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Stranger Things Staffel 2 Finale Review: Was ist passiert & wie geht es weiter

Stranger Things Staffel 2 Finale Review: Was ist passiert & wie geht es weiter
© Netflix

Seit 27. Oktober können wir uns auf neue Geschichten aus Hawkins freuen. Wir haben die 2. Staffel von „Stranger Things“ sofort durchgesuchtet und fassen in unserer Review das Finale zusammen. Dabei beantworten wir die wichtigsten Fragen und geben euch einen Ausblick auf die kommenden Ereignisse, die uns in Season 3 erwarten könnten. Am Ende wartet noch eine Kritik auf euch.

Poster Stranger Things Staffel 1

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Hawkins ist ganz und gar nicht sicher und wird es wohl niemals mehr sein. Das hat uns die 9. Folge von „Stranger Things“ Staffel 2 deutlich gemacht. Aber erstmal zurück zum Anfang. Nachdem El fast die gesamte Staffel von ihren Freunden getrennt war, treffen am Ende alle Freunde im Haus der Byers zusammen. Mike ist verständlicherweise stinksauer, dass Hopper El von ihren Freunden ferngehalten hat. Doch es gibt keine Zeit für Streitereien. Ein Plan muss her, um die Bedrohung endgültig zu stoppen und der Schlüssel dafür liegt wie immer bei El. Sie hat das Tor zur anderen Dimension geöffnet und sie soll es auch wieder schließen. Dafür trennt sich die Gruppe noch ein letztes Mal.

Die Zusammenfassung des Finales

Jim und El brechen zum Labor auf, um das Tor zu schließen. Joyce, Jonathan und Nancy nehmen den kranken Will zur Hütte von Jim mit, um ihm dort das Virus auszutreiben. Sonst könnte Will durch seine Verbindung sterben, bevor El das Tor schließt. Mike, Max, Dustin, Lucas bleiben im Haus, wo sie Steve babysittet. Statt tatenlos stillsitzen, während ihre Freunde in Gefahr sind, hecken sie jedoch einen riskanten Plan aus. Sie wollen das Zentrum des Tunnelsystems anzünden, damit die Monster (von Dustin liebevoll Demodogs getauft) vom Hawkins Labor abgelenkt werden. Nach einigen Hindernissen wie Maxs psychotischen Bruder Billy schaffen sie es, das Zentrum der Plage zu erreichen. Sie zünden es genau im richtigen Moment an bevor Will das Virus ausgetrieben wird und El mit letzten Kräften das Tor schließt. Die Monster sterben. Die Gefahr ist gebannt. Ende gut alles gut? Mitnichten!

Epilog mit zweifelhaftem Happy End

Einen Monat später: Nancy und Jonathan haben Barbs Tod an die Öffentlichkeit gebracht (wenn auch mit der halben Wahrheit). Das Hawkins Labor wird geschlossen. Das Leben nimmt wieder seinen gewohnten Lauf. Doch für die Kinder bleibt es aufregend, denn der Middle School Ball steht an. Das heißt, Liebe liegt in der Luft. Dustin versucht sich mit Steves Tipps als Womanizer, was zum Scheitern verurteilt ist. Doch Nancy tröstet ihn damit, dass seine Zeit noch nicht gekommen ist. Lucas und Max kommen zusammen. Und selbst Zombiejunge Will findet eine Tanzpartnerin. Nur Mike steht alleine da, bis auf einmal El den Raum betritt. Die beiden können sich endlich in die Arme schließen und in Ruhe küssen. Doch das scheinbare Happy End wirft einen bedrohlichen Schatten. Im Upside Down schwebt der „Mind Flayer“ über der Schule. Der Kampf gegen die Monster ist also noch lange nicht vorbei. Da die 3. Staffel von „Stranger Things“ und sogar eine vierte bestellt wurden, sagen wir euch, was in der kommenden Season auf uns zukommen könnte.

Stranger Things Staffel 2: Das Finale erklärt. So geht es weiter

Kann der „Mind Flayer“ überhaupt zurückkommen? Immerhin hat El das Tor zur anderen Dimension geschlossen. Das Problem daran ist, dass es nicht nur eins gibt. Wir haben bereits mehrfach gesehen, wie an verschiedenen Orten Protale aufgingen. Nur weil man das Haupttor geschlossen hat, heißt es nicht, dass automatisch alle anderen Löcher zugehen. Daneben wurde Jim Hopper in der Mitte der Staffel mit dem schwarzen Zeug besprüht. Im Gegensatz zu Dustin, der einen Mundschutz trug, hat Hopper die volle Ladung abbekommen, da er kurz danach schwarzen Schleim ausspuckt. In der ersten Staffel ist Will infiziert aus dem Upside Down zurückgekommen. Und auch wenn wir nicht gesehen haben, wie er sich ansteckte, könnte auch er einer Spore zu Nahe gekommen sein. In der 3. Season wird Hoppers Schicksal bestimmt aufgelöst. In einem ersten Interview deuteten die Duffer-Brüder zudem an, dass das Monster aufmerksam auf Elf geworden ist. Wird es Elf verschlingen wollen, um an ihre Kräfte zu kommen?

Neben der Rückkehr des Monsters gibt es noch einige andere Fragen. Gibt es noch andere „Schwester“ und „Brüder“ neben Acht? Und wenn ja, werden wir sie in Season 3 kennenlernen, indem El Kontakt aufnimmt? Joyce hat zwar Bob verloren, doch sie findet schnell in den Armen von Jim Trost. Wir haben herausgefunden, das die beiden als Teenager zumindest befreundet waren. Könnten sie möglicherwiese in Season 3 zusammenkommen? Weiter zu unseren Neuankömmlingen. Max hat ihren gewalttätigen Bruder Billy in seine Schranken geweisen. Doch wird er wirklich aufhören, die Freunde zu belästigen? Wohl kaum! Er wird wohl ein arroganter Mobber bleiben, wenn auch etwas respektvoller Max gegenüber.

Das Liebesdreieck zwischen Jonathan, Steve und Nancy scheint sich zugunsten von Jonathan aufgelöst zu haben. Doch vielleicht ist das ganze doch noch nicht zu Ende. Hat Steve noch eine Chance oder findet er eine neue Freundin? Schließlich wären da noch die kleinen Helden. Sie nähren sich immer mehr der Pubertät und damit kommt die erste Liebe ins Spiel. Dass die beiden Pärchen Max/Lucas und Mike/Eleven mehr für einander empfinden als nur Freundschaft, hat sich im Finale bereits gezeigt. Doch was hat das für Auswirkungen auf die Freundschaft der Jungs. Dustin ist ja immernoch in Max verliebt. Und wird El die Neue in der Runde akzeptieren oder eifersüchtig auf Max bleiben?

Die kommende Season wird wahrscheinlich ein Jahr später, 1985 spielen. Auch wenn wir nicht wissen, in welcher Klasse die Kinder genau sind, könnte bald der Wechsel auf die Highschool anstehen. Mit allem was dazugehört: Das Ende der kindlichen Unschuld und die Probleme der Pubertät. Und auch popkulturell hat das Jahr viel zu bieten. Da wäre zum Beispiel der Kinostart von „Zurück in die Zukunft“, der den Nerds sicher viel Freude bereiten wird. Wir sind schon gespannt, was sich die Duffers für die kommende Season ausdenken.

Stranger Things Staffel 2: Die Kritik

Wir fangen erstmal mit den negativen Sachen an. Auf der Ebene der Geschichte bleiben die ganz großen Überraschungen und Mysterien aus, die die erste Season so spannend machte. Das könnte daran liegen, dass nach dem Hype zu hohe Erwartungen an die 2. Season gestellt werden. Doch anderseits wiederholen die Serienmacher zu viele bewährte, dramatische Strategien. Bob muss wie Barb als Opferlamm herhalten, damit Jim und Joyce zusammenkommen. El rettet im letzten Moment die Stadt, bevor das Monster alle tötet. Ein letzter unheimlicher Twist zeigt, dass Hawkins doch nicht sicher ist. Das alles sind nur Variationen von dem, was wir schon in der Season gesehen haben. Für die nächste Season müssen sich die Duffers etwas neues einfallen lassen, damit die Serie nicht redundant wird.

Insgesamt hat die 2. Staffel von „Stranger Things“ zu viel verraten und zu viel gezeigt. Während die 1. Season noch einiges über das Upside Down und die Vorgänge im Labor im Dunklen lies, wird in der 2. Season das meiste aufgelöst. Das kann man als konsequente Fortsetzung der Handlung sehen, doch ein bischen mehr Mysterium hätte der Serie nicht geschadet. Ein Beispiel dafür ist die Geschichte mit Acht. Was war der Sinn der alleinstehenden Episode mit El? Wollte man zeigen, dass Acht existiert, hätte auch die erste Szene gereicht und wir hätten uns ein ganzes Jahr den Kopf darüber zerbrochen, was das bedeutet. So wirkt Els Intermezzo wie ein Fremdkörper, der von der eigentlichen Geschichte ablenkt.

Doch genug von der Kritik. „Stranger Things“ bleibt trotz der kleinen Schwächen eine sehenswerte Serie und das liegt vor allem daran, dass sie so viel Herz hat. Die meisten Serien, die aktuell neu rauskommen, sind im Prinzip gut gemacht und vom Thema her interessant, lassen einen aber im Endeffekt vollkommen kalt. „Stranger Things“ gehört zu den wenigen löblichen Ausnahmen bei denen es anders ist. Die Figuren sind einfach so liebenswert, einzigartig und menschlich, dass man nur mitfiebern kann (Mit Ausnahme vom eindimensionalen Klischee Billy). Auch die Effekte, die einzigartige Atmosphäre und die popkulturellen Verweise machen „Stranger Things“ zu einer der besten Originals-Serien bei Netflix. Wollen wir mal hoffen, dass sie den Erfolg der Serie nicht zu lange melken und „Stranger Things“ mit einem würdigen Schluss beenden, statt solange weiterzumachen, bis nichts mehr von den alten Qualitäten übrig bleibt.