Orange Is the New Black Poster

Orange Is The New Black Staffel 4 Folge 13: Review zum Staffelfinale

Helena Ceredov  

Seit dem 17. Juni 2016 könnt ihr die 4. Staffel von „Orange Is The New Black“ gepflegt im Binge-Watching anschauen. Dabei gehört die neue Season zu den politischsten und düstersten der gesamten Serie. Wir haben bis zum Finale mitgefiebert und die wichtigsten Highlights für euch herausgepickt.

Unberechenbar, urkomisch und furchtbar traurig geht es auch diesmal im Frauenknast von Litchfield zu. Während die ersten Folgen noch zum Lachen sind, wird die Spannung bis zum tragischen Ende immer weiter angezogen. Zuerst beginnen wir aber genau da, wo die 3. Staffel aufgehört hat. Die ausgebrochenen Insassinnen vergnügen sich am See, doch der Glücksmoment ist nicht von langer Dauer.

Neue Serien 2016: Die besten und spannendsten Highlights des Jahres

Während die Frauen nach und nach ins Gefängnis zurückkehren, ereignet sich im Gartenhäuschen ein Kampf auf Leben und Tod. Vause (Laura Prepon) wird von dem Handlanger ihres ehemaligen Drogenbosses fast zu Tode gewürgt. Im letzten Moment taucht Lolly (Lori Petty) auf und töteten ihn mit ein paar gezielten Tritten in den Hals. Damit ist auch schon das Leitmotiv der Staffel eingeführt: Die Wärter gegen die Insassinnen.

Das Gefägnis zerstört dich

Nachdem Litchfield von der Privatfirma MCC aufgekauft wurde, müssen sich die Frauen auf unangenehme Veränderungen gefasst machen: Das Gebäude wird mit neuen Insassinnen unverantwortlich überfüllt, sadistische Wärter übernehmen das Kommando und der frischgebackene Leiter Caputo (Nick Sandow) kümmert sich mehr um seine neuen Romanze mit einer seelenlosen BWL-Tussi, als um das Wohlbefinden seiner Schützlinge.

Orange Is The New Black“ hat schon immer einen bitterbösen Kommentar zu den untragbaren Zuständen in amerikanischen Gefängnissen gemacht. Diesmal werden die menschenverachtenden Methoden und der Machtmissbrauch durch das unzulänglich ausgebildeten Personal noch eindringlicher thematisiert. Im Vergleich zu dem neuen Sicherheitschef Piscatella (Brad William Henke) war Pornstache ein Engel. Die Bande aus durchgeknallten Kriegsveteranen bringt so einiges Unheil über die Frauen und verursacht einen noch nie dagewesenen Aufstand – aber davon später mehr.

Wir verraten dir anhand deines Sternzeichens, welche Serie am besten zu dir passt

Schwarz gegen Weiß: Piper lernt eine bittere Lektion

Mit neuen Insassinnen kommen neue Probleme. Durch die Neuankömmlinge sind die dominikanischen Frauen in der Überzahl. Zwar kann sich Piper (Taylor Schilling) zu Beginn noch hinter ihrem Ruf als knallharte Gefängnisbraut verstecken, doch damit ist jetzt Schluss. Maria (Jessica Pimentel) schließt sich mit den neuen Frauen zusammen und drängt Piper aus dem Höschen-Geschäft. Daraufhin schließt diese sich aus pragmatischen Gründen mit einer Gruppe von minderbemittelten Rassistinnen zusammen und verpfeift Maria an Piscatella. Das entpuppt sich als großer Fehler.

Schon bald verlieren alle die Kontrolle. Maria bekommt ganze fünf Jahre Haftstrafe länger aufgebrummt und Piper treibt ihre neuen Freunde unbeabsichtigt zu rassistischer Gewalt an. Während sich Weiße, Latinos und Schwarze streiten, wird Piper von Maria mit einem Hakenkreuz lebenslang gebrandmarkt. Auch wenn Red (Kate Mulgrew) daraus noch ein „Fenster“ brennen kann, muss sich Piper entscheiden: Macht oder Menschlichkeit? Sie wählt letzteres und stellt sich auf die Seite der protestierenden Bianca (Laura Gómez).

Leichen im Keller

Nachdem Vause, Lolly und Bikerbraut Frieda (Dale Soules) die zerstückelte Leiche im Garten vergraben, herrscht trügerische Ruhe. Natürlich ist es nur eine Frage der Zeit, bevor die Hölle losbricht und die Teile des scheinbaren Wärters gefunden werden. Nun verhält sich die Gruppe um Piscatella noch sadistischer, Red wird fast für den Mord verantwortlich gemacht und die Nacht mündet in einer Tragödie. Doch die echte Mörderin ist bald gefunden. Lolly wandert in die geschlossene Psychiatrie, wo sie wahrscheinlich den Rest ihres Lebens fristen muss.

Auch wenn Vause und Red schlussendlich aus dem Schneider sind, können sie ihren Sieg nicht wirklich genießen. Auch Healy (Michael J. Harney), der Lollys Mordgeständnis zunächst nicht geglaubt hat, erleidet einen Nervenzusammenbruch. In einem Flashback erfahren wir, dass er selbst von seiner psychisch kranken und möglicherweise lesbischen Mutter verlassen wurde – was seine Probleme mit Frauen gut erklärt. Auch wenn er sich für einen kurzen Moment im Fluss ertränken will, entscheidet er sich schließlich ins Gefängnis zurückzukehren und Lolly auf ihrem Weg in die Psychiatrie zu begleiten.

Suzanne ist am Ende

„Crazy Eyes“ (Uzo Aduba) Romanze mit Maureen (Emily Althaus) beginnt unschuldig. Das ändert sich als Suzanne ihre Freundin allein im Wald zurücklässt, um das Abendessen nicht zu verpassen. Nach langem hin und her samt verletzten Gefühlen, eskaliert die Situation. Als Piscatella nach dem Auftauchen der Leichenteile eine nächtliche Befragung anordnet, werden Suzanne und Maureen als Verdächtige festgehalten.

Dabei erlauben sich die unbeaufsichtigten Wächter einige „Späße“. Sie ziehen einer schlafenden Frau den Stuhl unter dem Kopf weg und zwingen Suzanne gegen Maureen zu kämpfen. Auch wenn sich die zunächst weigert, wird sie von der verletzten Maureen durch Beleidigungen angestachelt. Schließlich kann sich Suzanne nicht mehr kontrollieren und schlägt Maureen fast tot, bevor sie in einen verstörten Schockzustand fällt. Daneben erfahren wir, warum Suzanne überhaupt im Gefängnis gelandet ist. Durch ihr obsessives Verhalten hat sie unbeabsichtigt den Tod eines kleinen Jungen verursacht. Offensichtlich leidet sie an einer psychischen Krankheit, die nie richtig behandelt wurde, was ihr Schicksal umso tragischer macht.

Viva la Revolution!

Am Ende führen die Ereignisse zu einem fatalen Dominoeffekt. Um dem sadistischen Treiben der Wärter ein Ende zu machen, vereinbaren die feindlichen Lager einen vorzeitigen Waffenstillstand. Durch einen friedlichen Protest wollen sie Piscatellas Kündigung erzwingen. Doch die gut gemeinte Aktion endet im Fiasko. Piscatella zwingt die Wärter, den Protest gewaltsam aufzulösen. In dem Gerangel wirft der unerfahrene Neuling Bayley (Alan Aisenberg) die friedliche Poussey (Samira Wiley) auf den Boden. Als er obendrein von der verstörten Suzanne angegriffen wird, drückt er so lange auf die zierliche Frau, bis diese erstickt.

Dieser Ausgang ist aus mehreren Gründen tragisch. Zum einen ist ihr Tod völlig sinnlos und der Inkompetenz der Wächter geschuldet. Zum anderen ging es in der Staffel bergauf für Poussey. Sie hatte endlich Glück in der Liebe mit Brooke (Kimiko Glenn) und konnte sich sogar einen Job bei der inhaftierten Starköchin Judy King (Blair Brown) sichern. Poussey gehörte zu den fröhlichsten, liebenswertesten und moralisch integren Charakteren der Serie. Und nun ist sie tot. In der letzten Folge wird Pousseys Leben kurz vor ihrer Verhaftung gezeigt. Bei einem Ausflug nach New York erlebt sie eine unvergessliche Nacht und schaut ein letztes Mal hoffnungsvoll in die Kamera. Ein herzzerreißender Abschluss, der das Ende einer jungen lebensfrohen Frau noch brutaler macht.

Der fehlende Respekt der Lackaffen bei MCC bringt jedoch das Faß zum überlaufen. Sie wollen den ganzen Vorfall vertuschen, weigern sich die Polizei zu rufen und lassen Pousseys Körper stundenlang auf dem Boden liegen. Caputo soll stattdessen Bayley in einem verlogenen Presseinterview als Sündebock darstellen. Doch diesmal schafft er es, seinen Prinzipien treu zu bleiben und weigert sich zu lügen. Am Ende stehen trotzdem zerstörte Existenzen: Suzanne ist traumatisiert und begräbt sich unter einem Bücherregal. Der eigentlich gutmütige Bayley hat ein Menschenleben auf dem Gewissen. Brooke und Taystee (Danielle Brooks) müssen mit dem Verlust ihrer besten Freundin leben.

Doch damit ist die Geschichte noch lange nicht vorbei. Als Caputo in seinem öffentlichen Statement Bayley in Schutz nimmt, dreht Taystee durch. Sie möchte, dass die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden und startet eine buchstäbliche Revolte. Die Frauen stürmen gewaltbereit durch die Gänge, wobei ein Wächter seine Schusswaffe verliert. Diese wird prompt von Daya (Dascha Polanco) aufgehoben und gegen ihn gerichtet.

Damit endet die 4. Staffel von „Orange ist The New Black“ in einem spannenden Cliffhanger auf dem furiosen Höhepunkt der Geschichte. Bis die offenen Fragen beantwortet werden, dauert es noch mindestens ein ganzes Jahr. Wann genau die 5. Staffel von „Orange Is The New Black“ herauskommt, erfahrt ihr im verlinkten Artikel.

Review „Orange is The New Black“ Staffel 4: Was noch so wichtiges passiert ist

  • Nicky (Natasha Lyonne) ist zurück und leider rückfällig geworden. Als Red das herausfindet, setzt sie diese auf kalten Entzug
  • Morellos (Yael Stone) Ehe läuft nicht gut, da sie ihre obsessive Eifersucht nicht bändigen kann
  • Pennsatucky (Taryn Manning) verzeiht ihrem Vergewaltiger Coates (James McMenamin). Dadurch entfremdet sie sich jedoch von ihrer Freundin Boo (Lea DeLaria)
  • Sophia (Laverne Cox) versucht alles um aus der SHU herauszukommen inklusive Brandsetzung und Selbstverletzung. Mit der Hilfe von Schwester Ingalls (Beth Fowler) und Caputo kann sie schließlich entkommen
  • Aleida (Elizabeth Rodriguez) wird wegen guter Führung freigelassen und plant Dayas Baby zurückholen, das in Pflege gegeben wurde

Die größten Comedy-Momente

  • Red versuche trotz schnarchender Bettnachbarin zu schlafen
  • Die Fake-Liebesbeziehung zwischen Judy und Cindy (Adrienne C. Moore) als sexy Armcandy
  • Der knackige Bauarbeiter, der den Mädels eine Lektionen in Sachen „Rohre verlegen“ geben soll, wird ordentlich angebaggert
  • Die Wortgefechte zwischen den ungleichen Zellennachbarinnen Cindy (Jüdin) und ihrer  muslimischen Bettnachbarin Alison
  • Judy King, Luschek (Matt Peters) und Yoga-Jones (Constance Shulman) haben einen skurrilen Dreier
  • Morello und ihr Mann Vinnie sprechen sich im öffentlichen Besucherraum bis zum Orgasmus

Die größten WTF-Momente

  • Ein sadistischer Wächter zwingt Maritza (Diane Guerrero), eine lebendige Baby-Maus zu schlucken
  • Pennsatucky küsst ihren Vergawaltiger Coates, der mit einer erneuten Vergewaltigung droht
  • Ein Wärter erzählt von seinen grauenhaften Taten im Krieg
  • Suzanne verursacht den Tod eines kleinen Jungen
  • Vergrabene Leichenteile im Gemüsegarten, der die Kochzutaten für das Essen im Gefängnis liefert
  • Piper wird als Nazi gebrandmarkt
  • Lollys Schreie um Hilfe, bevor sie in der Psychiatrie verschwindet

Orange Is The New Black Staffel 4 Trailer

Hat dir "Orange Is The New Black Staffel 4 Folge 13: Review zum Staffelfinale" von Helena Ceredov gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook, Twitter oder Instagram folgen.

Zu den Kommentaren

News und Stories

Kommentare

  1. Startseite
  2. News
  3. Serien-News
  4. Orange Is the New Black
  5. Orange Is The New Black Staffel 4 Folge 13: Review zum Sta...