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„Tatort: Lenas Tante“ (Episode 1223): Kritik

„Tatort: Lenas Tante“ (Episode 1223): Kritik
© SWR / Benoit Linder

Am 22. Januar 2023 strahlte die ARD die 1223. „Tatort“-Folge aus. Lena Odenthal muss sich dabei schwer zusammenreißen, um professionell zu bleiben.

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„Tatort“: Welche Kommissarinnen ermitteln in „Lenas Tante?

Hauptkommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) ist schon über drei Jahrzehnte im Dienst. Zusammen mit ihrem Kollegen Mario Kopper (Andreas Hoppe) hat sie in Ludwigshafen mit viel Energie und Action diverse Fälle lösen können, bis er 2018 aus dem Polizeidienst entlassen wurde. 2014 kam Kommissarin Johanna Stern (Lisa Bitter), was nach einigen Bemühungen auch mit Lena Odenthal ein gutes Team ergab. Ganz regelmäßig zu sehen sind auch die Sekretärin Edith Keller (Annalena Schmidt) und Kriminaltechniker Peter Becker (Peter Espeloer). Frau Odenthal ist fest entschlossen im Kampf gegen das Böse, oft ein wenig harsch, recht empathisch und immer bereit, die eigenen Grenzen zu überschreiten, wenn sie andere retten kann. Sehr unwirsch wird sie, wenn sie das nicht schafft. Früher war sie ziemlich rebellisch, inzwischen geht sie eher altersweise und diplomatisch vor. In ihrem 77. Fall lernen wir mehr über die Hintergründe ihrer Familie, die bisher keine wirkliche Rolle gespielt hat.

Als Lena Odenthal 1989 bei der ARD-Polizei anfing, waren weibliche Hauptkommissarinnen im TV noch eine Sensation. Sie war so etwas wie ein weiblicher, gesetzestreuer Schimanski ohne Fluchen. Falls euch dieser ehemalige Ermittler nichts mehr sagt, zeigt euch das Video Götz George im „Tatort“:

„Tatort“: Worum geht es in „Lenas Tante“?

Frau Odenthal ist mit den Gedanken woanders. Da ist ein Mordfall, aber sie interessiert sich vor allem dafür, dass sie am Bahnhof ihre Tante abholen muss. Die erste Begegnung am Bahnhof ist etwas merkwürdig, aber von Freude überstrahlt. Doch trotz Besuch muss ermittelt werden, wer den Mann im Altenheim ermordet hat. Herr Herrweg war über 90 und starb an einer Überdosis Insulin. Wer ihm das verabreicht haben könnte, liegt zunächst im Dunkel, es tut sich kein wirkliches Motiv auf. Tante Niki, selber mal Staatsanwältin gewesen, interessiert sich auch für den Fall und sie scheint sogar relevante Informationen zu verheimlichen. Das macht Lena zu schaffen und ihrer Kollegin auch. Um den Fall zu lösen, muss man die Vergangenheit des Opfers kennen.

Lohnt sich der Odenthal-Krimi? Kristinas persönliche „Tatort“-Kritik

Wer Odenthal mag, bekommt eine solide Folge aus Ludwigshafen mit einem klassischen Kriminalfall, bei dem mögliche Täter*innen auf ihre Motive und Alibis hin von den Kommissarinnen durchleuchtet werden. Am Ende steht eine zufriedenstellende Lösung, die mit Deutschlands NS-Vergangenheit zu tun hat. Trotz des eigentlich sehr interessanten Themas bietet der Krimi aber keine spannenden Fragestellungen oder Denkanstöße. Die Geschichte ist nicht kontrovers oder herausragend, es ist schlichtweg ein ganz guter Odenthal-Krimi.

Die familiäre Nuance mit Tante Niki ist recht witzig und schließt an Fabers Familien-Outing in der letzten Woche an. Insgesamt habt ihr mit „Lenas Tante“ einfach 90 Krimiminuten, an denen nicht direkt etwas auszusetzen ist. Sie werden euch nicht allzu sehr aufwühlen oder aufregen und ihr werdet euch um das Wissen reicher zur Nacht betten, wer in Lenas Pubertät vermutlich ihr Vorbild gewesen ist.

Der 1223. „Tatort“ wurde am 22. Januar 2023 um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Die Folge steht euch in der ARD-Mediathek seitdem für sechs Monate zur Verfügung. 

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