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„Shadow and Bone“: Darum ist Jessie Mei Li die ideale Besetzung für den Netflix-Hit

Hy Quan Quach |

© Netflix

In Interviews spricht Shootingstar Jessie Mei Li über ihre eigene Herkunft und inwiefern sie Alina Starkovs Leiden nachvollziehen kann.

„Ich schaute es mir an; dann klappte ich mein Laptop zu und die anderen interessierten mich nicht mehr, denn ich wusste, dass sie es ist“, sagte Leigh Bardugo, Autorin der Grishaverse-Romane, im Interview mit Express über Jessie Mei Lis Bewerbungsvideo, das ihr zusammen mit vier weiteren Videos zugeschickt wurde. Die Begeisterung der Autorin für ihre Hauptdarstellerin übertrug sich schon vor Veröffentlichung der Netflix-Serie „Shadow and Bone – Legenden der Grisha“ auch auf die weltweiten Fans.

Und das, obwohl die Besetzung mit Jessie Mei Li mit einer entscheidenden Änderung gegenüber der Vorlage einhergeht: Alina Starkov ist im Gegensatz zur Buchversion in der Serie eine Halb-Shu. Dadurch muss sie nicht nur das Schicksal einer Waisen ertragen, sondern wird seit Kindesalter an mit dem hässlichen Gesicht des Rassismus konfrontiert. Ihr wird so immer wieder vor Augen geführt, dass sie nicht nach Ravka gehört.

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Das sei etwas, das Jessie Mei Li gut nachvollziehen könne, wie sie im Gespräch mit Vanity Fair wissen ließ. Ihre Mutter ist Britin, ihr Vater Kantonese:

„Ich bin damit aufgewachsen. Daher fühle ich mich Alina so verbunden. Ich wuchs in einem überwiegend weißen Gebiet im Süden Englands auf. Rassismus gegenüber asiatischen Menschen ist im Vereinigten Königreich mehr noch als in den USA sehr bizarr und wird nicht ernst genommen.“

Sie selbst sei ständig rassistisch beleidigt worden. Aber nicht nur sie, auch ihr Vater soll vor ihren Augen unaufhörlich verspottet worden sein (via Cosmopolitan). Und genauso wie Alina Starkov habe sich die 25-Jährige aufgrund ihrer Wurzeln nirgends zugehörig gefühlt:

„Ich habe definitiv viel aus meiner eigenen Erfahrung eingebracht. Der Rassismus in der Serie, kleine Kommentare, die gemacht werden und quasi aus dem Nichts kommen, wie ich finde. […] Man denkt, man sei in einer netten Umgebung und auf einmal folgt eine Bemerkung aus heiterem Himmel. Das trifft meiner Erfahrung nach ziemlich gut zu.“

Mit „Shadow and Bone“ hat Netflix einen Hit gelandet. Doch das Jahr 2021 hat noch viele weitere potenzielle Serienhits auf Lager, wie dieses Video zeigt:

„Shadow and Bone“: Netflix-Serie soll der Diversität Rechnung tragen

Die Entscheidung, Alina Starkovs Herkunft zu ändern, war aber keine, die Showrunner Eric Heisserer allein traf, tatsächlich begrüßte Autorin Leigh Bardugo diese Änderung, wie sie im Gespräch mit The Beat wissen ließ:

„Ich war sehr offen bezüglich dem Fakt, dass ‚Goldene Flammen‘ mein erstes Buch war. Und ich denke, ich habe unbewusst die rein weiße Fantasy wiedergegeben, mit der ich aufgewachsen bin. Als ich mich mit Eric Heisserer zum ersten Mal traf, war eines der ersten Dinge, die wir entschieden haben, dass Alina eine Halb-Shu werden soll. Es ergab eine Menge Sinn und es fühlte sich einfach organisch in der Geschichte an.“

Diese Identitätskrise, die zahllose Held*innen durchmachen müssten, sei laut Heisserer ein treibender Faktor für Geschichten. Alina Starkov als Halb-Shu sei von daher der Handlung dienlich gewesen. Für Jessie Mei Li war es dagegen wichtig, zu wissen, dass diese Besetzung nicht aus reinem Kalkül und im Zuge eines Diversitätstrends heraus entstanden ist.

Was wäre Fantasy ohne die typischen Fabelwesen? Könnt ihr diese possierlichen Tierchen dem jeweiligen Film zuordnen? Testet euch:

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