Alain Delon

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Als „Der eiskalte Engel“ in dem gleichnamigen stilbildenden Film noir von Jean-Pierre Melville ging der 1935 in Paris geborene Alain Delon in die Filmgeschichte ein. Die strenge, distanzierte und ästhetisch überwältigende Studie eines zwischen seinen Auftraggebern und der Polizei aufgeriebenen Profikillers, der wie ein „Samourai“ (Originaltitel) Harakiri begeht, legte für immer das Image Delons fest, der mit mimischem Minimalismus, eleganten und ritualisierten Bewegungen sowie einem Höchstmaß an Perfektion als Darsteller selbst ein Profi im Sinne Melvilles war. Delon schuf zu Beginn seiner Karriere die definitive Ausprägung von Patricia Highshmith’s Mörder Tom Ripley („Nur die Sonne war Zeuge„) und spielte nie in einem Film der „Nouvelle Vague“ wie sein Kollege Jean-Paul Belmondo, sondern stattdessen unter der Regie namhafter Regisseure wie Luchino Visconti („Rocco und seine Brüder„, „Der Leopard„) und René Clement („Halt mal die Bombe, Liebling“), später Melville („Vier im roten Kreis„, „Der Chef“) und Joseph Losey („Monsieur Klein“). Mit Belmondo war er drei Jahrzehnte Kassenmagnet des französischen Kinos, ihre Rivalität ist unterschwellig in dem von Delon produzierten und von beiden gespielten „Borsalino“, einer komödiantischen Gangstergeschichte, präsent.

Delon schuf beeindruckende Studien des entfremdeten Menschen und spielte Killer, Kriminelle und Kommissare jeder Art. Die fünfjährige Verlobungszeit mit Romy Schneider löste ein ergiebiges Medieninteresse aus, ebenso wie 1968 die Ermordung des Leibwächters seiner damaligen Ehefrau Nathalie Delon während der Dreharbeiten zu „Der Swimmingpool“. Seine zugegebenen Verbindungen zur Unterwelt, geschickte Finanzaktionen und Beteiligungen an Projekten der Rüstungsindustrie gehören zu den schillernden Seiten Delons, der sich auch als Sänger versuchte und zwei Mal Regie führte („Rette deine Haut, Killer„, „Der Kämpfer„). 1995 erhielt er für sein Lebenswerk den „Goldenen Bären“ der Berlinale.

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