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Vikings Staffel 4 Folge 18: "Schrei nach Rache" Review (Spoiler!)

Kristina Kielblock  

Ragnars Tod war sein letzter Schachzug, um sich am Verrat von König Ecbert und den Engländern zu rächen. Er wusste, „wie die kleinen Schweinchen grunzen werden, wenn sie hören, wie der alte Eber leiden musste.“ Sie grunzen laut und mit ihnen eine riesige Streitmacht. Hier gibt es nur Spoiler, also nichts für euch, wenn ihr die Folge noch nicht gesehen habt!

Ragnar (Travis Fimmel) hat seine Reise nach England auch dazu genutzt, um seinen Sohn Ivar (Alex Høgh Andersen) über die Gebräuche und Sitten der Sachsen zu unterrichten. Ivar leitet daraus ab, dass es der Wunsch seines Vaters gewesen wäre, dass er den Rache-Feldzug gegen König Ecbert (Linus Roache) und König Aelle (Ivan Kaye) anführen möge. Er scheitert damit, aber ein Konsens unter den Brüdern kann zu Gunsten der erfolgreichen Rache für des Vaters Tod dennoch schnell gefunden werden: Bjorn (Alexander Ludwig) wird die Schlacht anführen. Unzählige Krieger sind nach Kattegat gekommen, um gegen England zu segeln und den Mördern König Ragnars den Garaus zu machen. Lagertha (Katheryn Winnick) weiß, dass diese Fahrt schicksalhaft ist, denn wenn die Unternehmung fehlschlägt und die Wikinger nicht siegreich aus der Konfrontation hervorgehen, werden sich die nordischen Völker und die Gemeinschaft von Kattegat nur schwer davon erholen können. Was noch geschah in Folge 18 der vierten Staffel „Vikings“ lest ihr hier.

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Haralds große dänische Liebe

König Harald (Peter Franzén) unterliegt seit Jahren dem Charme der schönen Prinzessin Ellisif (Sophie Vavasseur) aus Dänemark. Nur ihretwegen hat er sich vorgenommen, König von ganz Norwegen zu werden. Seine Angebetete ist allerdings inzwischen mit Jarl Jorgensen (Jack Nolan) verheiratet. Halfdan (Jasper Pääkkönen) reicht Harald ein Messer, um auf diese Nachricht adäquat zu reagieren, aber dieser kann sich beherrschen und tötet sie nicht. Sein Ehrgeiz, ein großer Mann zu werden, scheint aber von diesem Erlebnis nicht gebrochen. Halfdan und Harald führen etwas im Schilde, sie zielen darauf, die Lothbroks zu entmachten. Bjorn ist sich dessen bewusst und auch seine Brüder haben ein Auge auf die beiden Nordmänner. Diese arbeiten allerdings mit einer weiteren Vertrauensperson im Geheimen zusammen: Egil (Charlie Kelly). In der Serie dürfte er noch einen hohen Stellenwert bekommen, denn die Egils Saga, als Teil der Isländersaga, gehört zu den wichtigsten Werken der mittelalterlichen europäischen Literatur. Den Erzählungen nach begibt sich Egil als junger Erschwachsener nach Norwegen, entsprechend dem Brauch wohlhabender isländischer Familien. Der König dort schätzte ihn aufgrund von Tapferkeit und seiner Dichtkunst. Als König Harald Schönhaar stirbt, wird er von dessen Nachfolger zum Gesetzlosen erklärt und kehrt nach zahlreichen Kämpfen nach Island zurück. Wir werden zukünftig sicher mehr darüber erfahren, welche Wege König Harald und Egil in der Interpretation von Michael Hirst nehmen werden.

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Eine ungewöhnliche Hochzeitsnacht

Ubbe (Jordan Patrick Smith) vermählt sich mit Margrethe (Ida Nielsen) und aus diesem Anlass spricht er ein paar klare Worte mit seinem Bruder Hvitserk (Marco Ilsø), der Margrethe auch liebt, aber als jüngerer Bruder der Tradition gemäß dem Älteren das Vorrecht lassen muss. Zwischen den beiden herrscht Einverständnis und dieses drückt sich nach der Hochzeitsfeier in ganz besonderer Weise aus. Als sie am Abend zu dritt beieinander sitzen, spricht Ubbe das Thema erneut an und schlägt vor, die Frau zu teilen. Hvitserk schlägt vor, dass die Frau das entscheiden solle und Margrethe findet den Gedanken reizvoll, sofern die Beziehungen dann nicht von Eifersucht zerfressen werden. Sie machen den Test sofort und verbringen die Hochzeitsnacht zu dritt. So sind sie, die Wikinger in Hirsts Heiden-Universum.

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Ein Opfer für den Sieg

Auch Bjorn steht der Sinn nach Sex und er hat sich – aus noch unbekannten Gründen – für seine leidenschaftliche Hingabe Astrid (Josefin Asplund), die Freundin seiner Mutter, ausgesucht. Während Lagertha den Rache-Kriegern ein Opfer darbringt – es handelt sich um einen mutigen Jarl, der brutal aufgeschlitzt wird – vergnügen sich Bjorn und Astrid in wilder Leidenschaft. Gewalt und Erotik vermischen sich szenisch, doch als der Opfer-Akt vollbracht ist, stellt Lagertha aufmerksam fest, was sich in der Zwischenzeit wahrscheinlich zugetragen hat, denn weder Bjorn noch Astrid sind zu sehen. Lagertha zu betrügen, hat sich bisher für niemanden ausgezahlt und auch hier sind noch Konsequenzen zu befürchten. Als sich Astrid am Abend ins Bett schleicht, sagt die tapfere Schildmaid: „Ich hoffe, es war erfreulich. Denn sonst war es das nicht wert.“ Am nächsten Tag verabschiedet sich Bjorn von den Frauen: Mutter Lagertha, Geliebte Astrid und Mutter seiner Kinder, Torvi (Georgia Hirst).

Die große Rache der kleinen Schweinchen

Bjorn lehnt es ab, die Befehlsgewalt mit anderen Jarls oder Königen zu teilen – er wird die Rache gegen seinen Vater anführen. König Aelle hat sich von der Vorstellung, die Nordmänner kämen, um blutige Rache zu nehmen, nicht besonders schrecken lassen. Als die Seefahrer landen, überbringt man ihm die Nachricht während der Ausübung seines christlichen Glaubens. Als der Bote eintritt, brüllt Aelle ihn an: „Ich empfange gerade den Leib und das Blut Christi, unseres Erlösers“, worauf der Bote trocken erwidert: „Und bald empfangt ihr eine große heidnische Armee!“ So ist es auch und der letzte Hauch von Arroganz fällt Aelle spätestens aus dem Gesicht, als er die gesamte Heidenschar auf dem Feld erblickt. Wer sich schon auf diese Schlacht freut, wird ein wenig enttäuscht, denn wir sehen nur den bedrohlichen Anfang und das vernichtende Ende. König Aelle hängt an einem Pferd und wird zur Schlangengrube geschliffen. Die Söhne und Freund Floki (Gustaf Skarsgård) wollen sehen, wo Ragnar seinen grausamen Tod fand.

Aelle winselt um Gnade, will alles bezahlen, damit sein Leben verschont bleibt. Da aber kennt er die Gefühle der Wikinger schlecht. Gold und Silber sind nicht der Preis, den sie ihn zahlen sehen wollen. Was sich stattdessen abspielt, ist eine perfekte Symbiose aus nordischen Riten und christlicher Symbolik. Ein Blutadler, der, zwischen Bäumen aufgehängt, zum Engel wird. „Ich habe gehört, euer Gott war ein Zimmermann. Das bin ich auch.“ So Floki zu Aelle. Wie es der Vater vorhergesagt hat, nehmen seine Söhne bittere und blutige Rache für ihn. Nun wird sich zeigen, wie sie mit König Ecbert verfahren werden. Den Blutadler hat übrigens auch Ragnar schon zur Bestrafung verwendet, in Staffel 2 Folge 7 ist er das Ende von Jarl Borg.

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