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Alan Arkin

Schauspieler • Sprecher • Regisseur
Poster
Bekannt aus:
  • Geboren: 26.03.1934 in New York City, New York  USA
  • Berufe: Schauspieler, Sprecher, Regisseur
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Leben & Werk

Seine jüdische Chuzpe, das oft bewusst dümmlich verstellte Gesicht, die Ader begnadeter Schlitzohren sowie sein leicht verzögerter Bewegungsrhythmus machten den Sohn russisch-jüdischer Eltern und ehemaligen Folk-Sänger Alan Arkin (geb. 1934) zu einem der subtilsten Filmkomiker und Charakterdarsteller der USA. Mit der Rolle des irre gewordenen und ausgestiegenen Fliegerleutnants Yossarian, der die Vorgänge auf dem Mittelmeer-Stützpunkt der US Air Force mit milder Ironie und wachsendem Entsetzen beobachtet, fand er zu der besten Rolle seiner Karriere. Angefangen hatte Arkin als russischer Leutnant in der U-Boot-Komödie „Die Russen kommen, die Russen kommen“, wofür er ebenso eine „Oscar“-Nominierung erhielt wie für die Rolle des Taubstummen, der sich in „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ in den amerikanischen Südstaaten unglücklich verliebt und umbringt. Eher untypisch für Arkin war der psychopathische Gauner, der die blinde Audrey Hepburn in „Warte, bis es dunkel wird“ terrorisiert. Arkins große Zeit fällt in die 70er Jahre, als er im experimentierfreudigen New Hollywood vielfach Personen mit jüdischem Hintergrund („Der Magier“, in der Isaac-Bashevis-Singer-Verfilmung) spielte, die vergeblich Liebe suchen („Der letzte der feurigen Liebhaber“, nach Neil Simon) oder als Drifter und zeitweise Aussteiger sich der Gesellschaft verweigern, wie in „Rafferty und die wilden Mädchen“, oder gar vom anderen Planeten kommen („Simon, der Außerirdische“). Arkin spielte (erfolglos) den „Inspektor Clouseau“ (Peter Sellers‘ Domäne) und war in „Kein Koks für Sherlock Holmes“ Sigmund Freud, der den Meisterdetektiv therapiert. Mit Peter Falk gab er in John Cassavetes‘ einziger Komödie und letztem Film „Big Trouble“ einen dämlichen Versicherungsbetrüger, und in „Glengarry Glen Ross“ war er einer der Immobilienagenten.

1999 glänzte er als Frankfurter in „Jakob, der Lügner“, einem Film über die Belagerung Polens durch die Nationalsozialisten und wurde für die Rolle des Gene in Jill Sprechers Drama „Thirteen Conversations About One Thing“ mit dem Chlotrudis Award ausgezeichnet. 2004 glaubte er in dem vorweihnachtlichen Drama „Noel“ an die Reinkarnation seiner toten Frau - allerdings in der Person eines Mannes. An seiner Seite spielten Susan Sarandon und Penelope Cruz. Im Thriller „Firewall“, der von einem perfiden Bankeinbruch handelt, engagierte ihn Regisseur Richard Loncraine neben dem Titelhelden Harrison Ford. Sein größter Erfolg gelang ihm aber 2007, als er die Oscar-Trophäe für die Darstellung des obszönen Großvaters in der Komödie „Little Miss Sunshine“ entgegennehmen durfte. Zuletzt war Arkin in dem fesselnden Thriller „Rendition“ um die Entführung eines ägyptischen Ingenieurs, der vom CIA fälschlicherweise für einen Terroristen gehalten wird, zu sehen.

Alan Arkin ist nicht nur vor der Kamera aktiv: In der Satire „Kleine Mörder“ (1971) und in der Versicherungsbetrugskomödie „Es brennt an allen Ecken“ (1976) führte er Regie. Außerdem verfasste er 1972 ein Kinderbuch und sieben Jahre später ein Buch über Yoga. Der Vater von drei Söhnen, Adam, Matthew und Tony, ist seit 1996 in dritter Ehe mit Suzanne Newlander Arkin verheiratet.

Filme und Serien

Videos und Bilder

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