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Leben & Werk

Französischer Schauspieler, Komiker und Regisseur. In Filmen gehört er zu den harten Männern und komplexen Charakteren des französischen Kinos, auf der Bühne ist er mit seinen One-Man-Shows mit ungewöhnlich schwarzem Humor ein Sonderfall. Albert Dupontel hält sich vom Filmbusiness weitgehend fern, seine Rollenwahl ist so eklektisch, wie die mit dem Geld aus Großproduktionen finanzierten drei eigenen Spielfilme. Dupontel war Ex-Lover von Monica Bellucci im Skandalfilm „Irreversibel“ (2002), Soldat in Jean-Pierre Jeunets Weltkrieg-I-Drama „Mathilde“ (2004), Fahrer eines Geldtransporters im Thriller „Cash Truck“ (2004), Konzertpianist in „Ein perfekter Platz“ (2005), Schriftsteller, der in „Odette Toulemonde“ (2006) in die Arme von Catherine Frot flüchtet, Sergeant und Veteran im Algerienkrieg in „L’ennemi intime“ (2007), Polizeileutnant, der im Paris von 2020 im SF-Action-Thriller „Chrysalis“ (2007) den Mörder seiner Frau sucht, und Architekt Jean, der in Cédric Klapischs „So ist Paris“ (2008) in die Seine springt. In Jean Beckers Familiendrama „Deux jours à tuer“ (2008) gibt er als Werbemann im Verlauf eines Wochenendes Karriere und Familie auf.

Albert Dupontel wurde 1964 als Sohn eines Arztes und einer Zahnärztin geboren und studierte nach dem Abitur Medizin an der Fakultät von Bichat. Er gab das Studium 1986 im fünften Jahr auf, studierte Schauspiel am Théatre National de Chaillot und war in ersten kleinen Rollen (falscher Ganove in Jacques RivettesDie Viererbande„, 1987) zu sehen. Für den Sender Canal plus schrieb und spielte er Sketche in der Serie „Sales histoires“ und erprobte sich ab 1990 als Stand-Up-Komiker in One-Man-Shows, die ihn von Nantes ins Olympia in Paris (1992) führten, wo sein „Sale Spectacle 2“ wegen des schwarzen Humors Aufsehen erregten. Mit Nebenrollen in der Coiffeur-Komödie „Die dreifache Locke“ (1993), Jacques Audiards Satire „Das Leben: eine Lüge“ (1996), der Krimi-Groteske „Serial Lover“ (1998) und als Arzt in Michel Devilles „La Maladie de Sachs“ (1999) machte er sich einen Namen als Filmschauspieler.

Als Regisseur zeichnet Dupontel für den Kurzfilm „Désiré“ (1993) und drei Kinofilme verantwortlich, in denen er auch die Hauptrollen übernahm. In „Bernie“ (1996) fantasiert er sich als Waise ein eigenes Leben zusammen, in „Le Créateur“ (1999) stürzt er als Theaterautor in die Sinn- und Schaffenskrise, und in der von den EX-Monty Pythons Terry Gilliam und Terry Jones hoch gelobten, ausgeflippten Komödie „Enfermés dehors“ (2006) schlüpft er als Penner in eine Polizeiuniform und schlittert unabsichtlich in seinen ersten Fall.

Albert Dupontel war bei den César-Preisen 1997 für „Das Leben: eine Lüge“ für die Beste Nebenrolle und 1999 für „Le Créateur“ für die Beste Hauptrolle nominiert. „Bernie“ war 1997 als Bestes Erstlingswerk für den César nominiert.

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