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Shtisel

  

„שטיסל“ ist eine israelische TV-Serie über das Leben einer chassidischen (ultra-orthodoxen) Familie in Jerusalem.

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Poster Shtisel Season 1

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Filmhandlung und Hintergrund

„שטיסל“ ist eine israelische TV-Serie über das Leben einer chassidischen (ultra-orthodoxen) Familie in Jerusalem.

Im israelischen TV ist die Serie „Shtisel“ schon seit 2013 zu sehen und sehr beliebt. Dank des Streaming-Anbieters Netflix ist die Produktion seit 2019 auch einem internationalen Publikum zugänglich. Bisher sind 24 Episoden in zwei Staffeln erschienen, die beide bei Netflix abgerufen werden können. Eine dritte Staffel ist bereits seit Mitte 2019 bestätigt und erscheint voraussichtlich im Laufe des Jahres 2020. Netflix hat angekündigt, dass die dritte Staffel zeitnah zur TV-Premiere in Israel auch auf der Plattform landen wird.

Trailer zur ersten Staffel „Shtisel“

Worum geht es?

In der Serie wird das Leben einer ultraorthodoxen beziehungsweise chassidischen Familie in dem Jerusalemer Vorort Geula gezeigt. Akiva Shtisel (Michael Aloni) ist der jüngste Sohn des Rabbi Shulem Shtisel (Dov Glickman) und soll endlich unter die Haube. Ein Heiratsvermittler gibt sein Bestes, um adäquate Damen vorzuführen, aber Akiva hat sich schon verliebt. In die ältere Elisheva (Ayelet Zurer), die Mutter, zweifache Witwe und Bankangestellte ist. Seine Liebe ist aber nicht einfach zu realisieren und nicht nur sein Vater steht der Verbindung im Wege.

Aber auch andere Mitglieder der Familie müssen sich mit Schwierigkeiten auseinandersetzen. Giti (Neta Riskin) ist Akivas Schwester und wurde mit fünf Kindern plötzlich von ihrem Mann sitzengelassen. Niemand darf davon erfahren, aber irgendwie muss sie trotzdem unauffällig für Geld sorgen, um alle zu ernähren.

Einblicke in die Welt der ultra-orthodoxen Juden

Die chassidischen Juden sind keine geschlossene Einheit, sondern splitten sich in viele, voneinander unabhängige Bewegungen innerhalb des Judentums. So ist auch in der Serie wahrzunehmen, dass die Shtisel-Familie dem säkularen Lebensstil offener gegenübersteht als es im Nachbarviertel Mea Schearim gelebt wird. In Israel wird die Serie besonders von säkularen Juden sehr geschätzt, weil sie authentische Einblicke in eine Gesellschaft gibt, die in der Realität sehr abgeschottet lebt.

Die Authentizität rührt sicherlich auch daher, dass die Kostümierung und Ausstattung der Drehorte von einer ultra-orthodoxen Aussteigerin kreiert worden sind. Zudem waren Nebendarsteller am Set ebenfalls ehemalige Ultra-Orthodoxe und konnten beratend zur Seite stehen. Hinzu kommt, dass einer der Serienerfinder, Jonathan Indurski, in einer ultra-orthodoxen Familie aufgewachsen ist. Dieser hat sich die Geschichte gemeinsam mit Ori Elon ausgedacht.

Der große Verdienst der Serie ist, dass sie das ultra-orthodoxe Leben jenseits von politischen Wertungen zeigt. Die Menschen sind sehr sympathisch und werden mit ihren Problemen dargestellt, die auch nicht-jüdische Zuschauer*innen nachvollziehen können.

Andererseits muss man auch anmerken, dass nicht eine praktizierende ultra-orthodoxe Person an der Serie mitgearbeitet hat.

Mehr Hintergrundinformationen zur Serie

Mit dem Buch „Reading SHTISEL: A TV-Masterpiece“ von Maurice Yacowar ist bereits eine wissenschaftliche Arbeit erschienen, die die brillante Serie ausgiebig würdigt. Hier könnt ihr euch Folge für Folge Hintergrundwissen erarbeiten und dadurch ein tieferes Verständnis für die religiösen Ansichten, Regeln und Verhaltensweisen erlangen. Szene für Szene vom Autor untersucht, geht das Buch auch den Gründen für die Faszination auf die Zuschauer*innen nach und gleicht Fiktion mit Realität ab.

Auf Netflix seht ihr die Aussteiger-Dokumentation „One of Us“, in der drei ultra-orthodoxe Juden bei ihrem Ausstieg aus der Gemeinschaft begleitet beziehungsweise beobachtet werden.

US-Remake bei Amazon Prime

Die dritte Staffel „Shtisel“ soll schon in Arbeit sein und 2016 kündigte Amazon an, ein US-amerikanisches Remake machen zu wollen. Die Familie lebt dann in Brooklyn, der Titel lautet bisher „Emmis“ und hauptsächlich soll englisch gesprochen werden, wenn es passt, auch mal Jiddisch. Natalie Portman ist für die Hauptrolle angedacht. Es wäre nicht die erste gute Idee, die man für den internationalen Markt aus Israel kopierte.

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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18 Bewertungen
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