Achim von Borries

Produzent • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Deutscher Regisseur und Drehbuchautor. Achim von Borries gehört zu den deutschen Filmemachern, die sich stilistisch erproben, mit Genres experimentieren, thematisch nicht gebunden sind und an Dramen, Komödien, Road Movies, Sozialstudien, Krimis und Animationsfilmen arbeiten. Er wurde bekannt mit dem Berlin-Film „England!„, inszenierte die Liebestragödie „Was nützt die Liebe in Gedanken„, war am Erfolg von „Goodbye, Lenin!“ als Co-Drehbuchautor beteiligt und gab der TV-Reihe um „Eva Blond“ weiteren parodistischen Schliff.

Achim von Borries wurde 1968 in München geboren, studierte an der FU Berlin Germanistik, Politologie und Philosophie und wechselte 1993 zum Regiestudium an die Hochschule für Film und Fernsehen München. Für den SFB konzipierte er die Reihe „Boomtown Berlin“. 1998 gewann sein Kurzspielfilm „Halberstadt“ den Kamerapreis auf dem Internationalen Filmfest der Filmhochschulen in München.

„England!“, sein Abschlussfilm an der HFF München (2000), verfolgt einen todkranken jungen Russen (Ivan Shvedoff), der in Berlin mit der Russenmafia in Kontakt kommt, durch die Stadt driftet und in einem Boot auf dem Ärmelkanal stirbt. Die bildstarke Mischung aus Road Movie, Sozialstudie und existenzialistischem Drama gewann vier Preise auf dem Filmfestival Cottbus und den von der Gewerkschaft vergebenen ver.di-Fernsehpreis. Von Borries‘ Großproduktion „Was nützt die Liebe in Gedanken“ (2002), eine mit Daniel Brühl, August Diehl und Anna Maria Mühe prominent besetzte, verträumt poetische Liebesgeschichte um die Steglitzer Schülertragödie 1927 und den studentischen Selbstmörderclub, fand keinen Anklang beim großen Publikum.

Achim von Borries beteiligte sich am Drehbuch von Wolfgang Beckers Millionenerfolg „Goodbye, Lenin!“ (2003) und führte Regie in der Sat-1-TV-Reihe um die unkonventionelle Ermittlerin Eva Blond (Corinna Harfouch) in der Folge „Blond! Eva Blond!: Epsteins Erbe“ (2006): Dort wird ein allmächtiger Produzent (Lambert Hamel) Opfer einer Mordintrige, die stilistisch die Schwarze Serie Hollywoods und die Edgar-Wallace-Gruselkrimis parodiert. Ebenfalls 2006 schrieb er das Drehbuch zum Animationsfilm „Die drei Räuber“, die Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs von Tomi Ungerer.

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