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Sharons Instinkt trügt

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Adam Sandler Poster
© Warner

Sie wurde als selbstbewusste Femme Fatale mit „Basic Instinct“ über Nacht zum Superstar. Doch jetzt ist Sharon Stone ihr Diventum zum Verhängnis geworden.

Sharon Stone legt sich mit "Catwoman" an Bild: Warner

Sharon Stone

Zu Beginn schien die Rechnung des ehemaligen Fotomodells aufzugehen. Für die Darstellung der alkoholabhängigen Ginger in Martin Scorseses Gangsterballade „Casino“ erhielt Sharon einen Golden Globe und wurde für einen Oscar nominiert. Weitere Nominierungen folgten für „The Mighty“ und „Die Muse„. Die Powerfrau gründete eine eigene Produktionsfirma mit dem Namen „Chaos Productions“. Als Sharon den Herausgeber Phil Bronstein heiratete und die beiden einen Sohn adoptierten, war ihre Welt noch in Ordnung.

Für "Casino" mit Robert De Niro im Bett Bild: UIP

Ich bin nicht mehr jung und brauche Geld

Die Schauspielerin plante an ihren ersten Erfolg anzuknüpfen und eine Fortsetzung zu „Basic Instinct“ zu drehen. Doch das Projekt kam einfach nicht weiter: Die Suche nach einem männlichen Hauptdarsteller zog sich hin und schließlich stieg Regisseur David Cronenberg aus. Letztendlich verabschiedete sich auch Sharon Stone von ihrem Traum.

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Im Oktober 2001 bekam Sharon eine Gehirnblutung. Acht Monate später war sie bereits wieder auf der Suche nach neuen Projekten. Bei dem Filmfestspielen in Cannes saß die Blondine in der Jury, sah sich aber kaum einen der Filme an. Sharon soll die meiste Zeit bei ihrem Stylisten verbracht haben, um sich für ihr Comeback in Szene zu setzen. Auf einer Pressekonferenz sagte sie unverblümt: „Ich bin ein paar Jahre weg gewesen, aber jetzt will ich wieder Filme machen. Ich suche einen Job. Wenn es hier in Cannes jemanden gibt, der sich dafür interessiert, soll er sich bei mir melden.“

Die Diva auf dem roten Teppich in Cannes Bild: Kurt Krieger

Klar hab ich Zeit, wir drehen nur

Die Resonanz hielt sich in Grenzen. Nachdem sie in „Cold Creek Manor“ von einem Psychopaten heimgesucht wurde, ergatterte Sharon Stone eine Nebenrolle in „Catwoman„.

Die 46-Jährige machte wieder negative Schlagzeilen. Sie kam mehrmals zu spät zu den Dreharbeiten, nörgelte an den Kostümen herum und verlangte, dass ihre Dialoge umgeschrieben wurden. Die Hollywood-Diva brachte das Fass zum Überlaufen als sie vor laufender Kamera einen Telefonanruf annahm und in aller Seelenruhe ein Plauderstündchen einlegte. Ein Mitglied des Produktionsteams beschwerte sich:

„Oft kam es vor, dass Sharons Ego und ihr Benehmen vollkommen außer Kontrolle gerieten. Sie hat sich wegen jeder Kleinigkeit aufgeregt und rumgejammert, wenn es nicht nach ihrem Kopf ging.“

Sharon Stone in ihrer berühmtesten Szene Bild: Scotia

117 Millionen für nichts

Das könnte Sharon Stone jetzt zum Verhängnis werden. Die Femme Fatale hat das Produzententeam, mit dem sie „Basic Instinct 2“ drehen wollte, verklagt. Von Andrew Vajna und Mario Kassar, die schon gemeinsam „Rambo“ und „Terminator 3“ produzierten, fordert Sharon Stone ganze 117 Millionen Dollar.

Die Schauspielerin beruft sich auf eine mündliche Abmachung, bei der die beiden ihr 14 Millionen Dollar versprochen hätten - egal ob der Film jemals gedreht werden würde oder nicht. Außerdem will Sharon für Projekte entschädigt werden, die sie ausgeschlagen hat. Sie habe zum Beispiel das Angebot abgelehnt, in „Mr. Deeds“ mit Adam Sandler mitzuspielen, um sich den Rücken für „Basic Instinct 2“ freizuhalten.

Mit Dennis Quaid auf der Flucht in "Cold Creek Manor" Bild: Buena Vista

Ich will einen goldenen Schminkstuhl

Im Laufe der Verhandlungen hat sich das Blatt für Sharon Stone gewendet. Inzwischen sind Beweise aufgetaucht, die belegen, dass die Diva am Scheitern des Projekts nicht ganz unbeteiligt war. Ihr Anwalt Ed Limato hatte seine Angestellten angewiesen, bei den Telefonaten mitzuschreiben, die er mit Frau Stone führte. Diese Notizen stützen die Annahme, dass Sharon mit ihren übertriebenen Forderungen eine Fortsetzung von „Basic Instinct“ vereitelt hat.

Die Schauspielerin setzt zurzeit alle Hebel in Bewegung, damit diese Beweise vor Gericht nicht zugelassen werden. Doch die Anwälte von den Herren Vanja und Kassar sind zuversichtlich: „Diese Notizen sind die wichtigsten Beweismittel in diesem Fall. Sie belegen, was wirklich passiert ist.“

Als mystische "Muse" wickelte Sharon Hollywood-Größen um den Finger Bild: Kinowelt

Bye, Bye, Sexsymbol

Die Frau, die gesagt haben soll, dass sie jeden Mann auf der Welt haben könnte, ist auch privat am Ende. Ehemann Phil hatte bereits 2003 die Scheidung eingereicht, jetzt hat sie auch ihr letzter Freund Bernie Cahill verlassen. Laut einem Bekannten war Sharon einfach zu fordernd.

Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: „Basic Instinct 2“ ist noch nicht zu den Akten gelegt worden. Lee Tamahori soll den als Sequel geplanten Thriller inszenieren. Er entwickelt eine Story um eine Fotografin, die ihren Psychiater manipuliert - ohne einen Bezug zu dem Blockbuster von 1992.

Und wenn es so weiter geht, wohl auch ohne Sharon Stone…

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