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Mangel an Diversität: Marvel-Star wirft dem MCU Scheinheiligkeit vor

Hy Quan Quach |

© Disney/Marvel Studios

In einem Interview sprach Anthony Mackie, der im MCU als Falcon bekannt ist, über seinen Frust mit Marvel Studios‘ Mangel an Diversität hinter den Kulissen.

Achtung: Es folgen Spoiler zu „Avengers: Endgame“.

Eigentlich möchte man ja meinen, dass Marvel Studios in Sachen Diversität nichts vorzuwerfen ist. Das Studio, das mit dem Marvel Cinematic Universe (MCU) riesige Erfolge feiert, hat Haupt- und Nebenrollen mit Schauspieler*innen unterschiedlicher ethnischer Herkunft besetzt und achtet auf eine ausgewogene Mischung aus wichtigen männlichen und weiblichen Figuren.

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Doch ausgerechnet Marvel Studios wirft Anthony Mackie nun einen Mangel an Diversität vor. Der 41-jährige Schauspieler hat im MCU die Rolle des Sam Wilson alias Falcon inne, der am Ende von „Avengers: Endgame“ den Rundschild von Steve Rogers alias Captain America überreicht bekommt. Demnächst wird Mackie zudem gemeinsam mit Sebastian Stan in der Disney+-Serie „The Falcon and The Winter Soldier“ zu sehen sein.

Wie geht es in der Marvel Phase 4 des beliebten MCU weiter? Wir wissen es:

Anthony Mackie: „Wir müssen diese Fragen stellen“

Aber Mackie kritisiert nicht etwa die Besetzung vor der Kamera, sondern Vorgänge hinter den Kulissen, die das Publikum auf der Leinwand nur in Form von Credits zu sehen bekommt und von daher wohl kaum wahrnimmt. Er rechne es den Verantwortlichen um Marvel Studios‘ Präsidenten Kevin Feige hoch an, dass sie Schlüsselpositionen wie etwa Regie, Kamera und Kostümdesign auch an nicht-weiße Filmemacher vergeben würden. So führte etwa Ryan Coogler Regie beim Hit „Black Panther“, für „Shang-Chi And The Legend Of The Ten Rings“ wurde der Halbjapaner Destin Daniel Cretton als Regisseur engagiert und Scarlett Johanssons Soloauftritt in „Black Widow“ inszenierte Cate Shortland. Aber genau darin sehe er das Problem, ließ er in der Variety-Serie „Actors on Actors“ mit Daveed Diggs wissen:

„Bei ‚Black Panther‘ hast du einen Schwarzen Regisseur, einen Schwarzen Produzenten, einen Schwarzen Kostümdesigner und einen Schwarzen Stunt-Choreographen. Und ich denke mir, das ist noch rassistischer als alles andere. Denn wenn man Schwarze nur für einen Film mit Schwarzen anheuern kann, bedeutet das nicht etwa, dass sie nicht gut genug für einen Film mit hauptsächlich weißer Besetzung sind?“

Da muss man Mackie recht geben. Tatsächlich ist es so, dass nur dann nicht-weiße Filmemacher engagiert wurden, wenn es darum ging, Filme mit nicht-weißen Hauptfiguren zu produzieren. Die bereits genannten MCU-Filme „Black Panther“ und „Shang-Chi And The Legend of The Ten Rings“ sind gute Beispiele für diese Vorgehensweise. Mackie habe in genug MCU-Filmen mitgespielt, bei denen jede wichtige Position – vom Regisseur bis zum Produzenten – nur mit Weißen besetzt worden sei. Und er habe auch einen guten Vorschlag, wie es generell anzugehen sei:

„Heuert die beste Person für den Job an. Selbst wenn das bedeutet, dass man die zwei besten Frauen an Bord holt oder die zwei besten Männer.“

Angst vor einem Rüffel oder gar ernsten Konsequenzen für seine weitere Zukunft im MCU habe er nicht, denn er sei in einer Position, die es ihm erlaube, unangenehme Fragen zu stellen und Mackie sieht es wohl auch als seine Pflicht an.

Alle MCU-Charaktere anhand ihres Kostüms erkennen? Für Fans kein Problem. Oder?

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