Adriano Celentano

Schauspieler • Musiker • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter

Leben & Werk

Seine unnachahmliche Reibeisenstimme hat ihn als Schlagersänger („Azurro“, „Chi no lavora no fa l’amore“) weltberühmt gemacht. Seine witzigen Komödien verhalfen Adriano Celentano in den 70er- und 80er-Jahren zum Titel „Italiens Star-Komiker Nr. 1“. Da spielt er als italienische Antwort auf Belmondo den tollpatschigen Liebhaber, den cleveren Unternehmer, den raffinierten Kleingauner, den verantwortungslosen Zocker, den naiv bärbeißigen Bergbauern, dem selbst die Vögel gehorchen, den raubeinigen Chauffeur, den griesgrämigen Affenmenschen und den mürrischen Anwalt. Celentanos betont abweisende Art speziell Traumfrauen gegenüber, die er mit Gleichgültigkeit straft, auf dass sie sich umso mehr um ihn bemühen, ist teils parodistische Macho-Attitüde, teils lumpenproletarisches Gehabe, das beweist, wie Underdogs und Einzelgänger es mit Aufrichtigkeit allen zeigen. In seiner Heimat ist damit die Rolle eines nationalen Kaspar Hauser verbunden, der sich nach und nach mit der Gesellschaft versöhnt.

Adriano Celentano wurde 1938 in Mailand geboren und wird in den 60er-Jahren ein erfolgreicher Rock-Sänger, ist als er selbst z.B. in Federico Fellinis „La dolce vita - Das süße Leben“ (1959) zu sehen und hören. Nach einem missglückten Regieversuch 1964 spielt er unter anderen Regisseuren (Hirte in „Serafino, der Schürzenjäger“ mit Stefania Sandrelli), bis er es 1974 mit dem von ihm selbst inszenierten „Yuppi du“ an der Seite von Charlotte Rampling erneut wagt und in einem seltsamen Genremix von einem Armen erzählt, der sein Glück in der Konsumwelt und bei Frauen macht. Der internationale Durchbruch gelingt mit Filmen wie „Der gezähmte Widerspenstige“ und „Gib dem Affen Zucker“ an der Seite von Ornella Muti. Celentanos Partnerinnen dieser Erfolgsjahre sind Kultstar Edwige Fenech, Claudia Mori, Erotik-Star Sybil Danning, Eleonora Giorgi, Debra Feuer, Desirée Nosbusch, Carole Bouquet und Anna Maria Kanakis, die Regisseure Sergio Sorbucci (die unterschätzte Gaunerkomödie „Bluff“ mit Anthony Quinn) und das Autoren-Regie-Duo Castellano und Pipolo setzen ihn gekonnt in Szene. Der gelungenste Celentano-Film dürfte „Asso“ (1981) sein: Als ermordeter Zocker verhilft er als Geist seiner schönen Witwe (Fenech) zu neuem Lebensglück.

Nach dem Flop von „Joan Lui“ (1985), wo er als Christus auftrat, zog sich Celentano weitgehend vom Film zurück. Die Schlagerkarriere blieb davon unberührt. Celentano lebt in einer 30-Zimmer-Villa am Comer See mit Privatwald, Bienenstöcken und Weinbergen. Er hat drei Kinder mit Ehefrau Claudia Mori. Ende 2005 machte Celentano Furore mit seiner in einem einmaligen Deal ausgehandelten jeweils dreistündigen TV-Show im Sender RAI (der Regierungschef Silvio Berlusconi gehört), wo er mit populären Stars wie Roberto Benigni auftritt und Kritik an der Regierung übt.

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