Filmhandlung und Hintergrund

Die Neo-Serie über Nachtgestalten an der Tanke möchte eine Sitcom sein, aber die meisten Gags sind eher plump als originell. Deutsche Fernsehsender verpassen ihren Serien gern das Etikett „Sitcom“, weil sie der irrigen Meinung sind, eine Sitcom sei in erster Linie kurz und komisch. Dabei sind die prägendsten Merkmale echter Sitcoms ganz andere; im Grunde handelt es sich um ein von mehreren Kameras abgefilmtes Theater...

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    Kritikerrezensionen

    • Die Neo-Serie über Nachtgestalten an der Tanke möchte eine Sitcom sein, aber die meisten Gags sind eher plump als originell.

      Deutsche Fernsehsender verpassen ihren Serien gern das Etikett „Sitcom“, weil sie der irrigen Meinung sind, eine Sitcom sei in erster Linie kurz und komisch. Dabei sind die prägendsten Merkmale echter Sitcoms ganz andere; im Grunde handelt es sich um ein von mehreren Kameras abgefilmtes Theater mit Live-Publikum oder Lachern vom Band. Die Rahmenbedingungen der Neo-Serie „Tanken“ kommen dem immerhin recht nahe: Die Handlungen der zwölf Folgen tragen sich ausnahmslos an einer Tankstelle zu, die handelnden Personen bleiben auf bestimmte Charakterzüge reduziert und entwickeln sich allenfalls innerhalb eines begrenzten Spielraums, der Humor entsteht stets aus der Situation heraus. Zentrale Figur ist ein verhinderter Karrierist. Georg (Stefan Haschke) hat bislang die Tagschicht geleitet, muss sich aber nach seiner Degradierung mit den verkrachten Existenzen der Nachtschicht rumplagen. Er will um jeden Preis zurück in die Tagschicht und ist außerdem ein „Vorschriften-Nazi“, wie ihn eine Kundin mal beschimpft. Mit seiner Engstirnigkeit beschwört er immer wieder neue Kettenreaktionen herauf. An diesem Muster orientieren sich sämtliche Folgen.

      Chefautor Gernot Gricksch war maßgeblich am Erfolg der Krimireihe „Kommissar Dupin“ beteiligt, steht dank Filmen wie „Der Hodscha und die Piepenkötter“ (2016) oder „Schwarzbrot in Thailand“ (2017) für einen gewissen Anspruch und wollte womöglich mal was ganz Anderes ausprobieren, hat aber einen wichtigen Aspekt außer acht gelassen: Wenn die Hauptrolle einer komischen Serie schon nicht sympathisch ist, sollte sie zumindest von Christoph Maria Herbst gespielt werden; Stefan Haschke gehört jedoch eher in die Kategorie Nebendarsteller. Er verkörpert den Chef konsequent als Antihelden: ein kleines Würstchen, das einen Zipfel der Macht erhascht hat und seine Untergebenen knechtet. Darin ist die Figur – von den genretpyischen Übertreibungen mal abgesehen – wirklich gut getroffen. Weil jeder Mensch solchen Typen schon mal begegnet ist und niemand mehr Zeit als nötig mit ihnen verbringen will, wäre es umso wichtiger, die zentrale Rolle wie in „Stromberg“ mit witzigen, originellen und gut gespielten Nebenfiguren zu umgeben; doch selbst Ludwig Trepte vermag keine darstellerischen Glanzpunkte zu setzen. Nur bedingt gelungen ist auch die Umsetzung. Meist werden die ohnehin nicht sonderlich originellen Einfälle viel zu breit ausgewalzt. Was bei entsprechender Inszenierung in guten Komödien trotzdem zu verblüfftem Gelächter führen könnte, wirkt hier bloß albern. tpg.

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