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Filmhandlung und Hintergrund

Zweiteiliges TV-Historiendrama über die legendäre österreichische Monarchin.

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Kritikerrezensionen

  • Sisi: Zweiteiliges TV-Historiendrama über die legendäre österreichische Monarchin.

    Jahr für Jahr erzielen die Wiederholungen der „Sissi“-Trilogie mit Romy Schneider beachtliche Zuschauerzahlen. Entsprechend groß war offenbar der Respekt von Sendern und Produzenten. Über fünfzig Jahre nach den Filmen Ernst Marischkas ist Sisis Leben endlich neu verfilmt worden. Dank der großartigen Titeldarstellerin braucht die EOS-Produktion den Vergleich nicht zu scheuen.

    Kaiserin Elisabeth von Österreich ist schon zu Lebzeiten eine kulthafte Verehrung zuteil geworden, wie sie allenfalls mit der Bewunderung für Lady Diana zu vergleichen ist. Der im Auftrag von ZDF, ORF und RAI entstandene elf Mio. Euro teure Zweiteiler zeigt die Titelheldin als höchst moderne Frau und hält sich dabei dennoch an die historisch verbürgten Fakten: Die Liebeshochzeit mit Kaiser Franz Joseph mündet alsbald in grauen Alltag. Die Politik lässt dem Gatten kaum Zeit für traute Zweisamkeit, eine herrische Schwiegermutter macht Sisi das Leben schwer. Anmut, Herzlichkeit und Natürlichkeit sowie ihr feste Wille, sich vom streng regulierten Leben bei Hofe die Liebe zur Freiheit nicht nehmen zu lassen, sorgen alsbald dafür, dass die Österreicher ihre kindliche Kaiserin von Herzen lieben.

    Diverse Autoren (darunter Christiane Sadlo) waren nötig, um der Lebensgeschichte die fernsehgerechte Balance zwischen Glück und Unglück, Liebe und Hass, Triumph und Tragik zu verpassen. Xaver Schwarzenberger hat das Drehbuch mit viel Gefühl als Mischung aus opulenten und intimen Momenten umgesetzt. Ähnlich wie schon bei „Kronprinz Rudolfs letzte Liebe“ (ebenfalls von EOS), dem von der ARD-Tochter Degeto zum Neunzigminüter kastrierten Film über Elisabeths einzigen Sohn, ist auch bei „Sisi“ die Mischung zwischen der persönlichen Gefühlswelt und der kühlen Weltpolitik äußerst gelungen.

    Trotzdem hat die enorme Wirkung des Zweiteilers einen Namen: Die Italienerin Cristiana Capotondi entpuppt sich als großer Glücksfall. Obschon bereits 27, schlüpft sie problemlos in die Rolle der 16jährigen jungen Frau, die sich Hals über Kopf in den Kaiser verliebt. Weil David Rott an ihrer Seite reichlich steif agiert und damit vermutlich perfekt dem echten Franz Joseph entspricht, der gemessen an Sisis Elan ein ziemlicher Langweiler gewesen sein muss, hat Martina Gedeck um so mehr Spielraum: Die hartherzige und von Sisis Verstößen gegen die höfischen Konventionen immer wieder schockierte Kaisermutter Sophie erinnert an die bösen Stiefmütter aus vielen Märchenfilmen (in weiteren Rollen: Fritz Karl als ungarischer Rebell, Herbert Knaup als Sisis Vater, Friedrich von Thun als Marschall Radetzky).

    In dieser intensiv ausgelebten Rivalität sowie dem Tod von Sisis ältester Tochter, mit dem Teil eins endet, erschöpfen sich die Schattenseiten dieses Lebens weitgehend. Die Geschichte endet mit einem diplomatischen Triumph Sisis, als es ihr gelingt, Österreich und Ungarn zu versöhnen; der tragische Freitod ihres Sohnes Rudolf wird ebenso ausgespart wie ihre Ermordung im Jahr 1898. tpg.

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