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8 Mafia-Serien, die ihr nicht verpassen solltet

Helena Ceredov  

Gewalt, Verrat und Macht – das sind die Zutaten aus dem das Leben eines Mafioso gemacht sind. Doch warum fasziniert uns das organisierte Verbrechen so sehr? Auch wenn es komisch klingt, dem Mafia-Leben hängt zumindest im fiktionalen Bereich ein gewisser Galmour-Faktor an. Von Francis Ford Coppolas „Der Pate“-Trilogie bis hin zu Martin Scorseses „GoodFellas“- das Thema ist zum popkulturellen Phänomen geworden. Zeit, einen Blick auf den TV-Bereich zu werfen und euch acht wichtige Mafia-Serien vorzustellen.

Die 8 besten Mafia-Serien

1) Die Sopranos (1999-2007, 6 Staffeln)

Die Mutter aller Mafia-Serien spielt im New Jersey der ’00er Jahre. Tony Soprano (James Gandolfini) ist skrupelloser Gangsterboss bei Nacht und überforderter Familienvater bei Tag – kein Wunder also, dass er in einer handfesten Sinnkrise steckt. Weil ihn die Konflikte mit seiner Familie und dem Mafia-Clan immer mehr zur Verzweiflung treiben, beschließt er, Hilfe bei einer Psychotherapeutin zu suchen. Was bei seinen Sitzungen herauskommt, ist an schwarzem Humor nicht zu überbieten und lässt nicht nur die Therapeutin staunen. Gleichzeitig schlägt „Die Sopranos“ auch ernstere Töne an. Die Serie stellt nicht nur in höchst kontroverser Weise die Gewaltsexzesse innerhalb der Mafia dar, sondern ist auch ein packendes Familiendrama.

2) Gomorrha (ab 2014, bisher 2 Staffeln+)

Die italienische Mafia-Serie basiert auf dem gleichnamigen Buch des Journalisten Roberto Saviano. Nachdem er seine Abrechnung mit dem neapolitanischen Clan Camorra veröffentlichte, musste er sich samt Familie in Polizeischutz begeben. Umso erfreulicher ist es, dass es weiterhin Serien wie „Gomorrha“ gibt, in der die italienische Realität schonungslos dargestellt wird. Dabei schafft die Serie den Balanceakt, den Zuschauer einerseits mit faszinierenden und gleichzeitig zutiefst unmoralischen Figuren mitfiebern zu lassen. „Gomorrha“ glorifiziert das Mafia-Leben jedoch nicht, sondern zeigt, dass sich hinter der Fassade aus Familienehre und Gemeinschaft, doch nur die Gier nach Geld und Macht verbirgt.

Gomorrha Staffel 3

Gomorrha Staffel 2

3) Broadwalk Empire (2010-2014, 5 Staffeln)

Das Prohibitions-Drama basiert auf realen Ereignissen nach dem Leben von Gangsterboss Enoch Johnson kurz Nucky genannt – in der Serie von Steven Buscemi verkörpert. Die Geschichte beginnt im Atlantic City der 1920er Jahre. Nach dem geschichtsträchtigen Alkoholverbot wollen Nucky Thompson und seine Geschäftspartner das große Geld machen. Dabei wird über 5 Staffeln der Aufstieg und Fall der Verbrecherorganisation thematisiert und ein Bild der damaligen amerikanischen Unterwelt gezeichnet – von den Rassenunruhen und Reibereien der afroamerikanischen, irischen und italienischen Mafia-Clans bis hin zu tödlichen Rivalitäten und Verstrickungen der Gangsterbosse mit der amerikanischen Regierung.

4) The Wire (2002-2008, 5 Staffeln)

Zugegeben „The Wire“ lässt sich eher unter Polizeiserien einordnen. Das besondere an dem HBO-Klassiker ist jedoch, dass auch hinter die Kulissen der Drogenbanden geblickt wird. Dabei thematisiert die Serie das Elend in den Ghettos, die unvermeidliche Gewalt und die Verstrickung der mafiösen Drogenbanden mit den obersten Sphären der Politik. In „The Wire“ wird der Schauplatz Baltimore zum Sinnbild für die globalisierte großstädtische Gesellschaft, in der sich das Verbrechen wie der sprichwörtliche Draht durch das Leben aller Beteiligten zieht.

5) Narcos (ab 2015, bisher 1 Staffel+)

Die Netflix-Originals-Serie erzählt die Geschichte des Kolumbiers Pablo Escobar (Wagner Moura), einem der größten und gefährlichsten Drogenkönige aller Zeiten. Durch seine gnadenloses Motto „Plomo o Plata“ (im übertragenden Sinne: Entweder man ist auf seiner Seite oder stirbt) konnte der einfache Farmerssohn und Kleinkriminelle zu einem der reichsten und mächtigsten Männern von Südamerika aufsteigen. In „Narcos“ wird die Entwicklung von Escobars Drogenimperium aus der Perspektive eines amerikanischen DEA-Agenten (Boyd Holbrook) geschildert, der den Kokainhandel in die USA ein für alle Mal unterbinden will. Dabei wird die Sinnlosigkeit und Brutalität des Drogenkriegs gezeigt, dem zahlreiche Unschuldige zum Opfer fallen.

Narcos Staffel 2

6) Peaky Blinders (ab 2013, bisher 3 Staffeln+)

Peaky Blinders“ gehört wohl zu den stylischsten Mafia-Serien. Die Handlung spielt im Großbritannien der 1920er Jahre. Diesmal geht es um einen Familien-Clan, der zunächst die Straßen von Birmingham und später ein internationales Imperium kontrolliert. Neben einem grandiosen Soundtrack, in dem das „Who is Who“ der zeitgenössischen Rock-Musik vertreten ist (David Bowie war ein erklärter Fan) besticht die Mafia-Serie mit einer kunstvollen Bildgestaltung, aufwendigen Ausstattung und dem großartigen Hauptdarsteller Cillian Murphy als undurchsichtigen Obergangster.

Peaky Blinders Staffel 3

Peaky Blinders Staffel 4

7) Lilyhammer (2012-2013, 3 Staffeln)

Lilyhammer“ ist der beste Beweis dafür, dass es in einer guten Mafia-Serie nicht immer todernst zugehen muss. Im Zentrum steht der New Yorker Gangster Frank „The Fixer“ Tagliano (Steven van Zandt), der seinen Boss an die Polizei verpfeift, um ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen zu werden. Sein Ziel ist das beschauliche Örtchen Lillehammer in Norwegen, von dem er seit den Olympischen Winterspielen 1994 fasziniert ist. Obwohl Frank einen Neuanfang wagen wollte, fällt er in alte Gewohnheiten zurück. Schon bald trommelt er eine neue Crew zusammen, die so manchen zwielichtigen Geschäften nachgeht. „Lilyhammer“ zeichnet sich durch schwarzen Humor, Dialogwitz und einer herrlich skurrilen „Fish-out-of-Water“-Geschichte aus.

8) Sons of Anarchy (2008-2014, 7 Staffeln)

Die US-amerikanische Dramaserie erzählt die Geschichte eines kriminellen Motorradclubs. Die Handlung orientiert sich dabei lose an Shakespeares Drama „Hamlet“ und erzählt, wie der aufstrebende Biker Jackson „Jax“ Teller (Charlie Hunnam) mit seinem Bandenboss und Stiefvater Clarence „Clay“ Morrow (Ron Perlman) aneinandergerät. Dabei wird in „Sons of Anarchy“ gezeigt, wie sich der anfangs zurückhaltende Jax zum kaltblütigen Bandenführer entwickelt. Dabei glänzt die Serie mit einer realitätsnahen Darstellung des Biker-Milieus.

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