„Patrick Melrose“: 5 Gründe, warum ihr diese Serie sehen müsst!

Kristina Kielblock  

Verletze ein Kind und der Schaden bleibt für immer. Eine Serie, die in unser aller Seelen schaut: „Patrick Melrose“ bei Sky Atlantic. Unbedingt sehenswert und auch ohne Langzeit-Abo sofort zugänglich.

Serien im Pay-TV sind nicht interessant für euch? Ihr müsst aber gar kein Langzeit-Abo abschließen, um euer Gemüt daran zu erquicken. Sky macht euch ein Angebot, dass auch Menschen mit Bindungsangst erträglich finden dürften. Und gerade diese Menschen sollten keinesfalls auf das Erlebnis „Patrick Melrose“ verzichten. Hier seht ihr den deutschen Trailer:

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Lange Laufzeit und hohe Gebühren verbinden die meisten mit dem Gedanken an einen Pay-TV-Zugang. Sky Ticket ist eine Option, mit der ihr weite Teile des Programms genießen könnt, ohne euch länger als einen Monat dem Anbieter verpflichten zu müssen. Wer jetzt ein Sky Ticket Entertainment abschließt, zahlt zudem nur einen Bruchteil des regulären Preises und bekommt eine Sky TV Box gratis dazu:

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5 Gründe „Patrick Melrose“ zu sehen

Edward St Aubyn hat mit seiner autobiographischen Romanreihe viel Aufsehen erregt. Der gelungenen Serien-Adaption von Sky und Showtime, die aus jedem der fünf Bücher eine Folge macht, ist ähnlich starke Beachtung zu wünschen.

1. Patrick Melrose war eine von Cumberbatchs‘ Traumrollen

Fans des Schauspielers dürfen sich dieses Werk nicht entgehen lassen. Schon 2012 gab Cumberbatch an, dass „Hamlet“ und „Patrick Melrose“ seine Bucket-List-Rollen sind. Den Hamlet hat er 2015 schon sehr erfolgreich gegeben, jetzt kann er auch den zweiten Wunsch zufrieden abhaken. Seine Leistung ist durchweg großartig.

2. Die High Society ganz unten – Sozialdrama in der Oberschicht

Der Roman-Autor Edward St Aubyn wurde 1960 in eine britische Adels-Familie geboren, deren Geschichte sich fast 1000 Jahre zurückverfolgen lässt. Sexueller Missbrauch und dysfunktionale Familienstrukturen sind keine Themen, die nicht schon mehrfach literarisch und filmisch bearbeitet worden wären, aber selten finden sie in dieser Gesellschaftsschicht statt, deren Streben dem Müßiggang gilt und wo zynische Menschenverachtung zum guten Ton gehört.

3. Eine abgeschlossene Serie für den Sommer

Jede Folge der Serie entspricht einem Buch. Es wäre sicher auch möglich gewesen, den Inhalt auf die üblichen zehn Folgen auszudehnen oder gar auf eine zweite Staffel hinzuarbeiten. Statt der kommerziellen Verwertung stand hier aber offensichtlich die Kunst und das Werk im Mittelpunkt. Mit „Patrick Melrose“ habt ihr eine wundervolle Sommerserie von überschaubarer Länge, bei der jede Folge ihr ganz eigenes Tempo und ihre ganz eigene Bildsprache hat.

4. Das Unerträgliche erträglich gemacht: Serie ist ab 12 Jahren

Maximales Leid beherrschte seine Kindheit. Ein Vater, der ihn mannigfaltig missbrauchte und eine alkoholsüchtige Mutter, die selbst das Opfer dieses Vaters war und keine Hilfe. Weitere Erwachsene im Umfeld, die keine Zuflucht bieten. Dass der Autor, wie auch sein Alter Ego Patrick Melrose, schon früh begann, seine Empfindungen mit Drogen zu betäuben, leuchtet unmittelbar ein. Besonders wertvoll ist die Teilhabe an seinen inneren Monologen. Wie belasten ihn die Dämonen der Vergangenheit, wie versucht er sich ihrer zu entledigen? Gelingt es ihm, seine Sucht zu besiegen, seine Wunden zu heilen?

Die geschilderten Probleme sind massiv, das Erleben der Hauptfigur entsprechend exzessiv wie depressiv. Dennoch bleibt das Erzählte stets nachvollziehbar und so schrecklich manches auch ist: es ist gelebtes Leben und jeder – auch Kinder ab 12 – können sich darin spiegeln. Und immer wieder findet der Zuschauer in den brillanten Dialogen einen Grund zum Lachen.

5. Die Schauspieler sind alle hervorragend

Cumberbatch brilliert in seiner Traumrolle, aber auch die anderen Cast-Mitglieder sind ein Grund, einzuschalten. Der sadistische Vater und Ehemann, David Melrose, wird von Hugo Weaving so überzeugend dargeboten, dass man mit jedem, der sich seiner Gegenwart stellen muss, aus ganzem Herzen mitleidet. Ein Vater, der seinen sexuellen Missbrauch mit den Worten einleitet: „Ich hoffe, dass du die Fähigkeit zur Distanz, die ich dir eingeimpft habe, zu schätzen weißt.“

Seine Frau und Patricks Mutter, devot und zerstört, wird von Jennifer Jason Leigh verkörpert, deren leeres Leben in Kontrast zu den vollen Gläsern steht, an denen sie sich festhält.

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Fazit: Wer sich nach einer zeitlosen, unvergesslichen Serie sehnt, die Tiefgang und Unterhaltung verbindet, Lust auf die zugrunde liegende Literatur macht und zur Selbstreflexion anregt, ist bei „Patrick Melrose“ richtig.

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