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Unsere wunderbaren Jahre

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Filmhandlung und Hintergrund

Der ARD-Dreiteiler nach dem Wirtschaftswunderroman von Peter Prange erzählt eine epische Geschichte von Liebe, Schmerz, Rache und Verrat.

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Kritikerrezensionen

  • Unsere wunderbaren Jahre: Der ARD-Dreiteiler nach dem Wirtschaftswunderroman von Peter Prange erzählt eine epische Geschichte von Liebe, Schmerz, Rache und Verrat.

    Der ARD-Dreiteiler nach dem Wirtschaftswunderroman von Peter Prange erzählt eine epische Geschichte von Liebe, Schmerz, Rache und Verrat.

    Die Nachkriegsjahre sind schon allein wegen ihrer Widersprüchlichkeit ein faszinierender Filmstoff: eine Zeit des Aufbruchs, in der die Menschen voller Elan nach vorn schauen wollten, während immer noch die Vergangenheit auf ihnen lastete. In seinem Roman „Unsere wunderbaren Jahre“ hat der Autor Peter Prange dieser Epoche ein literarisches Denkmal gesetzt. Dank der klugen Adaption durch Robert Krause und Florian Puchert erinnert die gleichnamige Verfilmung in ihrer Konzeption an „Ku’damm 56„. Allerdings erzählt der ARD-Dreiteiler eine ungleich umfassendere Geschichte: Metallfabrikant Wolf (Thomas Sarbacher) gilt als Mann mit weißer Weste. Trotzdem ist es auch für ihn 1948 nicht leicht, an Aufträge zu kommen. Notgedrungen lässt er sich auf einen Handel mit dem zwielichtigen Geschäftsmann Walter Böcker (Hans-Jochen Wagner) ein: Der frühere Waffenhersteller hat wegen seiner Nazi-Vergangenheit keinen „Persilschein“ bekommen, wird aber dank der Beziehungen zu den alten Kameraden den Auftrag für die Produktion der neuen D-Mark erhalten. Der Fabrikant macht Böcker zum Teilhaber, es geht wieder aufwärts, doch dann folgt der abrupte Absturz: Wolf wird angezeigt, Stacheldraht für ein Vernichtungslager produziert zu haben.

    Roman und Film bilden eine clevere Mischung aus Fiktion und Fakten. Auch das Zeitgefühl ist gut getroffen: Die einen leben den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufbruch, die anderen singen in der Kneipe immer noch die Nazi-Lieder. Geschickt verquickt der Film den historischen Hintergrund mit dem Schicksal der Töchter, zu denen der Patriarch gänzlich unterschiedliche Beziehungen hat. Die jüngste, Ulla (Elisa Schlott), ist Papas Liebling und soll dereinst seine Nachfolge antreten. Dass sie sich auf eine Liebelei mit dem Arbeiter Tommy (David Schütter) einlässt, der die Kollegen mit aufrührerischen Ideen infiziert, gefällt ihm allerdings gar nicht. Ulla hat jedoch andere Pläne: Sie will Tübingen Medizin studieren. Die durch ein Kriegserlebnis traumatisierte Gundel (Vanessa Loibl) wäre mit ihrem klaren Blick für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge ohnehin die geeignetere Nachfolgerin, aber Wolf nimmt sie nicht ernst. Schwarzes Schaf des Trios ist die älteste, Margot (Anna Maria Mühe). Ihr gilt die ganze Verachtung des Vaters, denn sie hat einen hochrangigen SS-Mann geheiratet. Als ihr Gatte mit Tuberkulose aus der Vergangenheit zurückkehrt, weigert sich Wolf, seine Arztkosten zu übernehmen; Margots Rache hat zur Folge, dass sich das Drama zur Tragödie wandelt.

    Dank der großzügigen Erzählzeit von 270 Minuten können sich die Charaktere in all‘ ihrer Komplexität entfalten. Das gilt auch für die männlichen Nebenrollen. Tommy ist dabei so etwas wie die Lieblingsfigur der Autoren, weshalb David Schütter den Kommunisten als Hommage an den jungen wilden Marlon Brando verkörpern darf. Enttäuscht über die Zustände im Westen zieht er nach Ostberlin, wo er eine neue Liebe (Marleen Lohse) findet, aber nicht glücklich wird. Es ist vor allem der Facettenreichtum der Geschichte wie auch der handelnden Personen, die „Unsere wunderbaren Jahre“ zu einem fesselnden Fernsehereignis machen, zumal gerade die drei Frauen unerwartete Entwicklungen durchlaufen. Beeindruckend ist auch die Ausstattung (K.D. Gruber). Regie führte Elmar Fischer. Der mit einigen schwungvollen Kamerafahrten versehene und in ein stellenweise fast verklärend schönes Licht getauchte historische Dreiteiler (Bildgestaltung: Felix Novo de Oliveira) ist neben dem Überwachungs-Thriller „Unterm Radar“ seine bislang beste Arbeit. Das Ensemble ist ausnahmslos vorzüglich, aber Elisa Schlott und David Schütter zeigen, warum sie zu den interessantesten Schauspielern ihrer Generation gehören. tpg.
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