahm er Regie, Buch und Musik. Nach einer „Formel“ befragt, antwortete er: „Harte Arbeit, ein wenig Talent und ein wenig Glück.“

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