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Leben & Werk

Aelrun Goette ist Autorin und Regisseurin. Menschliche Abgründe, Grenz- und Extremsituationen haben es der Filmemacherin angetan. Zunächst machte sie mit herausragenden Dokumentarfilmen wie „Die Kinder sind tot“ auf sich aufmerksam, inzwischen hat sie sich ebenso erfolgreich auf das Fiction-Fach verlegt.

Aelrun Goette wurde am 6. Juli 1966 in Berlin geboren. Sie wuchs im Ost-Teil der Stadt auf. Nach der Schule absolvierte Aelrun Goette zunächst eine Ausbildung als Fachkrankenschwester für Neurologie und Psychiatrie, arbeitete in der Psychiatrie und als Vollzugshelferin im Gefängnis. Später jobbte sie als Modell und arbeitete als Kostümbildnerin am Landestheater Altenburg. Nach der Wende machte sie 1990 das Abitur nach und inszenierte erste Stücke am Theater. Anfang der 90er-Jahre studierte sie zunächst einige Semester Psychologie. Ab 1993 folgte ein Regie-Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg, das sie 2000 mit dem Diplom abschloss. Während des Studiums wirkte sie in der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit, um ein wenig Geld nebenher zu verdienen. An der Hochschule inszenierte sie ihren ersten abendfüllenden Dokumentarfilm „Ohne Bewährung – Psychogramm einer Mörderin“ (1997) über eine 15-jährige Mörderin, die sie in der JVA kennengelernt hatte. 2001 folgte der vieldiskutierte Dokumentarfilm „Feldtagebuch – Allein unter Männern“ über vier junge Frauen in der Bundeswehr. 2003 drehte Aelrun Goette den aufwühlenden Dokumentarfilm „Die Kinder sind tot“ über eine überforderte Mutter, die ihre kleinen Söhne verhungern und verdursten ließ. 2005 lieferte Aelrun Goette mit dem Psychodrama „Unter dem Eis“ ihren ersten, hoch gelobten Spielfilm. Seit 2008 gehört sie zum Kreis der „Tatort“-Regisseure. Mit dem Fall „Der glückliche Tod“ mit Ulrike Folkerts gelang Aelrun Goette ein äußerst sensibler Film zum Thema Sterbehilfe. 2009 folgte „Keine Angst“, eine gelungene Mischung aus Dokumentar- und Liebesfilm. 2010 inszenierte Aelrun Goette den ungewöhnlichen Samstagabend-Krimi „Die elegante Lösung“ aus der Reihe „Unter Verdacht“, der sich mit dem Schicksal illegaler Einwanderer auseinandersetzt.

Aelrun Goette wurde für ihre Regiearbeit vielfach ausgezeichnet. So erhielt sie für ihren Dokumentarfilm „Die Kinder sind tot“ 2004 den Bundesfilmpreis in Gold sowie 2007 einen Grimme Preis für ihr Spielfilm-Debüt „Unter dem Eis“ und 2011 einen weiteren für „Keine Angst“. Die zweifache Mutter lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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