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Leben & Werk

Schottischer Schauspieler, Regisseur, Autor und Musiker. Am bekanntesten sind seine Nebenrollen als Computerfreak Boris Grishenko in „James Bond 007 - GoldenEye“ und der tragische blauhäutige Mutant Nightcrawler/Kurt Wagner in Teil 2 und 3 der „X-Men“-Trilogie. Alan Cumming verkörpert oft neurotische, psychotische, labile, nervöse und hyperaktive Personen, die unter äußerer Betriebsamkeit und spielerischer Oberfläche Schwächen und Abgründe verbergen. Sein Bösewicht in den drei „Spy Kids“-Abenteuern von Robert Rodriguez ist nicht fies gemein, sondern von hektischer Absurdität. Cumming ist Bühnenstar, der zwischen New York und London pendelt, schreibt Drehbücher für schwullesbische Filme („Suffering Man’s Charity„), singt, komponiert, ist Buchautor von „Tommy’s Tale“ (2002) und Namensträger der Kosmetikreihe „Cumming Fragrance“.

Alan Cumming wurde 1965 im schottischen Aberfeldy, Perthshire, als Sohn eines Försters und einer Sekretärin geboren. Er schloss die High School vorzeitig ab und durfte, mit 15 zu jung, nicht studieren. Er arbeitete ein Jahr bei einem Verlag, studierte an der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Edinburgh. Er gehörte zum Comedy-Duo Victor & Barry, zur Royal Shakespeare Company, wurde für seinen „Hamlet“ am Donmar Warehouse London mit dem TMA Best Actor Award ausgezeichnet. Unter der Regie von Sam Mendes spielte er den Conférencier in der Londoner und der Broadway-Produktion des Musicals „Cabaret“ und wurde 1989 mit Tony Award und weiteren Preisen geehrt.

Alan Cumming begann als Filmschauspieler neben Bruno Ganz und Sandrine Bonnaire in „Prag“ (1991), war neben William Hurt im Lehrerdrama „Probezeit“ (1994) zu sehen, spielte einen Reverend in der Jane-Austen-Verfilmung „Emma“ (1996, mit Gwyneth Paltrow), einen Unternehmer in der Komödie „Romy und Michele“ (19997), war im Remake von „Get Carter“ (2000, mit Sylvester Stallone), Stanley KubricksEyes Wide Shut“ (1999) und im Mantel-und-Degen-Krimi „Plunkett & McLeane“ (1999) Lord Rochester. In „Josie & the Pussycats“ (2001) ist er Manager der Girlie-Band, in der Politkomödie „Company Man“ (2000) der kubanische Diktator Batista. Im Animationsfilm „Garfield“ (2004) spricht er die Katze Persnikitty. Im Musical „Kifferwahn“ (2004) ist er Lektor und Ziegen-Mann, im Road Movie „Full Grown Men“ (2006) Anhalter, in „Tin Man“ (2007) Glitch mit dem halben Gehirn. Für Julie Taymor spielte er in ihrer Shakespeare-Verfilmung „Titus“ (1999) den Saturninus, in ihrer Shakespeare-Verfilmung „The Tempest - Der Sturm“ (2009; mit Helen Mirren als Prospera), den Sebastian.

In Ko-Regie mit Jennifer Jason Leigh schrieb, inszenierte und spielte er in der Komödie „Beziehungen und andere Katastrophen“ (2001), die in einer Nacht in einer Hollywod-Villa spielt; er produzierte, komponierte und sang für den Film.

Cumming wurde populär mit der BBC-Sitcom „The High Life“ (1994/95) und dem Fantasyfilm „Bernie und das Weihnachtsfest“ (1992), für die er mit dem Comedy Award als Bester TV Newcomer ausgezeichnet wurde. 2007 sprach er in der Animationsserie „Jackboots on Whitehall“ Adolf Hitler.

Alan Cumming setzt sich in verschiedenen Organisationen für die homosexuelle Community ein. Er hat sich öffentlich als bisexuell geoutet. 1985-1993 war er mit Hilary Lyon verheiratet, zeitweise mit Schauspielerin Saffran Burrows („Bank Job“) liiert. Er lebt seit 2007 in eingetragener Partnerschaft mit Illustrator Grant Shaffer in New York.

Filme und Serien

Videos und Bilder

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