Mitten in Deutschland: NSU

  

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Die von Gabriela Sperl initiierte Trilogie über die Radikalisierung des „NSU“-Trios, über ihre Opfer und die Arbeit der Ermittler ist eine der wichtigsten TV-Produktionen der letzten Jahre. Die Reihe beginnt mit dem Film über die Täter. Christian Schwochow (Buch) und Thomas Wendrich (Buch) erzählen jedoch nicht von den Taten, sondern von der Vorgeschichte. Die Handlung setzt nach der „Wende“ ein, Helmut Kohl prophezeit...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die von Gabriela Sperl initiierte Trilogie über die Radikalisierung des „NSU“-Trios, über ihre Opfer und die Arbeit der Ermittler ist eine der wichtigsten TV-Produktionen der letzten Jahre.

    Die Reihe beginnt mit dem Film über die Täter. Christian Schwochow (Buch) und Thomas Wendrich (Buch) erzählen jedoch nicht von den Taten, sondern von der Vorgeschichte. Die Handlung setzt nach der „Wende“ ein, Helmut Kohl prophezeit blühende Landschaften, aber die Menschen in Jena schauen sich um und sehen nur Tristesse. Die Jugendlichen suchen Orientierung und finden sie im Rechtsradikalismus. Drei von ihnen werden immer mehr zu einem verschworenen Trio, das den Umsturz plant und schließlich im Untergrund verschindet.

    Die Verantwortlichen betonen nicht zuletzt aus juristischen Gründen, gerade die Beiträge über die Täter und die Ermittler beruhten nicht nur auf Fakten, sondern auch auf Spekulationen und Interpretationen. Grundlage von Wendrichs Drehbucharbeit waren zwar ein ausgiebiges Aktenstudium, viele Gespräche sowie ein Besuch des Prozesses gegen Beate Zschäpe, aber entscheidend ist der prototypische Charakter der Figuren. Da die Parolen der Neonazis und ihre Gewalttaten völlig ungefiltert vorgeführt werden, dürften ähnlich radikal denkende Zuschauer große Freude an dem Film haben. Das macht es umso schwieriger, das Täterporträt angemessen zu würdigen: Die scheinbare Authentizität der Bilder weckt großes Unbehagen, was andererseits natürlich für Buch, Regie und vor allem die Darsteller spricht. Gerade Anna Maria Mühe verkörpert die Entwicklung der jungen Beate von der Mitläuferin zur Mittäterin ungemein glaubwürdig.

    „Die Opfer“ beginnt, wie „Die Täter“ endet: mit dem ersten Mord. Laila Stielers Drehbuch basiert auf den Erinnerungen von Semiya ?im?ek. Sie war 14, als ihr Vater Enver, ein Blumenhändler, im Herbst 2000 erschossen wurde. Was seine Familie nach der Tat durchmachen musste, ist fast noch erschütternder als der Mord. Deshalb ist dieser Teil womöglich der wichtigste, denn er gibt den Opfern endlich eine Stimme. Und er ist mutig: Stieler und Regisseur Züli Aladag erzählen die Geschichte konsequent aus der Sicht der von Almila Bagriacik außerordentlich überzeugend verkörperten jungen Frau, sie ist das emotionale Zentrum der Handlung. Mit Ausnahme von Tom Schilling und André Hennicke als empathische Ermittler spielen Deutsche nur Randfiguren, während die Hauptdarsteller praktisch unbekannt sind; viele Dialoge sind auf Türkisch. All das unterstreicht den Vorsatz der Macher, keine faulen Kompromisse einzugehen.

    Mit dem dritten Teil schließt sich der Reigen: Nun geht es um die Perspektive der Ermittler. Der Film beginnt mit dem Tod der beiden mutmaßlichen Serienmörder im November 2011 und der Suche nach Beate Zschäpe. Zentrale Figur ist der Thüringer LKA-Zielfahnder Paul Winter (Florian Lukas), der dem Trio schon seit ihrem Verschwinden Ende der Neunziger auf der Spur ist. Geschickt stellt das Drehbuch (Rolf Basedow, Christoph Busche, nach einer Vorlage von Jan Braren) einen emotionalen Bezugspunkt von der Gegenwart in die Vergangenheit her: An Winters Seite ermittelt eine junge Kommissarsanwärterin (Liv Lisa Fries). Sie ist die Tochter seines früheren Partners, Walter Ahler (Sylvester Groth); Rückblenden illustrieren Winters Schilderungen, wie er und Ahler bei ihrer Suche nach den untergetauchten Rechtsextremisten systematisch vom Landesamt für Verfassungsschutz ausgebremst worden sind. Der Film entspricht am ehesten dem üblichen TV-Krimimuster; die Handlung beginnt mit einem rasant geschnittenen Banküberfall. Ähnlich wie Schwochows Beitrag ist auch das Ermittlerporträt eine Mischung aus Fakten und Fiktion. Die Produktionen sind zwar unabhängig voneinander entstanden, aber die Parallelen zwischen diesen beiden Filmen sind offenkundig, und das nicht nur wegen des identischen Handlungsorts; stilistisch gibt es ebenfalls Ähnlichkeiten. Regisseur Florian Cossen verwendet für seine Rückblenden sogar Ausschnitte aus Schwochows Film. Auch stimmungsmäßig ist Teil drei eine perfekte Ergänzung: „Die Täter“ ist schockierend, „Die Opfer“ ist bedrückend und empörend; „Die Ermittler“ macht vor allem fassungslos. tpg.

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