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„Ozark“: Kommt Staffel 4? Das sagt der Macher der Netflix-Serie

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

© Steve Deitl / Netflix

Wie geht es nach Staffel 3 für die Netflix-Serie „Ozark“ weiter? Die Macher haben zumindest noch einige Pläne in der Schublade.

Auf immerhin drei Staffeln hat es „Ozark“ mittlerweile gebracht und damit mehr, als so manch andere Netflix-Serie in letzter Zeit. Die Geschichte um Finanzberater Marty Byrde (Jason Bateman), der heimlich für ein riesiges mexikanisches Drogenkartell arbeitet, wurde anfangs noch als „Breaking Bad“-Klon belächelt. Mittlerweile hat die Serie aber durchaus ihren eigenen Ton gefunden und kann mit einigen interessanten Charakteren punkten. Neben Marty und seiner Frau Wendy (Laura Linney) fallen hier wohl als erstes Ruth Langmore (Julia Garner) und die Snells (Peter Mullan und Lisa Emery) ein.

Doch müssen wir uns nach drei Staffeln von diesen Figuren verabschieden? Wenn es nach den Machern geht, natürlich nicht. So wollen sie vielmehr dem geistigen Vorbild „Breaking Bad“ in der Anzahl der Staffeln nacheifern. „Ozark“-Showrunner Chris Mundy sagte schließlich im April 2019 (via Hollywood Reporter) zu der Zukunft: „Wir haben immer darüber geredet, dass es fünf Staffel sein sollen. Es könnten vier sein, es könnten sieben sein… aber [fünf] kam uns immer wie eine gute Zahl vor.“

Wenn alles gut läuft, dürfen wir uns also nicht nur auf eine weitere Staffel freuen, sondern sogar auf zwei. Es könnten anscheinend aber tatsächlich auch mehr werden. Mundy schränkte allerdings ein, dass das Ende von „Ozark“ nicht alleine in seinen Händen liegt: „Es gibt da Leute in deutlich größeren Stühlen als meiner, die solche Entscheidungen treffen.“

Auch „Ozark“ könnt ihr mit euren Freunden zusammenschauen: 

Wie geht es in Staffel 4 von „Ozark“ weiter? (Spoiler!)

Staffel 3 der Netflix-Serie endete buchstäblich mit einem Knall: Marty und Wendy haben das Machtduell mit Helen zu ihrer eigenen Überraschung gewonnen. Auf den Befehl Navarros erschoss Nelson, der Auftragskiller, Helen in den Kopf, nachdem die Truppe in Mexiko ankam. Entgegen seines Versprechens hat Nelson nicht Bescheid gegeben, als der Anruf für Helen kam.

Damit haben die Byrds ihre Konkurrentin ausgeschaltet und das größte Problem vor ihrer Nase gelöst. Trotzdem dürfte es für sie in Staffel 4 nicht leichter werden. Navarro hat sich zwar für die Byrds entschieden, die müssen jetzt aber stärker liefern als zuvor. Denn auch wenn Helen die beiden am Ende der Season ausboten wollte, war sie am Anfang eine wichtige Verbündete, die Navarro verstand. Die Byrds müssen jetzt völlig ohne Hilfe mit dem unberechenbaren Drogenboss klar kommen, womit einiger Ärger garantiert ist. Schließlich ist der Krieg mit dem anderen Kartell noch nicht gewonnen. Womöglich wird Wendys Plan doch noch Wirklichkeit und sie müssen in Staffel 4 tatsächlich auf Navarros Kinder aufpassen, da es für sie in den USA sicherer ist.

Dabei dürften die Byrds mit ihren eigenen Kindern genug zu tun haben, allen voran mit Jonah. Er war schon wütend genug über den Tod seines Onkels Ben. Helen hat ihn im Staffelfinale zudem in Richtung Wahrheit gestoßen: Wendy hat ihren eigenen Bruder ausgeliefert und damit seinen Tod zu verantworten. Jonah dürfte dies seiner Mutter nicht einfach verzeihen. Nicht ohne Grund zerstörte er am Ende das Haus der Familie.

Ein anderes Kind könnte auch für Probleme sorgen: Erin. Helens Tochter weiß dank Ben, was wirklich gespielt wird. Wenn ihre Mutter nicht mehr auftaucht, könnte sie leicht eins und eins zusammenzählen. Damit würde sie eine Gefahr für die Byrds darstellen und könnte selbst zur wandelnden Zielscheibe werden.

Staffel 3 von „Ozark“ hat darüber hinaus die Machtdynamik entscheidend verändert. Darlene hat es geschafft, mit Ruth die wohl wichtigste Person in Martys Lager für sich zu gewinnen. Ruth war nicht nur loyal, sondern ist nach wie vor verdammt clever. Ihr Einfallsreichtum wird Marty fehlen und Darlene könnte ihn sogar gegen ihren Konkurrenten benutzen.

Denn auch wenn sie und die Byrds auf dem Papier weiterhin Geschäfte miteinander machen, will Darlene wieder selbst das Ruder in die Hand nehmen. Ihr Plan ist gewagt, könnte aber aufgehen. Ihre Opiumproduktion kann starten und mit dem Mafia-Boss Frank hat sie einen potentiell wichtigen Verbündeten. Sofern Frank den Deal mit Darlene wirklich annimmt und nicht doch einen Krieg wegen seines entmannten Sohnes beginnt. Da Darlene ihr Angebot klug verpackt hat, könnten die Byrds jedoch durchaus an dieser Front Probleme bekommen. Immerhin ist das Mohnblumenfeld nicht weit vom Wassercasino entfernt. Wird es vom Gesetzt entdeckt, stecken auch Marty und Wendy in ernsten Schwierigkeiten.

Weitere Baustellen sind die FBI-Agentin Maya, die Marty wohl schwerlich auf seine Seite ziehen kann, und Sam Dermody. Der war an der Geldwäsche mehr oder weniger unwissentlich beteiligt und wurde am Ende der Staffel gefangen genommen. Im Verhör könnte er leicht gegen die Byrds aussagen. Zwar weiß Sam nichts über deren Kartellarbeit, allerdings kann er den Plan der Geldwäsche bestätigen. Damit drohen Marty bereits genug Probleme.

Netflix entscheidet über Staffel 4 von „Ozark“

Trotz dieses vielversprechenden Ausgangs für eine weitere Staffel gilt aber: Das letzte Wort hat natürlich Netflix. Immerhin bezahlen sie die Serie. Ob „Ozark“ sein angepeiltes Ende erreichen kann oder schon früher abgesetzt wird, werden die Verantwortlichen bei dem Streaming-Dienst nicht leichtfertig entscheiden. Wie auch sonst ist es neben den Kosten abhängig von der Quote. Wenn genug Netflix-Nutzer*innen die neue Staffel „Ozark“ sehen, sollte Staffel 4 nichts im Wege stehen.

Auch wenn sie die Anzahl der gewünschten Seasons im Blick haben, gilt das für das „Ozark“-Ende nicht. Showrunner Mundy meinte, dass er sich noch nicht für eine Idee entschieden hat, aber „wir bauen kleine Dinge ein“, die letztlich zu einem emotionalen Abschluss führen sollen. Sofern Netflix sie in ein paar Jahren zu diesem Ende kommen lässt, fügt Mundy hoffnungsvoll an.

Wir können uns nur wünschen, dass sich „Ozark“ nicht in diese Liste einreiht:

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Wie wird „Ozark“ enden?

Angesichts der zunehmenden Eskalation und den Problemen, das Drogenkartell zufriedenzustellen, müssen Fans natürlich mit einem bitteren Ende für Marty und seine Familie rechnen. Gehen wir nach dem vielzitierten Vorbild „Breaking Bad“, würde uns ein bittersüßes Finale erwarten. Dabei würde Marty sterben, seine Familie aber in ein halbwegs normales Leben übergehen können.

Ganz so „einfach“ ist die Situation für die Byrde-Familie aber nicht, wie nicht zuletzt Staffel 3 beweist. Wendy mischt sich zunehmend in die Geschäfte mit dem Drogenkartell ein und dürfte über kurz oder lang ihre Hände auch mit Blut beschmieren. Dass sie unbehelligt aus dieser gefährlichen Situation mit ihren Kindern entkommt, scheint eher unwahrscheinlich zu sein. Wenigstens für die Kinder Charlotte (Sofia Hublitz) und Jonah (Skylar Gaertner) dürfen wir aber hoffen, dass sie am Ende in ein halbwegs normales Leben übergehen können.

Wie gut habt ihr bei „Ozark“ aufgepasst? Testet euer Gedächtnis:

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