Tannbach - Schicksal eines Dorfes

  1. Ø 3
   2014
Tannbach - Schicksal eines Dorfes Poster
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Handlung und Hintergrund

Tannbach - Schicksal eines Dorfes: Historischer TV-Dreiteiler über die Entstehungsgeschichte der beiden deutschen Staaten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Dreiteiler erzählt mit großer Besetzung die unmittelbare Nachkriegsgeschichte des geteilten Deutschlands anhand eines Dorfes.

    Der Ort, dem dieser Film seinen Titel verdankt, ist eine Art Berlin im Kleinformat: Nach der Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen verläuft die Grenze zwischen Ost und West mitten durch das bayerisch-thüringische Dorf Tannbach. Josephin und Robert von Thayenthal erzählen anhand dieses Mikrokosmos‘ die Geschichte des ganzen Landes. Deshalb prallen in „Tannbach“ alle Prototypen des Nachkriegsdeutschen aufeinander: unverbesserliche Nationalsozialisten, die immer noch vom Endsieg schwadronieren, abstoßende Mitläufer, die ihr Fähnchen flugs nach dem Wind hängen, und überzeugte Kommunisten, die auf den Ruinen des alten ein neues Deutschland errichten wollten. Das Drehbuch ist allerdings durch diverse Hände gegangen; ein erster Hinweis darauf, dass die Umsetzung der Idee offenbar nicht ganz rund war. Das gilt auch für den Film: Einerseits haben die insgesamt gut 270 Minuten gewisse Längen, andererseits sind einige Figuren trotzdem recht klischeehaft geraten. Ohnehin ist die Umsetzung sehr braves öffentlich-rechtliches Fernsehen. Ein Vergleich mit dem allerdings deutlich aufwändigeren TV-Opus „Unsere Mütter, unsere Väter“ mag unfair sein, liegt aber nahe; an diesem Maßstab kann „Tannbach“ nicht bestehen, von einem Epos wie „Heimat“ ganz zu schweigen. Regisseur Alexander Dierbach gelingt nicht immer eine harmonische und flüssige Verknüpfung der diversen Handlungsstränge. Seine Inszenierung ist unauffällig, stellt sich dadurch ganz in den Dienst der Geschichte. Dank der Hauptfiguren und ihrer formidablen Darsteller entwickelt der Dreiteiler eine gewisse Spannung und schließlich auch große Kraft. Die Besetzung ist ohnehin erstklassig. Gerade das von Henriette Confurius und Jonas Ney ungemein glaubwürdig verkörperte zentrale Liebespaar weckt große Anteilnahme. Im Grunde hätte es genügt, wenn sich die Handlung als Zweiteiler auf diese beiden konzentriert hätte: Sie spielt einen enteigneten Adelsspross, er einen Flüchtling, der sich von den Idealen des kommunistischen Landrats (Ronald Zehrfeld) mitreißen lässt und bei der Herstellung einer neuen Ordnung helfen will. Im Gegensatz zu diesem Duo kommen viele der weiteren Figuren nicht über eine repräsentative Rolle hinaus, zumal die namhafte Besetzung völlig frei von Überraschungen ist. Dafür sind die Anpassungsstrategien der Dorfbewohner an die immer wieder neuen Gegebenheiten umso sorgfältiger und authentischer erzählt. tpg.

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