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Zweiteiliges TV-Melodram: Die Karriere einer jungen Frau findet ein jähes Ende durch einen tragischen Unfall, dessen wahrer Verursacher sie skrupellos als Schuldige hinstellt.

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Kritikerrezensionen

  • Schuld und Unschuld: Zweiteiliges TV-Melodram: Die Karriere einer jungen Frau findet ein jähes Ende durch einen tragischen Unfall, dessen wahrer Verursacher sie skrupellos als Schuldige hinstellt.

    Großes Drama über eine junge Frau, die zu spät merkt, dass sie sich auf einen Tanz mit dem Teufel eingelassen hat.

    Wenn sich Drehbuchautoren mit der Pharmaindustrie befassen, kommen die Pillendreher meist nicht gut weg. Selten aber waren die Vertreter eines Konzerns derart abgebrüht wie in dieser Geschichte über die Einführung eines angeblichen Wundermittels gegen Krebs: Die Nebenwirkungen, die das Medikament bei alten Menschen hat, werden unter den Teppich gekehrt; das Risiko trägt der Patient.

    In ihrem Epizentrum aber ist die Handlung ein Drama über Aufstieg und Fall einer jungen Frau, die bereit ist, für ihre Karriere über Leichen zu gehen, und das keineswegs bloß im bildlichen Sinn. Für Tanja Wedhorn ist die Rolle der jungen Werbefachfrau, die erst ein Bett und dann einen Traumjob erobert, ein Geschenk: Als Johanna Fischer kann Wedhorn alle Register ziehen. Im ersten der beiden Filme ist sie verführerisch und erfolgsverwöhnt, im zweiten stürzt die PR-Frau um so tiefer. Dabei sieht zunächst alles so gut aus: Dirk Dewinter (Florian Fitz), Produktentwickler im Familienbetrieb seiner Frau (Nina Petri), holt Johanna in die Firma. Die verliebte junge Frau frisst ihm aus der Hand; sie soll das neue Produkt vermarkten. Als der alte Pförtner beim Test des Mittels stirbt, hilft Johanna, seinen Tod zu vertuschen; und den ehrenwerten Anwalt (Heinz Hoenig) der Dewinter AG schießt sie gleich mit ab, obwohl er der beste Freund ihres Vaters (Matthias Habich) ist. Was niemand ahnt: Der aalglatte Geschäftsführer Spranger (Robert Sigl) verhandelt längst mit einem Konkurrenten (Slyvester Groth), der die Firma um jeden Preis übernehmen will. Für Johanna ist das Spiel schon vorher vorbei: Nach einem Betriebsfest hat sie mit Dirks Wagen angeblich einen Unfall verursacht, bei dem eine Frau gestorben ist; allerdings kann sie sich an nichts mehr erinnern. Bloß Spranger weiß es besser: Er kann beweisen, dass Dirk den Wagen gefahren hat; nun hat er die Dewinters in der Hand.

    Eine große Geschichte, von Marcus O. Rosenmüller angemessen umgesetzt und sogar in kleinen Rollen prominent besetzt. Selbst wenn das Drehbuch (Walter Kärger, Kris Karathomas) den Darstellern immer wieder mal umständliche Erklärungen in den Mund legt: Gerade die Verzahnung der beiden Erzählebenen – hier die Romanze, die sich zum Drama wendet; da die Geschicke der Firma – ist den Autoren ungemein gut gelungen. Abgerundet wird die Qualität dieses Films durch ein sorgfältig arrangiertes Sounddesign, das die einprägsame, abwechslungsreiche Musik (Garry Marlowe) immer wieder um überraschende Elemente bereichert. tpg.

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