Adriana Altaras

Schauspieler
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Leben & Werk

Deutsche Schauspielerin und Theaterregisseurin. Von Anfang an verkörperte sie lebenserfahrene, gestandene Frauen, die einen Hang zum Chaotischen mit Witz und freundlicher Durchsetzungskraft verbinden. Ihre leicht verstrubbelten, lockigen schwarzen Haare hat Adriana Altaras nie verändert, sieht als Frau und Jüdin die Auseinandersetzung mit Holocaust, Emanzipation und Frauenrollen in der Gesellschaft als gegeben und notwendig an. Altaras ist als Theaterregisseurin für ihre lebendigen Inszenierungen berühmt, wagt Drama, Oper und Operette gleichermaßen. Anfang der 80er-Jahre übernahm sie erste Kinofilmrollen, war Dauergast in Filmen von Rudolf Thome („Paradiso“), spielte für Dani Levy („Mein Führer“), übernahm Haupt- und Nebenrollen in Komödien („Stellungswechsel“) und in TV-Serien sowie Fernsehfilmen (Aisha in „Ein Sommer in Marrakesch„). 2010 ist sie die Revolutionärin Rosa Luxemburg im Historiendrama „Der Gewaltfrieden“.

Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb, Kroatien, als Tochter des verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde von Gießen geboren, verbrachte ihre Kindheit in der Schweiz und Italien und studierte nach dem Abitur an der Hochschule der Künste in Berlin. Nach einem Studienaufenthalt in New York gründete sie in Berlin das freie experimentelle Theater zum Westlichen Waldhirschen, wo sie spielte, schrieb und inszenierte. Altaras inszenierte an der Freien Volksbühne, am Maxim-Gorki-Theater, der Neuköllner Oper und am Berliner Ensemble. Altaras feierte Erfolge mit der deutschen Version der „Vagina-Monologe“, mit wechselnden Schauspielerinnen (Katja Riemann, Iris Berben, Hannelore Elsner, Esther Schweins, Sonja Kirchberger) in der Arena-Berlin, wo sie 2003 den Erfolg mit dem 40 Jahre alten Stück „Damen der Gesellschaft“ wiederholte. Sie inszenierte in Augsburg (Oper „Zar und Zimmermann„), Stuttgart, Konstanz und Basel sowie 2010 in Leuben die Operette „Prinz Methusalem“ (1932).

Nach ihrem Kinofilmdebüt 1982 in „Dorado (One Way)“ und einer Rolle als Kaufhausangestellte in „In der Wüste“, spielte Altaras 1987 die Hauptrolle in Rudolf Thomes „Das Mikroskop“, Beginn seines Zyklus „Formen der Liebe“ und Beginn einer Zusammenarbeit, die bis 2006 die Filme „Der Philosoph“, „Sieben Frauen“, „Die Sonnengöttin“, „Das Geheimnis“, „Paradiso“, „Rot und Blau“ und „Rauchzeichen“ umfasst. Für Dani Levy war Altaras Verkäuferin im Judaica-Geschäft in der Komödie „Alles auf Zucker!“ (mit Henry Hübchen), spielte die Ehefrau des jüdischen Professors Grünbaum (Ulrich Mühe) in der Satire „Mein Führer“ und hatte einen Cameo-Auftritt in „Das Leben ist zu lang“ (2010). Sie spielte in den Erfolgskomödien „Stellungswechsel“ (von Maggie Peren) und „Vollidiot“ (mit Oliver Pocher), war die Tante der Blutgräfin Bathory in Julie Delpys „Die Gräfin“ und in den musikalischen Komödien „Tor zum Himmel“ (von Veit Helmer) und „Märzmelodie“ (mit Alexandra Neldel). Im in Potsdamer Studios gedrehten US-Actionthriller „Ninja Assassin“ war Altaras 2009 die Landlady.

Altaras spielte in den Serien „Frauenarzt Dr. Markus Merthin“ (14 Folgen), „Liebling Kreuzberg„, „Löwenzahn“, „Ein Fall für zwei“, „Soko Leipzig“, „Wolffs Revier“, „KDD - Kriminaldauerdienst“ (sechs Folgen) und „Pastewka“ (2007).

Adriana Altaras wurde 1988 für „Das Mikroskop“ mit dem Filmband in Gold und 2000 mit dem Silbernen Bären der Berlinale als Ensemblepreis für „Paradiso - Sieben

Tage mit sieben Frauen“ ausgezeichnet. 1993 erhielt sie den Theaterpreis Nordrhein-Westfalen.

Altaras, als Interviewerin für Steven Spielbergs Shoah Foundation tätig, organisierte 2002 die Jüdischen Kulturtage in Berlin. Sie ist Dozentin an der Hochschule der Künste in Berlin, Abteilung Musical.

Altaras‘ Sohn Aaron (Vater: Komponist Wolfgang Böhmer) spielte in „Nicht alle waren Mörder“ (TV) die Rolle von Michael Degen als Kind. (geh)

Filme und Serien

Videos und Bilder

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    Kino.de Redaktion  

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