Zwischen Himmel und Hölle im Stream

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Zweiteiler zum Reformationsjubiläum 2017.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zwischen Himmel und Hölle: Zweiteiler zum Reformationsjubiläum 2017.

    Der 160 Minuten lange Luther-Film erzählt die Geschichte der Reformation als Zweikampf zwischen zwei Wortführern.

    Nach „Katharina Luther“ (ARD) zeigt nun auch das ZDF seinen Fernsehfilm zum Luther-Jahr. Das Drehbuch von Stefan Dähnert und Marianne Wendt konfrontiert den Reformator, der sich in den bisherigen Biopics stets mit Vertretern der Kirche auseinandersetzen musste, mit einem Gegenspieler aus den eigenen Reihen. Dramaturgisch ist das ausgesprochen clever, denn der Film kratzt auf diese Weise an dem Denkmal, das er selbst errichtet hat: Luther (Maximilian Brückner) will die Kirche verändern, aber nicht die Welt. Wenn er von Freiheit spricht, dann meint er die religiöse Freiheit, nicht die soziale. Sein Mitstreiter Thomas Müntzer (Jan Krauter) dagegen ist ein Radikaler, der sich den aufständischen Bauern anschließt.

    All‘ das prägt jedoch erst den letzten Akt. Bis dahin erzählt „Zwischen Himmel und Hölle“ eine weitgehend bekannte Geschichte mit bekannten Bildern. Das Spätmittelalter von Regisseur Uwe Janson ist exakt so dreckig und finster wie in den meisten anderen Filmen über diese Zeit. Manche Einstellung ist arg klischeehaft, aber immerhin ist das Licht mit sichtbarer Sorgfalt gestaltet (Kamera: Michael Wiesweg). Schauspielerisch gibt es ebenfalls Licht und Schatten. Einige der jungen Ensemblemitglieder sind teilweise nicht kantig genug für ihre Rollen und stoßen an Grenzen, wenn sie die Stimme erheben. Außerdem deklamieren sämtliche Darsteller selbst banale Sätze, als seien ihre Worte in Stein gemeißelt. Ausgerechnet der große Armin Rohde interpretiert den Chefschergen des Erzbischofs genauso schlicht, wie sich die Figur beschreiben lässt: als schurkischen Mann fürs Grobe. Wenn sich später im Volk der Unmut breitmacht, trumpfen einige Nebendarsteller auf, als gelte es, im Freilichttheater auch das Publikum in der letzten Reihe noch zu beeindrucken.

    Regisseur Uwe Janson verzichtet mit Ausnahme weniger Gewaltszenen auf spekulative Bilder. Selbst die Bauernkriegsgefechte am Schluss sind vergleichsweise dezent inszeniert. Sex, in Mittelalterfilmen sonst immer ein Faktor, spielt überhaupt keine Rolle, obwohl es doch Luther zu verdanken ist, dass der Zölibat zumindest für protestantische Pfarrer kein Thema mehr ist. Der Verzicht auf Schauwerte ist zwar aller Ehren wert, hat aber auch zur Folge, dass sich die 160 Minuten ganz schön ziehen. Mit der Erotik des Geistes wuchern Janson, Dähnert und Wendt dafür umso mehr, jedenfalls immer dann, wenn das Autorenduo nicht gerade wieder versucht, so viele Redensarten wie möglich unterzubringen. Höhepunkt, inhaltlich wie auch schauspielerisch, ist ein Disput zwischen Luther und Erzbischof Albrecht, eine Szene, die nach Punkten klar an Joachim Król geht. Der Religionsfürst sorgt auch für die grimmige Schlusspointe des Films, als er Müntzers Hand bei der Unterschrift unterm Widerruf führt; und zwar nur die Hand. tpg.

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