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Adrien Brody Poster

Was in Cannes die Croisette für die Reichen und Schönen, ist in München die Isarmeile für jedermann. Entlang einer auf den Asphalt gemalten blauen Linie fand in den vergangenen Tagen jeder auch ohne Stadtplan zum Festivalkino seiner Wahl.

Das Filmfest war auch 2005 wieder ein Erfolg für alle Filmfans Bild: Filmfest München

Während auf der ganzen Welt ein Fledermausmann und ungehobelte Außerirdische die Massen in die Kinos lockten, konnte sich der wahre Filmfreund glücklich schätzen, wenn er die letzte Juniwoche in München verbrachte. Hier wurde ganze acht Tage lang gezeigt, was die Welt wirklich bewegt: Das wahre Leben. Spannende, skurrile, unterhaltsame, politische und ans Herz gehende Geschichten ließen das Cineastenherz höher schlagen.

Für jeden Geschmack war das Richtige dabei: Die Japan-Freaks bekamen ihre eigene Reihe inklusive Retrospektive zu Kiyoshi Kurosawa und Keisuke Kinoshita, wer’s lieber Französisch mag fand seine Ménage a trois im „Nouveau Cinéma Francais“, eine frische Brise wehte aus Italien über den Brenner herüber, und sogar die Touristen konnten im Juni einen kleinen Besuch auf dem „Oktoberfest“ in ihr Programm aufnehmen.

Auch Keira Knightley zeigt viel Haut in "The Jacket" Bild: Mandalay Pictures/Warner Independent Pictures

Nackte Haut lässt die Kassen klingeln

In über 200 Filmen ging es um die großen, aber vor allem auch kleinen Helden des Alltags, um Familie, Freunde, Beziehungen und die Liebe. Michelangelo Antonioni, Steven Soderbergh und Wong Kar-Wai widmeten ihr sogar das gemeinsame Projekt „Eros„. Was sich in den freizügigen Episoden ankündigt, scheint sich derzeit zum Must-have einer ganzen Filmgeneration zu entwickeln: Nackte Haut und so viel Sex wie geht.

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Disney-Prinzessin Anne Hathaway lässt in „Havoc“ die Hüllen fallen, Salomé Stevenin zeigt in „Cold Showers“ wirklich alles und Keira Knightley springt in „The Jacket“ wie Gott sie schuf - warum auch immer - mit Adrien Brody in die Kiste. Dagegen fiel die Selbsttherapie von Caveh ZahediI Am a Sex Addict“ entgegen jeder Erwartung fast sittsam aus. Doch Sex sells - und so waren alle erotisch anmutenden Vorstellungen komplett ausverkauft.

Die tollpatschig wirkenden Frackträger auf Reisen sorgten für Abkühlung Bild: Kinowelt

Politische Themen und Pinguine

Auch die Politik kam bei so viel Liebe nicht zu kurz. Bereits der Eröffnungsfilm „Drum“ machte sich die Rassentrennung in Südafrika zum Thema, das sich auch in anderen Filmen fortsetzte. In „L.A. Crash“ zeigt sich die Alltäglichkeit des Rassismus zwischen Schwarz und Weiß, in „Havoc“ werden die Latino-Gangs sogar ironischer Weise zu Idolen für die gelangweilten reichen Kids. Auch das immer aktuelle Thema Wahlkampf fand in der Satire „Silver City“ ein Zuhause, und bei den American Independents wurde der Blumenkinder der 60er Jahre und der Kriegsberichterstatter gedacht.

Die wahren Stars trugen jedoch Frack: „Die Reise der Pinguine“ machte die zähen Kaiserpinguine zweifelsohne zu den heimlichen Königen des Festivals, auch wenn ihnen ein gelber Hund den Bayern3-Publikumspreis vor der Nase wegschnappte. Bei über 30 Grad Hitze in der bayerischen Landeshauptstadt sorgten die eleganten Tollpatsche für 90 Minuten angenehme Abkühlung, und man ließ sich nur zu gerne mitten auf eine Eisscholle in der Antarktis entführen. Bei tropischen Temperaturen ist der schönste Platz eben doch im Kino.

Der Abschlusstag: Charles Dance, Dame Judi Dench, Andreas Ströhl und Daniel Brühl Bild: Eugen Haller

Krönender Abschluss

Politisch fing das Münchner Filmfest an, emotional hörte es mit „Der Duft von Lavendel“ auf. Zum krönenden Abschluss brachte Dame Judi Dench ein wenig Glamour in das sonst recht promiarme Festival, bei dem noch die Regisseure selbst Rede und Antwort für ihre Werke stehen. Bevor die kleine Dame mit der riesen Leinwandpräsenz hochoffiziell und sogar auf deutsch das Filmfest beendete, durfte sie sich mit einem tosenden Applaus für ihre darstellerische Leistung feiern lassen.

Anschließend lud Direktor Andreas Ströhl das Publikum zur Abschlussparty ein und hielt damit sein Versprechen, das Münchner Filmfest zu einem Kinofest für alle zu machen.

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